:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Politik & Wirtschaft > Bildung und Schulen

 
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 19.03.2018, 18:01   #31
Venkman
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Venkman
 
Registriert seit: 18.08.2016
Ort: Stilles Örtchen
Beiträge: 1.171
Standard

Aufgrund von Leseschwächen, Tatsachenverzerrungen und Halbwissen hab ich mir die kleine Mühe mal, zwecks besserer Lesbarkeit gemacht.

Zeitungsauschnitt:


Reinschrift:

Zitat:
Psychologin: „Äußerst bedenklich“

STREIT Bericht warnte davor, Kind mit Gerichtsvollzieher zur Mutter zu bringen.

VON ANKE LOSACK

HELBRA/MZ – „Ich bin völlig fassungslos, was diesem Kind da angetan wurde“, schreibt eine Nutzerin im Internet. „Was ist das nur für eine kranke Welt“, eine andere. Im Netz reagieren die Leute mit großem Unverständnis auf das, was sich am Montag an der Grundschule in Helbra abgespielt hat. Ein Mädchen soll nicht mehr bei ihrem Vater leben. Darum wurde es von einem Gerichtsvollzieher unter Hilfe der Polizei und des Jugendamtes an die Kindesmutter übergeben. Die Kleine wehrte sich, schrie und weinte (die MZ berichtete).

„Die Tochter äußerte sich in den Sitzungen sehr offen und klar.“
Psychologin

Die vergangenen zweieinhalb Jahre lebte der Vater, Maik W. (Name geändert), mit der Tochter allein, nachdem die Mutter den gemeinsamen Haushalt verlassen hatte. Dann beantragte sie bei Gericht, dass das Kind bei ihr leben soll. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht, das Teil des Sorgerechts ist, wurde ihr zugesprochen. Da das Kind nicht an die Mutter übergeben wurde, erging ein Vollstreckungsbeschluss.
Dass die Umsetzung sich dramatisch abspielen würde, hatte Maik W. geahnt. Er suchte deshalb Hilfe bei einer Psychologin in einer Beratungsstelle, hatte dort mehrere Sitzungen – allein und mit der Tochter. Das Ziel sei die Vorbereitung der Achtjährigen auf den Wechsel des Lebensmittelpunktes zur Mutter gewesen, so die Psychologin in ihrem Bericht, der der MZ vorliegt. „Die Tochter äußerte sich in den Sitzungen sehr offen und klar. Sie erzählte, dass sie ihre Mutter ablehnt und massive Ängste hat, vom Vater weg zu müssen.“, heißt es darin. Die Psychologin schätzte zudem ein, dass der Vater „gut in der Lage erscheint, auf seine Tochter einzugehen, Anregungen aus der Beratung aufzunehmen sowie neutral und reflektiert über die Kindesmutter und die gemeinsame Familie zu sprechen.“
Anfragen bei der Mutter, um sie in die Beratung einzubeziehen, seien nicht erfolgreich gewesen. Die Psychologin warnte in ihrem Bericht vor einer Vollstreckung: „Aus psychologischer Sicht und aus dem aktuellen Erleben des Kindes heraus, erscheint es für das Kindeswohl äußerst bedenklich, sie mittels Gerichtsvollzieher aus der für sie bisher einzigen vertrauten Bindung und Umgebung zu reißen und unvorbereitet in den Haushalt der Mutter (…) zu bringen.“ Maik W. habe die Einschätzung der Psychologin den Behörden übergeben, konnte damit aber keinen Einfluss auf die Entscheidung nehmen.
Wie Steffen Lutz, Direktor des Amtsgerichts Eisleben, auf MZ-Anfrage sagt, sei ein psychologisches Gutachten von der zuständigen Familienrichterin eingeholt worden. Dieses und die eigene Wahrnehmung der Richterin seien Grundlage für ihre Entscheidung gewesen, das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Mutter zuzusprechen.
@Lupo: Ich kann hier nirgends herauslesen das der Vater der Mutter die Tochter zweieinhalb Jahre vorenthalten hat? (Zumal das rechtlich gar nicht möglich ist beim Sorgerecht beider Parteien!)
Da sie beide das Sorgerecht hatten/haben, warum hat die Mutter ihre Tochter nicht besucht bzw. sich irgendwie bemüht den rechtlich ihr zustehenden "Umgang" mit ihrem Kind zu gewährleisten oder aufrechtzuerhalten? 2,5 Jahre nichts und aufeinmal will sie die Tochter zu sich holen?
Das ist für mich nicht logisch und nachvollziebar und deshalb hab ich auch keinerlei Sympathie der Mutter gegenüber. Und warum hat sie es der Tochter nicht wenigstens versucht "leichter zu machen" und die angebotenen Sitzungen bei der Psychologin wahrgenommen?
__________________
"Es ist eine ewige Erfahrung, daß jeder Mensch, der Macht in Händen hat, geneigt ist, sie zu mißbrauchen. Er geht soweit, bis er Schranken findet."
- Charles Baron de Montesquieu -

Geändert von Venkman (19.03.2018 um 18:24 Uhr).
Venkman ist offline   Mit Zitat antworten
 

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Gewalt in der Schule basti_79 Bildung und Schulen 78 29.02.2016 12:24
Fast zwei Drittel gegen staatliche Kirchensteuer Acolina Religion 22 29.10.2013 09:04
Neandertaler-Kind wurde jäh abgestillt Zeitungsjunge scienceticker.info 0 22.05.2013 19:22
Gewalt gegen Frauen verschlimmert sich Nagerfreund Politik & Zeitgeschehen 13 31.01.2008 18:32
Stopp der Gewalt gegen Kopten Igel Ägypten 4 20.01.2003 13:50


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:58 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2018 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.