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Alt 16.06.2018, 12:15   #1
basti_79
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Standard Asylblabla

Das ist so degeneriert, dass ich kaum Worte finde außer: "macht doch mal anders, ne?!"

Also, derzeit ist der projizierte Bohei, dass CDU und CSU sich voneinander lösen wollten. CDU/CSU ist ein Unikum. Bayern hat seine eigene CDU. Damit alles weitergehen kann wie bisher, dürfen CDU und CSU als eine Partei antreten. Das hat historische Gründe: Der Bundestag setzt sich aus Landesabgeordneten zusammen. Wenn 45 Arschlöcher aus Bayern kommen, spielt es keine Rolle mehr, dass 250 Arschlöcher nicht aus Bayern kommen. Man kann ja einfach weitermachen wie bisher.

Inzwischen versucht die AfD, CDU und CSU zu spalten, indem jetzt der Innenminister (!) anstatt der Kanzlerin dafür verantwortlich gemacht wird, die Grenzen geöffnet/den Untergang des Abendlandes verursacht/nicht weiter wie bisher gemacht zu haben. Deswegen auch die Wirtschaftsflüchtlinge.

Dass die Distanz zur Realität inzwischen maximal ist, kümmert halt niemanden mehr. Braucht auch nicht, die Anordnung ist ja "weiter wie bisher".

Dass es nichts bringen würde, zwei Parteien zu spalten, deren Ziele ohnehin deckungsgleich sind, dass es sich also bestenfalls um eine ausgedehnte Personalrochade handelt, nicht aber um Politik, gehört zum Konzept. Die AfD kann nur gewinnen, wenn alles weitergeht wie bisher. Darum muss auch immer alles weitergehen wie bisher.

Und: Warteschlange beim Bäcker!
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Alt 16.06.2018, 19:21   #2
perfidulo
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Das ist wieder mal geistiger Dünnschiss, der als tiefe Gedanken verkauft werden.
Wenn es mit der CSU endlich Schluss wäre, würde das kaum jemand stören. Man muss sich lediglich fragen, warum kluge Menschen in Bayern (inklusive Ökobauern) diesem Verein die Stange halten.


Aber das fragt man sich ja bei der SPD auch, obwohl die nicht so klug sind. Das Kernproblem ist diese Vasallentreue, die durch PDS nach links, und AfD nach rechts aufgebrochen wurde.


So etwas bräuchten wir in der sogenannten "Mitte", z.B. die ÖDP.
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Alt 18.06.2018, 14:47   #3
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Wenn es mit der CSU endlich Schluss wäre, würde das kaum jemand stören. Man muss sich lediglich fragen, warum kluge Menschen in Bayern (inklusive Ökobauern) diesem Verein die Stange halten.
Bei allem Respekt: Es scheint nicht so, als wäre der Fortbestand der CSU bedroht.

Stattdessen blubbert man überall vom Ende der "Union", d.h. von einem weiteren bayrischen Sonderweg. Dass die Kanzlerin dazu verpflichtet ist, und letztendlich die Möglichkeit hat ("Bundeszwang"), die Einigkeit im Bund zu wahren, und demzufolge u.A. bayrische Sonderwege bei der Frage der Asylpolitik unterbinden müsste, gehört wohl zu den Geheimnissen der Macht, von denen so oft die Rede ist.

Bayern folgen der CSU, weil Leute wie der Seehofer sogar so weit gehen, die Einigkeit des Bundes in Frage zu stellen, wo es um elementare Fragen wie die der Xenophobie und der legalen Menschenverachtung geht.

Zitat:
Aber das fragt man sich ja bei der SPD auch, obwohl die nicht so klug sind.
Also, bei den GroKo-Parteien wundert mich, ehrlichgesagt, nichts mehr. Das Phänomen "GroKo" bedarf keiner Erklärung, meiner Meinung nach.

Zitat:
Das Kernproblem ist diese Vasallentreue, die durch PDS nach links, und AfD nach rechts aufgebrochen wurde.
Da wurde überhaupt nichts "aufgebrochen". Die LINKE und die AfD bieten das an, was viele Leute wollen: alten Wein in neuen Schläuchen und politischen Stillstand. Deswegen haben die jetzt "den Parteien der Mitte" einige Wähler abluchsen können.

P.S.: Dass alles weitergehen kann und muss wie bisher, erkennt man auch daran, dass die GroKo ihre Mehrheit verloren hat. Das heißt nichts anderes, als dass jetzt der Notstand ausgerufen werden muss, damit die GroKo noch weiterregieren kann. Das erspart einem auch unangenehme Rückfragen.
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