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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 17.11.2013, 14:31   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Pfeil Rechte ködern Christen

Theologin: Rechte ködern Christen
Zitat:
Im christlichen Medienbereich gibt es rechtsextreme Tendenzen. Das hat die katholische Theologin Angelika Strube am Mittwoch in Dresden erklärt.
Siehe dazu auch: Rechtsextreme Einstellungen machen vor Kirchentüren nicht halt!
Zitat:
Neurechte Medien haben ein Interesse daran, konservative Christinnen und Christen für sich zu gewinnen, denn Christentum und Kirchen stellen einen wesentlichen Kern der »Mitte der Gesellschaft« dar. Neurechten Zeitungen, Magazinen und Internetseiten wie »Junge Freiheit«, »Blaue Narzisse«, »eigentümlich frei« oder dem rechtspopulistischen islamfeindlichen Weblog »Politically Incorrect« ist gemein, dass sie aktiv um christliche Leser werben. Obwohl diese Medien sich nicht als christlich, kirchlich oder religiös verstehen und obwohl sie eine teilweise aggressiv antichristliche Leserschaft haben, greifen sie immer wieder aktuelle kirchliche, besonders gerne konservativ-christliche oder traditionalistische Themen auf. Die Leserwerbung gelingt am einfachsten im Internet: Wenn dort jemand nach Artikeln zu aktuellen kirchlichen Themen sucht und ein entsprechendes Stichwort in eine Suchmaschine eingibt, dann erhält er eine lange Liste von passenden Artikeln. Indem neurechte Internetmagazine auch Artikel zu aktuellen kirchlichen Themen veröffentlichen, kommen Internetnutzerinnen und -nutzer über Suchmaschinen auf diese Seiten. Wenn die kirchlichen Artikel sie ansprechen, werden sie auch andere Artikel lesen und die Seiten regelmäßiger besuchen. Auf diese Weise können neurechte Medien auf kirchliche Internetnutzer Einfluss gewinnen. Nicht immer ist den Betroffenen bewusst, dass sie ein neurechtes Magazin lesen; manche würden dies womöglich gar nicht wollen. Hier hilft es, sich und andere über die »Neue Rechte«, ihre Medien, ihre Strategien und ihre Ziele
zu informieren.
Vergleichsweise läuft das auch bei Leuten ab, die sich für Esoterik, Geschichte, alternative Heilmethoden etc. interessieren. Gerade diese Bereiche sind, mit auf den ersten Blick oft ganz unverdächtig erscheinenden Seiten, regelrecht "durchseucht". Über diese Themen werden dann Leute, teilweise durchaus geschickt, an rechtes Gedankengut herangeführt.
Zitat:
»Scharnierorgane« oder »Brückenmedien« nennt man in der Rechtsextremismusforschung Medien, durch die rechtsextremes Gedankengut in die »Mitte der Gesellschaft« hineingetragen werden soll. Deshalb verzichten Scharnierorgane auf grobe Hetze und plakative rechtsextreme Parolen, sondern geben sich bürgerlich, gegebenenfalls intellektuell, was rechte Ideologen selbst als »politische Mimikry« (Verstellung) propagieren.
Man beobachte mal Bewegungen/Parteien wie "Pro Dutschland" (und ihre diversen regionalen Ableger) oder auch die AfD, ihr Mimikry, wie sie Problematiken aufgreifen und mehr oder weniger geschickt nutzen, um rechtes Gedankengut mit an den Mann und die Frau zu bringen.

Man beobachte auch mal die "Neue Rechte" in Foren

Der Artikel beschreibt auch die gut bekannten Taktiken, die sich auch hier immer wieder schön beobachten lassen:
Zitat:
»Wortergreifung« – in Anlehnung an »Machtergreifung « – nennen Rechtsextreme eine Strategie, mit der sie Versammlungen, Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen gezielt stören und zerstören wollen. Zu diesem Zweck nehmen sie an den betreffenden Veranstaltungen teil, um sich zu Wort zu melden und die Diskussion mit ihren Redebeiträgen regelrecht zu »fluten« und zu dominieren. Erklärtes Ziel der Wortergreifungen ist es, eine Diskussion über Rechtsextreme zu unterbinden und die Teilnehmenden zu einer Diskussion mit Rechtsextremen zu zwingen. Dass aber eine echte Diskussion, bei der Argumente ausgetauscht und geprüft werden und Perspektiven sich auf beiden Seiten verändern können, bei einer »Wortergreifung « auf Seiten der Rechtsextremen von vornherein nicht gewollt ist, muss den nichtrechten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einer solchen Situation klar sein.
Nur damit Law jetzt nicht wieder aufschreit: Natürlich ist das kein christliches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem, das allerdings auch vor Christen nicht halt macht. Wie ja auch die Geschichte hinreichend bezeugt.
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 17.11.2013, 14:38   #2
basti_79
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Beiträge: 10.932
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Oh, das halte ich nicht einmal für überraschend. Glaube ist weit verbreitet, ob er nun religiös ist oder faschistisch. Beide Glaubenssysteme, das christliche wie das "Nationalsozialistische", wenn ich es nun einmal so nennen darf, haben zentrale Glaubenssätze, die vollkommen absurd scheinen. Dennoch muss jeder Gläubige sich zu genau diesen Glaubenssätzen bekennen.

Faszinierend ist eigentlich die Personalunion, dass also Esos oft Nazis sind und gleichzeitig Jünger christlicher Sekten usw.

Aber sogar das scheint in einer gewissen Form sinnvoll. In den Amtskirchen ist gerüchtehalber letztlich sogar das Wissen verfügbar, dass die zentralen Glaubenssätze absurd sind. Man muss da einfach wider den Verstand glauben, wenn man wirklich glauben mag. Man darf nicht einmal darüber reden, dass man das weiß. Das ist letztlich wie beim Glauben der Nazis. Auch dort darf man nicht darüber reden, dass man die zentralen Glaubenssätze ernst nimmt.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.

Geändert von basti_79 (18.11.2013 um 00:35 Uhr). Grund: Tippfehler
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Alt 17.11.2013, 22:44   #3
Buenaventura
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Beiträge: 255
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ich wuerde noch weiter gehen als basti:
ich finde es nicht nur nicht ueberraschend, sondern selbstverstaendlich. alle faschistichen regime waren christlich, ich glaube sogar alle katholisch, der vatikan immer treuer verbuendeter. das heisst natuerlich nicht, dass christen immer faschisten sind, aber eben dass faschisten fast immer christen sind. in spanien, italien, portugal, chile, argentinien usw war der klerus immer mit dabei.
__________________
Ich glaube nicht.
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Alt 18.11.2013, 00:00   #4
Lawrence P. W.
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Ort: dort
Beiträge: 3.549
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Wenn die Fahnen wehen
rutscht der Verstand in die Trompete...
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
Nietzsche "Gott ist tot" ............................................ Gott "Nietzsche ist tot"
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Alt 20.11.2013, 23:57   #5
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 9.559
Standard Analyse des Compact Komplexes

Es gibt ein Wiki dazu

http://inrur.info/wiki/Compact

Hintergrund:
Querfront: Islamisten, Islamkonvertiten, VerschwörungsideologInnen,
Islamkritiker/Islamhasser, Rechtspopulisten, Salonfaschisten,
Zinsfeinde, Gold-Fetischisten, Antizionisten/Antisemiten...


Ich muß gestehen, daß ich Anfangs die Initiativen von Elsässer und Homilius in Berlin-Kreuzberg solidarisch unterstützt habe. Aber irgendwie wurde mir das zu "völkisch"
Ein Handvoll Aktivisten nannte sich "Volksinitiative" und näherte sich immer mehr sehr zweifelhaften Kreisen an, die ich teilweise aus dem Forum Grenzwissen kannte. Viele aufrechte Linke haben sich spätestens dann verabschiedet.

Das war ein Fehler, denn das Unternehmen gedeiht offensichtlich prächtig.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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