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Prophezeiungen Kannte Nostradamus unsere Zukunft? Wurden Katastrophen wie der Anschlag auf das World Trade Center vorhergesehen?

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Alt 14.05.2008, 10:16   #111
perfidulo
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Ich nehme an mit Kybalion ist das gemeint

http://de.wikipedia.org/wiki/Kybalion

Zitat:
Das Kybalion ist ein unter Esoterikern und Okkultisten populäres Buch, welches erstmalig auf englisch im Dezember 1908 in Chicago veröffentlicht wurde. Nach einem Geleitwort in der deutschen Fassung, von Dr. Hermann E. Helmrich, steht der Begriff Kybalion für eine „mündlich überlieferte Sammlung grundsätzlicher hermetischer Lehren“.[1] Das Werk beinhaltet sieben „hermetische Prinzipien“. Die Autorenschaft ist nicht ganz geklärt, da die Urheber anonym blieben und das Buch selber nur auf „drei Eingeweihte“ verweist.
Es ist wieder das gleiche Problem, wie bei der Theosophie. Das Buch gibt nur vor, sich auf uraltes Wissen zu stützen. Tatsächlich dürfte es die schöpferische Leistung einer oder mehrerer Personen gegen Ende des 19. Jahrhunderts sein, der natürlich die gängigen naturwissenschaftlichen Konzepte gekannt haben.

Zur Erhöhung der Autorität wird das dann hineingebastelt: Schwingung, Polarität, Rhytmus des Pendels... Bezeichnenderweise keine Atom- oder Quantenphysik. Das gibt zu denken.

Und da haben wir auch die fabulöse Erhöhung der Schwingungsebene

"sondern die Umwandlung von mentalen Schwingungen in andere mentale Schwingungen"

Danke für den Hinweis auf das Buch. Muß ich im GreWiki einbauen.

Inhalt kompakt: http://www.hermetik.ch/ath-ha-nour/s...ikkybalion.htm

Diesen Schwachsinn hat schon Ben Bohnke in seinem Buch "Die schöne Illusion der Wassermänner" zerpflückt.

Inhaltlich ist leider wenig zu finden, weil nur noch Verlagswerbung kommt und die kann man knicken, auch wenn die Esos das fleißig in ihren Foren und Websites nachbeten.

Geändert von perfidulo (14.05.2008 um 10:24 Uhr).
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Alt 14.05.2008, 11:36   #112
Schechina
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Hallo Perfidulo
Zitat:
Ich nehme an mit Kybalion ist das gemeint
http://de.wikipedia.org/wiki/Kybalion

Also ich hab hier ein Buch vom Hirthammer Verlag, der auch viele Theosophische Bücher herausgab.

Zitat:
Es ist wieder das gleiche Problem, wie bei der Theosophie. Das Buch gibt nur vor, sich auf uraltes Wissen zu stützen. Tatsächlich dürfte es die schöpferische Leistung einer oder mehrerer Personen gegen Ende des 19. Jahrhunderts sein, der natürlich die gängigen naturwissenschaftlichen Konzepte gekannt haben.
Wie ich schon einmal erwähnte ist "alt" für mich nicht besser, sondern noch nicht ausgereift.
Zitat:
Zur Erhöhung der Autorität wird das dann hineingebastelt: Schwingung, Polarität, Rhytmus des Pendels... Bezeichnenderweise keine Atom- oder Quantenphysik. Das gibt zu denken.
Ja es gibt zu denken, daß man damals noch nichts von Quantenphysik wußte sehr seltsam. Was meinst du was in den nächsten Jahren noch alles passiert wovon wir jetzt noch keine Ahnung haben.
Zitat:
Und da haben wir auch die fabulöse Erhöhung der Schwingungsebene
Hmm Ansichtssache sogar die gefährliche Gruppierung Scientology, hat sich mit Schwingungen erfolgreich beschäftigt.
http://wasist.scientology.de/Html/Pa...p05/index.html
"
Zitat:
sondern die Umwandlung von mentalen Schwingungen in andere mentale Schwingungen
"
Ich glaube auch das das nur sehr wenige Menschen beherrschen, die meisten beherrschen nicht mal ihren Willen. (Sind also untauglich für die Magie)

[quote]
Danke für den Hinweis auf das Buch. Muß ich im GreWiki einbauen./QUOTE]

Zitat:
Diesen Schwachsinn hat schon Ben Bohnke in seinem Buch "Die schöne Illusion der Wassermänner" zerpflückt.
Sekundarliteratur? Vielleicht solltest du dich mal selbst damit beschäftigen bevor du es als Schwachsinn abtust.
Zitat:
Inhaltlich ist leider wenig zu finden, weil nur noch Verlagswerbung kommt und die kann man knicken, auch wenn die Esos das fleißig in ihren Foren und Websites nachbeten.
Tja die Phytagoräer und die alten Ägypter, die Theosophen usw, sind halt alles Knallköpfe, die einzig wahren sind die Skeptiker!

Zitat von Albert Einstein:
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
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Alt 14.05.2008, 12:15   #113
perfidulo
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Zitat:
Tja die Phytagoräer und die alten Ägypter, die Theosophen usw, sind halt alles Knallköpfe, die einzig wahren sind die Skeptiker!
Das ist ein grundsätzliches erkenntnistheoretisches Problem:

Die Esoteriker gehen davon aus, daß es einmal, vor langer langer Zeit ein geheimnisvolles aber total überlegenes Wissen gab (Atlantis, Mu, Tibet usw.), das verloren ging uns nach und nach geoffenbart wird. Dazu tauchen allerlei geheimnisvolle Schriften auf, deren Datierung allenfalls bis Ende des 19. Jahrhunderts nachvollziehbar ist. Dann verliert sich die Spur. meist wurde gechannelt oder es ist eine angebliche Übersetzung aus einer fremden Sprache. Das Orginal ist natürlich nie zu finden. (vgl. Buch Mormon, selbe Periode)

Wir Materialisten gehen davon aus, daß sich Wissen evolutionär entwickelt, durch "Befragen der Natur", also durch Experimente und Erfahrung. Diese Art von Wissengewinnung ist wiederholbar. Schlüsselexperimente aus Chemie und Physik können im Schulunterricht mit dem immer gleichen Ergebnis vorgeführt werden.

Logischerweise wußten die Ahnen deutlich weniger, wenn auch in naturwissenschaftlichen und technischen Fragen mehr drauf hatten, als die Alt-Philologen, die das Deutungsmonopol hatten, zuzugeben bereit sind. Da sind wir dann schnell bei Paläo-SETI.

Meine These ist, daß dieses vermeintlich "uralte Wisssen" der Esos irgendwann vor ca. 100 Jahren zusammengezimmert wurde. Manches, etwa die Texte der Rosenkreuzer, auch ein paar Jahrhunderte früher.

Es kann folglich immer nur den zur Zeit seiner Entstehung relevanten Stand der naturwissenschaftlichen Erkenntnis wiederspiegeln. Um 1900 war wenig über Quanten oder Laser oder Handyklingeltöne bekannt. Deshalb findet man davon auch nichts.

Ein schönes Kriterium sind Planeten, die später entdeckt wurden. "Uraltes Wissen" müßte auch was von Pluto wissen. Das wird in der Regel erst nach der realen Entdeckung angeflanscht.

Transmutation von chemischen Substanzen war bis ins 19. Jahrhundert aufgrund des naturwissenschaftlichen Erklärungsmusters durchaus nicht undenkbar. Metalle wurden nicht als Elemente angesehen, sondern als Verbindungen. Nimmt man den Quecksilberanteil in Kupfer weg gibt es Gold. Aber dann wurde es irgendwann mal absurd und man deutete es flugs ins geistige um.

Schwingungen, Frequenzen, die Wellennatur des Lichts, wurden Mitte des 19. Jahrhunderts populär und praktisch angewandt. Die Revolution in der Optik mit Mikroskopen und Fernrohren etwa (vgl. Zeiss Jena). Vorher gab es Partikeltheorien, mit denen sich die Effekte in Linsen schlecht deuten ließen.

Ein Beispiel, wie "uraltes Wissen" generiert wird, sind auch die Bücher Mose 5 + n. Als das 6. und 7. Buch Mose (ebenfalls frei erfunden) zu Verkaufsschlagern wurden, wurde einfach nachgelegt. Einschlägige Eso-Verlagen haben solchen Mist immer noch im Angebot.

Es macht auch keinen Sinn diesen Quatsch zu studieren. Weisheit wird man darin nicht finden.

Eine prima Quelle habe ich durch Zufall entdeckt: Theodor Fontane

Illuminaten und Rosenkreuzer

Kluger Kopf

Zitat:
Der Hang nach Macht, der im absoluten Staate (außer im Dienste desselben) keine Befriedigung fand, schuf, so sagten wir, die Geheimbündelei überhaupt; der Hang nach Freiheit, der im absoluten Staate begreiflicherweise nicht besser fuhr, als jener, schuf eine besondere Abzweigung, eine ideale Blüte der Geheimbündelei: den Illuminatenorden. Dieser Orden, auf seinen gedanklichen Kern angesehen, war kaum etwas anderes als ein modifizierter, vielleicht ein potenzierter Freimaurerorden, hätte also allen Anspruch darauf gehabt, neben diesem zu leben und zu wirken, auch wurde in der Tat um 1780 eine Vereinigung beider erstrebt; die besonderen Umstände aber, unter denen der neue Orden ins Leben trat, seine Rührigkeit, seine Aggression, seine Übergriffe führten rasch zu seinem Untergange, nachdem er, etwa ein Jahrzehnt lang, eine hervorragende politische Rolle gespielt und sich als ein Repräsentant jener Freiheitsströmung gezeigt hatte, die damals durch Europa ging.
und
Zitat:
Das vorige Jahrhundert war ein Jahrhundert der Geheimen Gesellschaften. Der Absolutismus behinderte jede Kraftentwicklung, die Miene machte, selbständige Wege einschlagen zu wollen; die Kirche war starr; was Wunder, wenn der individuelle Ehrgeiz, der kein legitimes Feld fand, sich geltend zu machen, auf Abwege geriet und im Dunkeln und Geheimen nach Macht suchte.
Wie im zwölften Jahrhundert alles nach dem Heiligen Grabe, im sechzehnten nach Wittenberg oder nach der neuen Welt drängte, so im achtzehnten Jahrhundert nach Geheimbündelei. Alchimie und Geistererscheinungen, Dinge, die sich ihnen vielfach gesellten, oft in den Vordergrund traten, waren nur Zugaben, Hilfsmittel, starke Dosen, zu denen man griff; das Wesen der Sache lag darin: Macht zu äußern in einer Zeit, wo das Individuum machtlos war.
Zwei Strömungen wurden alsbald erkennbar, die, neben einem starken Beisatz von Egoismus und Menschlichkeit, einen prinzipiellen Gehalt und einen prinzipiellen Gegensatz repräsentierten. Alle diese Gesellschaften indes, die einen derartig ideellen Kern andauernd und in Wahrheit und nicht nur dem Namen nach hatten, bildeten weitaus die Minorität, – das meiste lief auf Herrschsucht und Eitelkeit, auf Täuschung und unmittelbaren Betrug hinaus. Mit dieser letztern Gruppe der Geheimen Gesellschaften, die trotz ihres quantitativen Übergewichts kamen und gingen, ohne eine Spur zu hinterlassen, [⇐287][288⇒] die nichts waren als Modetorheit oder Modekrankheit, beschäftigen wir uns zuerst.
Die Zahl dieser Gesellschaften, unglaublich zu sagen, ging vielleicht über hundert hinaus. Die meisten befanden sich in Bayern und am Rhein. Regensburg, die alte Reichstagsstadt, war Mittelpunkt, und einer Anzahl von Aufsätzen, die in dem letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts in der Reichstagszeitung veröffentlicht wurden, verdanken wir, mehr als irgendeiner andern Quelle, Material, das uns Einblick gönnt in das Verbindungs- und Ordenswesen jener Zeit. Die genannte Zeitung schrieb in den achtziger Jahren: »Nie hat sich der Sektengeist tätiger gezeigt als in unsern Tagen, welche man die aufgeklärten nennt.... Der immer allgemeiner werdende Hang zum Aberglauben, der uns in die Zeiten des Mittelalters zurückwirft, wird durch den alle Kräfte der Erwerbung übersteigenden Luxus und durch das geschwächte Nervensystem der jetzigen Generation (also auch schon 1785!) ungemein befördert. Unsre Großen suchen den Stein der Weisen, um unsterblich zu werden, und erhoffen von den Geheimnissen der Alchimie die Mittel zur Befriedigung ihrer Neigungen.«

Geändert von perfidulo (15.05.2008 um 09:55 Uhr).
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Alt 14.05.2008, 12:21   #114
Acolina
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Ja, der Spruch von Einstein fällt mir auch immer ein, wenn ich so'n Esozeugs lese ...

Es sind, Schechina, btw Pythagoreer ... nach dem guten alten Pythagoras. Auf ihn berufen sich zwar diverse esoterische Richtungen, bloß sind von Pythagoras keine authentischen Schriften überliefert. Was heute als pythagoreische Quellen angeführt wird, ist mehr als ein halbes Jahrtausend nach Pythagoras Tod entstanden. Schon in der Antike hat man sich darüber gestritten, was nun Pythagoras wirklich gesagt hat. Die Legendenbildung schon damals war enorm.

Pythagoreer oder auch Ägypter waren keine Knallköpfe. Sie wussten Vieles einfach nicht besser, Wissenschaft steckte noch in den Kinderschuhen. Theosophie, die sich daraus entwickelnde Ariosophie und Anthroposophie, sind hingegen schon ziemlich knallköpfisch, da z.B. rassistisch & Co. Zu der Zeit hätte man es durchaus schon besser wissen können ... Auf alle Fälle sind es religiöse Glaubensysteme, das meiste Zeugs, dass sie erzählen, ist halt Glauben, Ausgedachtes, das sie als wahr behaupten, ohne dies je belegt zu haben. Das eben, was ich so lieb Hirngespinste nenne. Nix gegen Hirngespinste, die können schön und faszinierend sein, haben nur eben erst mal nix mit Realität zu tun.

Ähm und weil Scientologen auch von "esoterischer Schwingung" faseln, muss jetzt was dran sein? Das ist ja mal 'n Argument ... Oh mann ...


P.S. Jupp, perfidulo, schön erklärt. Man sieht es auch heutzutage schön, so wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse des 19. Jhdts von einigen esoterisch umgedeutet wurden, verfahren gleiche "Esoteriker" heute mit der Quantenphysik, der sie dann Erklärungen und Belege für ihre Aussagen andichten (siehe z.B. "What the bleep do we know?!").
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 15.05.2008, 00:13   #115
Schechina
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Hallo Acolina!

Zitat:
Es sind, Schechina, btw Pythagoreer ... nach dem guten alten Pythagoras. Auf ihn berufen sich zwar diverse esoterische Richtungen, bloß sind von Pythagoras keine authentischen Schriften überliefert. Was heute als pythagoreische Quellen angeführt wird, ist mehr als ein halbes Jahrtausend nach Pythagoras Tod entstanden. Schon in der Antike hat man sich darüber gestritten, was nun Pythagoras wirklich gesagt hat. Die Legendenbildung schon damals war enorm.
Bei allen Hochkulturen gab es die mündliche Überlieferung nur für bestimmte Menschen. Aber er hat nachweislich gelebt und ist durch seine mathematischen Erkenntnisse berühmt geworden.
Was mußt du dann erst vom Koran und der Bibel halten? Gott sei Dank gibt es immer kluge Köpfe die ihrer Zeit weit voraus sind wie Phytagoras.

http://www.bnro.de/~fosros01/mathe/m...hythagoras.htm

Pythagoras von Samos, bekannt vor allem durch den nach ihm benannten Flächensatz im rechtwinkligen Dreieck, wurde um 580 v.Chr. in Samos geboren und starb um 500 v.Chr. in Metapont (Unteritalien). Gesicherte Erkenntnisse über das Leben des Pythagoras gibt es nicht. Was man über ihn weiß, stammt aus Lebensbeschreibungen, die zum Teil erst im 3./4. Jh. n.Chr. verfasst wurden.

So soll er als Jüngling auf einer seiner vielen Reisen in Ägypten zum Priester ausgebildet worden und 525 v.Chr. bei der Eroberung Ägyptens durch Kambyses in babylonische Gefangenschaft geraten sein. Von dort soll er auf dem Weg über Persepolis und Indien in seine Heimat Samos zurückgekehrt sein, diese aber sehr bald wieder verlassen haben. Von dieser Irrfahrt ist lediglich der Aufenthalt in Ägypten gesichert. Älter geworden, ging Pythagoras nach Unteritalien, wo zu seiner Zeit das Zentrum hellenistischer Kultur und Bildung lag. In Kroton gründete Pythagoras einen Geheimbund mit großem politischen Einfluss. Dieser Bund vertrat die Auffassung, dass es auf dem Weg zur Erleuchtung notwendig sei, sich mit den Geheimnissen der Zahlen zu beschäftigen. Bei der Beschäftigung mit den Verhältnissen ganzer positiver Zahlen untereinander ist Pythagoras wahrscheinlich auf den nach ihm benannten Satz gestoßen. Die Leistungen der Pythagoreer (und zum großen Teil wohl von Pythagoras selbst) lagen auf dem Gebiet der Zahlentheorie.
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Alt 15.05.2008, 09:59   #116
perfidulo
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Ich habe nicht den Eindruck, daß sich das Kybalion vordergründig mit zahlentheorie befaßt.
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Alt 15.05.2008, 10:10   #117
Schechina
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ich habe nicht den Eindruck, daß sich das Kybalion vordergründig mit zahlentheorie befaßt.
Hallo Perfidulo!

Nein vordergründig nicht, aber wenn man sich mit dem zweiten Prinzip, dem Prinzip der Entsprechungen beschäftigt dann schon.
Ist ja auch eine Disziplin der Kabbala, Phythagoras sagte das ganze Universum ist auf Zahlen aufgebaut, Gott wird daher auch als der große Baumeister bezeichnet zb. bei den Freimaurern.
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Alt 15.05.2008, 10:24   #118
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Zitat:
Zitat von Schechina Beitrag anzeigen
Phythagoras sagte das ganze Universum ist auf Zahlen aufgebaut,
Ja, ja und damit haben die Pythagoräer die Digitaltechnik gekannt.

Sind ja alles nur Zahlen: 0 und 1 - Ja / Nein also das polare Prinzip.

Und der Geist ist wie eine Festplatte aufgebaut.

Ich sollte wirklich mal eine Geheimlehre auf den Markt bringen.
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Alt 15.05.2008, 10:40   #119
Schechina
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Hallo perfidulo!

Zitat:
Ja, ja und damit haben die Pythagoräer die Digitaltechnik gekannt.

Sind ja alles nur Zahlen: 0 und 1 - Ja / Nein also das polare Prinzip.

Und der Geist ist wie eine Festplatte aufgebaut.

Ich sollte wirklich mal eine Geheimlehre auf den Markt bringen.
Das wäre nicht schlecht, aber welches Geheimnis kennst du?
LG. Schech
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Alt 15.05.2008, 12:01   #120
Acolina
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Zitat:
Zitat von Schechina Beitrag anzeigen
Bei allen Hochkulturen gab es die mündliche Überlieferung nur für bestimmte Menschen. Aber er hat nachweislich gelebt und ist durch seine mathematischen Erkenntnisse berühmt geworden.
Sicher gab es das, nicht nur bei allen Hochkulturen. Nur mündliche Überlieferungen sind problematisch (Stichwort "Stille Post"), selbst, wenn wir davon ausgehen, dass man zu der Zeit geübter im mündlichen Überliefern war und viele bedacht, möglichst exakt zu überliefern, bleibt genügend Raum für Missverständnisse, Fehler, Veränderungen...

Pythagoras gilt z.B. als "Erfinder" des "Satzes des Pythagoras", heute weiß man aber, dass der schon hunderte Jahre vor ihm den Babyloniern bekannt war (siehe z.B. die Bücher von Burkert oder Zhmud zu Pythagoras, stehen hier irgendwo, ich such bei Bedarf gern die Titel raus). Wie ich schon schrieb, selbst in der Antike war die Legendenbildung um Pythagoras schon groß und selbst damals stritt man schon darum, was wirklich von ihm stammt und was nicht.

Die Inhalte solcher Überlieferungen sind sicher interessante Einblicke in das Weltbild der Menschen damals, was sie dachten und sie bewegte. Aber das darin Beschriebene, vorgebrachte Ideen und Thesen entsprechen eben auch dem damaligen Wissensstand. Und all das muss nichts mit einem treffenden Abbild der Realität zu tun haben

Zitat:
Zitat von Schechina Beitrag anzeigen
Was mußt du dann erst vom Koran und der Bibel halten? Gott sei Dank gibt es immer kluge Köpfe die ihrer Zeit weit voraus sind wie Phytagoras.
Nun, im Verhältnis zu Pythagoras wurden Bibel und Koran sehr zeitnah aufgezeichnet, da liegt kein halbes Jahrtausend dazwischen. Aber auch was diese beiden Überlieferungen angeht, denke ich das gleiche wie oben schon gesagt: Interessante Einblicke in das Weltbild der Menschen damals.

Natürlich gab und gibt es immer Menschen, die ihrer Zeit voraus waren/sind, aber dass sie ihrer Zeit voraus waren, muss nicht heißen, dass sie auch unserer Zeit voraus sind Es gab jedoch auch schon vor hunderten, tausenden Jahren (soweit man den Überlieferungen trauen kann) Menschen, die selbst aus unserer Sicht sehr modern, sehr vernünftig und auch bereits wissenschaftlich dachten, humanistische Ansichten und Toleranz pflegten usw. - keine Frage.

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ich habe nicht den Eindruck, daß sich das Kybalion vordergründig mit zahlentheorie befaßt.
Laut einigen Quellen gibt es auch zwei Richtungen innerhalb der Pythagoreer, die "Akusmatiker", die eher in die Richtung Geisteswissenschaften, Religion, Philosophie, Politik, Verhaltensregeln, Lebensführung usw. gingen und die "Mathematiker", die sich mit der "Mathemata", schriftlich festgehaltenen Lehrsätzen, Empirie, Mathematik, Astronomie usw. beschäftigten, also man könnte sagen, frühe mathematisch-naturwissenschaftliche Forschung betrieben.

Das Kybalion hat ja auch nicht direkt was mit Pythagoras zu tun, geht inhaltlich auf die Hermes Trismegistos zugeschriebene "Tabula Smaragdina" zurück. Es ist allerdings iirc bis heute ungeklärt, ob Letztere nicht eher aus dem Mittelalter stammt. Auf alle Fälle war es die Standardliteratur der Alchemisten Frühe Versuche, Naturgesetze zu erkennen und zu beschreiben ...

Grundlage des Kybalion ist die Annahme, dass das All geistiger Natur ist, dass Geist Materie hervorbringt, Materie durch "Verdichtung von Geist" entsteht. Grob gesagt. Die Autoren waren also Anhänger des Idealismus
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