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Ägypten Wozu dienten die Pyramiden wirklich? Wie alt ist die Sphinx? Woher stammt die Hochkultur Ägyptens?

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Alt 17.11.2017, 14:19   #21
Frank D
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Perfidulo, dass mit den Datierungen wurde schon mehrfach gemacht. Schon vor laaaaaanger Zeit. Eine Zusammenfassung hier:
https://journals.uair.arizona.edu/in...File/3874/3299

MJ01: Jajam wieder das Gefasel mit den "Baukasten-Steinen". Die dummerweise nicht existieren, Sachaut man sich die Steine an stellt man fest, dass jeder eine Individualfertigung ist. Sie sind zwar alle ähnlich, aber keineswegs identisch. Und die dort verwendeten Steinarten - Sandstein und Andesit - können ebenfalls nicht naturidentisch künstlich erzeugt werden.

Warum willst Du auch den Arbeitern zur Zeit unseres Mittelalters ihre Leistungen absprechen? Als diese Blöcke angefertigt wurden, wurde bei uns dw Aachener Dom gebaut (nein, bitte keine Zeitrafferdiskussion)

Geändert von Frank D (17.11.2017 um 14:26 Uhr).
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Alt 17.11.2017, 15:55   #22
MJ01
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Zitat:
Zitat von Frank D Beitrag anzeigen
MJ01: Jajam wieder das Gefasel mit den "Baukasten-Steinen". Die dummerweise nicht existieren, Sachaut man sich die Steine an stellt man fest, dass jeder eine Individualfertigung ist. Sie sind zwar alle ähnlich, aber keineswegs identisch. Und die dort verwendeten Steinarten - Sandstein und Andesit - können ebenfalls nicht naturidentisch künstlich erzeugt werden.

Warum willst Du auch den Arbeitern zur Zeit unseres Mittelalters ihre Leistungen absprechen? Als diese Blöcke angefertigt wurden, wurde bei uns dw Aachener Dom gebaut (nein, bitte keine Zeitrafferdiskussion)
OK. Danke, War nur eine Frage, ob man sich damit genauso beschäftigt hat, wie mit den Steinen der Cheops.
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Alt 17.11.2017, 16:06   #23
Frank D
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Ja, hat "man" - schon im 19- Jh. Hab hier ein Buch von Max Uhle, irgendwann um 1870, in dem die Blöcke skizziert und mit Maßen angegeben wurden, aus denen man erkennen kann, dass da nix identisch ist. Aber moderne wissenschaftliche Erkenntnisse ( :-D ) brauchen halt ne Weile um in der Grenzwissenschaft anzukommen
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Alt 17.11.2017, 16:28   #24
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Zitat:
Zitat von Frank D Beitrag anzeigen
Perfidulo, dass mit den Datierungen wurde schon mehrfach gemacht. Schon vor laaaaaanger Zeit. Eine Zusammenfassung hier: https://journals.uair.arizona.edu/in...File/3874/3299
Ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker, wenn sie es schaffen bis zum Ende zu lesen.
Die C14-Messwerte weichen von der üblichen Chronologie ab. Teilweise um ein paar 100 Jahre.

Bei der Energiequelle kaprizieren sich die eher geisteswissenschaftlich geprägten Ägyptologen auf Holz (Bäume). Aber schnellwachsende, einjährige Biomasse tut es auch. Papyrus bringt bis zu 100 t Trockenmasse pro ha. Ähnliche Ergebnisse bringen Schilf und Bambus.
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Alt 17.11.2017, 16:29   #25
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@Basti
Die Pyramiden sind aus Kalkstein, nicht Sandstein.
Damit - und mit den restlichen Ausführungen - wird es noch deutlicher. Da hatte ich mich geirrt. Welche Beschaffenheit man da erwartet hätte, wird trotzdem nicht klarer. In anderen Worten: die Blindprobe scheint zu fehlen...

Was mir noch einfällt: Dass Kupfer anscheinend viel zu weich ist, um Steine zu sägen, ist nicht erst neulich aufgefallen. Der Trick liegt darin, dass man die Kupfer"säge" (heutzutage würde man das wohl anders nennen) nur benutzt hat, um das Schleifmittel - vermutlich Quarzsand, der ziemlich hart ist - zu bewegen. Das funktioniert auch heute noch.

(Man bemerke: dieser Text stammt von einem Opponenten)

Zitat:
[...] liegen mir ganz andere Informationen und Aussagen vor, z.B. vom Steinmetzmeister Manfred Rogalla aus Dortmund. Demnach kann ein Hartgestein grundsätzlich sogar mit einem geeigneten Schleifmittel und einer scharfen und stabilen Schnur gesägt werden. Auch verfüge ich über zwei Arbeiten des Experimentalarchäologen Denys A. Stocks, die unter Einbeziehung genauester Daten, Zahlen und Fakten dokumentieren, dass mit einem altägyptischen Steinbohrer eben doch eine Kernbohrung erzeugt werden konnte.
https://mysteria3000.de/magazin/expe...inbearbeitung/

https://www.dimu.de/beton-bohren-sae...n-betonsaegen/
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
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Alt 17.11.2017, 16:32   #26
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker, wenn sie es schaffen bis zum Ende zu lesen.
Die C14-Messwerte weichen von der üblichen Chronologie ab. Teilweise um ein paar 100 Jahre.
Wie hat man es geschafft, Ruß und Asche vom Untergrund (Kalk besteht zu großen Teilen aus Kohlenstoff) zu trennen?
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
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Alt 17.11.2017, 17:33   #27
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@Basti:
Zur ägyptischen Steinbearbeitung kenne ich mich hinreichend aus, habe selbst schon ne Granit-Kernbohrung mit Kupfer und Sand gemacht
Ansonsten gibt es die Werke von Experimental-Archäologen wie Denys Stocks (Experiments in Egyptian Archaeology) die im Experiment all das geklärt haben was in der GreWi immer noch als unlösbares Rätsel gilt.
Übrigens nahm man die Proben in GIPSmörtel, Kalziumsulfat...

@Perfidulo
Es wurden auch einjährige Gewächse gemessen, wie im Text steht. Eingewehte Gräser und Samen. Das Problem ist, dass es keine Eichkurve für einjährige Gewächse gibt (geben kann), da der C14-Gehalt jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt. Unsere Eichkurven gelten für mehrjährige Gewächse mit einem 5-Jahres-Mittel, entsprechend hat man auch entsprechende Bröckchen gewählt.
Das Old Wood-Problem ist des Wissis übrigens bekannt und wird glaube ich auch im Artikel diskutiert. Oder verwechsele ich das mit einem anderen Artikel?
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Alt 17.11.2017, 17:41   #28
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Wie hat man es geschafft, Ruß und Asche vom Untergrund (Kalk besteht zu großen Teilen aus Kohlenstoff) zu trennen?
Steht alles in der erwähnten Literatur!
Man muss nur die Kohlenstoff-körnchen aus der Matrix isolieren. Mit Säure, Lauge und Wasser.
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Alt 17.11.2017, 17:45   #29
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Zitat:
Zitat von Frank D Beitrag anzeigen
Es wurden auch einjährige Gewächse gemessen,
Soweit ich verstanden habe war das Zuschlagstoff für Lehm, also nicht verkohlt.
Man hätte die Kohlenstoff-Körnchen unter das Mikroskop legen müssen umd die Feinstruktur zu erkennen. Da kann man Holz und Schilf schon unterscheiden.
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Alt 17.11.2017, 19:20   #30
Frank D
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Ja, bei Lehmziegeln nahm man das vermengte Stroh. Aber auch an den anderen Bauten nahm man, wenn verfügbar, Samen und Gras. Auch nicht verkohlt. Müsste hinter den Proben stehen (wenn ich den richtigen Artikel verlinkt habe)
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