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Alt 06.09.2018, 13:49   #31
Venkman
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Fein zurückgerudert!
Nein, nur für dich verständlich erklärt!
__________________
"Alles, was wir hören, ist eine Meinung, keine Tatsache. Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit."
- Marcus Aurelius -
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Alt 07.09.2018, 19:15   #32
perfidulo
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Standard Wie ticken deutsche Journalisten

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Du unterstellst nach wie vor, dass die Journalisten daran interessiert wären, die Wahrheit zu verbreiten.
Immerhin hat jetzt jemand untersucht, wie die Journalisten so ticken
Jay Rosen: Brief an die deutschen Journalisten

Zitat:
Wie tickt die Presse in diesem Land? Anders als in meiner Heimat, den Vereinigten Staaten? Was tun gegen „Fake News“? Dazu habe ich 53 Publizisten befragt. Ihr Selbstverständnis ergibt ein spannendes Bild.



Ein Gastbeitrag.




Auf Einladung der Robert Bosch Stiftung habe ich mich drei Monate in Deutschland aufgehalten und in dieser Zeit mit vielen von Ihnen gesprochen. Heute nun möchte ich berichten, was ich über den deutschen Journalismus und seine gegenwärtige Lage herausgefunden habe.
In meinem Forschungsprojekt ging es um die Frage, wie das berufliche Selbstverständnis der deutschen Journalisten aussieht und inwieweit es sich von dem ihrer amerikanischen Kollegen unterscheidet. Aber auch um die Frage, welche Vorstellungen die deutsche Öffentlichkeit von den Aufgaben einer freien Presse hat.

Jetzt kann man vergleichen, ob meine "Unterstellungen" halbwegs zutreffend sind, oder ob die Journalisten alles gekaufte Strolche und Handlanger des Kapitals sind.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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Alt 07.09.2018, 22:29   #33
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Jetzt kann man vergleichen, ob meine "Unterstellungen" halbwegs zutreffend sind, oder ob die Journalisten alles gekaufte Strolche und Handlanger des Kapitals sind.
Äh... Nein, kann man nicht. Man kann nur nachlesen, was ein Journalist von anderen Journalisten hält, bzw. was er über sie geschrieben hat. Wie die Journalisten wirklich "ticken", lässt sich so nicht herausfinden. Wieder einmal beweist sich aber die beinahe übernatürliche Anziehungskraft von sozialen Prozessen und deren textlicher Verarbeitung - gegenüber z.B. naturwissenschaftlichen Fragen.

Die Tendenz ist deutlich erkennbar. Nicht nur, dass der Journalist vorgibt, sich "ganz besonders für Institutionen" zu interessieren, als lebende Beispiele für "eingefrorenes Denken" (da ist er wohl selber ein ganz gutes Beispiel für), er ergeht sich auch in Plattitüden:

Zitat:
Deutsche Journalisten betrachten es als ihre Aufgabe, für die Rechte von Minderheiten einzutreten und zu verhindern, dass Links- oder Rechtsextreme den öffentlichen Raum kapern.


Sieht man z.B. an der wohlwollenden Berichterstattung über Schulverweigerer, Arbeitslose und Transsexuelle. Oder an der herben Kritik, die Juristen und Beamten immer wieder einstecken müssen, wenn sie Kriminelle decken oder sogar noch fördern. Immerhin konnten sie die Banken schützen.

Zitat:
Man dürfe [als Journalist] eine Haltung haben, aber man solle cool bleiben und nicht laut werden.
Richtig ist wohl eher, dass "coole, leise" Texte als akzeptabel gelten, Kritik aber von Rezipienten zuverlässig als "emotional bestimmt, laut, aufdringlich" wahrgenommen wird. In anderen Worten: genau so zementiert man Denkvorgänge. Der Typ sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Zitat:
Während der Flüchtlingskrise 2015 engag[...]Köln[...]AfD[...]
Hat der nicht noch weiter oben geschrieben, man dürfe sich nicht mit einer Sache gemein machen? Ist dieser Abschnitt nicht emotional, nicht von der Agenda von AfD und PEGIDA geprägt?

Zitat:
Viele meiner Gesprächspartner waren etwa der Ansicht, dass die Hauptstadtjournalisten ein allzu enges Verhältnis zu den politischen Akteuren haben.
Und das merkt der Typ erst, als es zu rassistischen Ausschreitungen kommt, die die Presse sich selber gewünscht hat? Das kann man schon daran erkennen, dass Kritik am Merkel-Regime in den Medien unterdrückt wird, wenn sie denn nicht rassistisch ist.

Zitat:
Ihre Tätigkeit besteht zu einem nicht geringen Teil darin, über die Manöver herrschender Eliten zu berichten. Je mehr das Vertrauen in diese Eliten schwindet, desto veralteter und abgehobener erscheint diese Art des Journalismus.
Blödsinn. Die "herrschenden Eliten" regieren seit 70 Jahren aus ihrem Elfenbeinturm heraus über die Köpfe der Menschen hinweg. Vorher hat bloß niemand die Journaille dafür kritisiert, dass sie den Dreck, den die Bonzen von sich geben, ungefiltert in die Öffentlichkeit blasen.

Da gibt es ein gutes Beispiel für: seit gefühlt Ewigkeiten wird im Zusammenhang mit der "Tagesschau" von der Börse berichtet. Warum? Und warum kritisiert das kaum jemand?

Der Text gibt allerhöchstens darüber Aufschluss, was ein Gehirngewaschener aus den USA über deutschen Journalismus denkt, und was der sich für die Zukunft wünscht. Abseits der Tatsache, dass die letzten zwei Drittel AfDCDUSPDFDPGrüne-Propaganda sind, lässt sich auch keine nützliche Information entnehmen. Es ist nicht von Belang, was Journalisten vorhaben, denken zu tun, oder wie jemand deren Tätigkeit sehen möchte. Es kommt darauf an, was sie tatsächlich tun. Und das ist natürlich beinahe immer Rotz - wie bei allen anderen Dingen auch.

https://en.wikipedia.org/wiki/Sturgeon%27s_law
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 09.09.2018, 09:50   #34
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Der Text gibt allerhöchstens darüber Aufschluss, was ein Gehirngewaschener aus den USA über deutschen Journalismus denkt, und was der sich für die Zukunft wünscht.
Vom Wutbürger unterscheidest du dich auch nur, was die Themen betrifft, ansonsten, sind dein Texte ebenso hasserfüllt und voller Frustration, was sie meist unlesbar macht.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Es ist nicht von Belang,
Mein Eindruck ist, dass du den Text überhaupt nicht verstanden hast.
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
Lupo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2018, 18:53   #35
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Vom Wutbürger unterscheidest du dich auch nur, was die Themen betrifft, ansonsten, sind dein Texte ebenso hasserfüllt und voller Frustration, was sie meist unlesbar macht.
Ich gebe gerne zu, dass ich Reaktionäre wie diesen Schreiberling hasse, und dass ich frustriert bin, dass sich knapp 70 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik immer noch nichts tut.

Zitat:
Mein Eindruck ist, dass du den Text überhaupt nicht verstanden hast.
Echt? Mein Eindruck ist, dass da nichts von Wert steht.

Nehmen wir nur einmal seine "fünf Säulen":
  1. Pressefreiheit (Säulen 1 und 2): Ist weder hier noch dort absolut, wird weder hier noch dort ausgeübt, ungefähr 99,9% der Gedanken, die man in "der Presse" liest, sind Wiederholungen der Gedanken von Beamten, Narzissten und Bonzen. Wohlgemerkt "in der Presse", also in Zeitungen im engeren Sinne des Wortes. Es gibt Publikationen, in denen liest man auch andere Gedanken, aber das sind dann Dinger wie z.B. Kunstmagazine, die sich um Politik einen feuchten Dreck scheren.
  2. Privater vs. staatlicher Rundfunk (3): Eindeutig libertäres Gedankengut. In anderen Worten: Tea-Party-Gesabbel. Den Staatsfunk "dezentral organisiert" zu nennen, halte ich für absolut realitätsfern. 16 Zentralbehörden machen noch keine Dezentralisierung. Der HR überträgt Helene-Fischer-Konzerte vom Hessentag, aber keine Tunnelraves.
  3. Minderheitenrecht (4): guter Witz. Wie oben schon angedeutet, Minderheiten werden genau dann geschützt, wenn sie sich profitabel medial ausbeuten lassen. Metal-Hörer z.B., Transsexuelle, Rampensäue und Leute, die sich für nichts zu schade sind, lassen sich kompatibel vermarkten. SGB-II-Leistungsempfänger, schwer oder chronisch Kranke schon schwerer, und bei Kriminellen, Schulverweigerern, Immigranten oder Sekten hört's dann auf. Außerdem fängt er da von der Hufeisentheorie an.
  4. Objektivität (5): "Objektiv" ist die Presse genau dann, wenn sie sich verkaufen lässt. "Betriebswirtschaftliche Grundsätze" nennt man das. Andere Faktoren, wie etwa Ethik, Politik (im engeren Sinne, also alles, außer die Parolen der Zentralregierung herunterzubeten), Schutz der Betroffenen oder auch nur logische Konsistenz spielen kaum eine Rolle.

Zitat:
Man solle Distanz wahren. Nur so schaffe man es, dass die Zuschauer einem vertrauen.
Offensichtlich nicht. Der Prozess ist umgekehrt: der Journalist erzählt etwas vom Pferd, danach beruft er sich darauf, das geschriebene sei immerhin "distanziert", danach kündigt das Publikum das Vertrauen auf, und in einer Variante des Zielscheibenfehlers wird dann versucht, die Distanz noch zu erhöhen. Da Distanz bekanntlich Vertrauen schafft.

Nach unterstützenden Tatsachen für diese Behauptung sucht man vergebens. Man kann suchen, aber es zeigt sich halt, dass die Behauptung Schwachsinn ist. Mal ein paar Beispiele:
  1. Bundespressekonferenz
  2. Perfidulos Lieblingsthema: die ökologische Bewegung. Presseberichterstattung oszilliert seit Jahrzehnten zwischen Arschkriecherei gegenüber einer der Parteien und bemüht inhaltsleerem Geschreibsel. Folgen: keine. Irgendwann wurden die AKW's abgestellt, seitdem holzen bloß noch die NIMBYs gegen WKA's, und das nächste "Ziel" ist Glyphosat.
  3. Emanzipation: diverse Periodika, ungebrochene Berichterstattung. Erfolge nahe 0. Nachdem Frauen "arbeiten durften", d.h. für das Kapital nutzbar gemacht wurden, erstarrte die Bewegung. Stattdessen Themenwechsel: jetzt muss es um die Emanzipation von Homosexuellen gehen.
  4. Postkolonialismus: Es ist seit Jahrzehnten geläufig, dass "der Westen" auf Kosten des Rests der Welt lebt. Journalismus dazu sparsam bis manchmal touristisch-romantisch verklärt. Keine Veränderungen merklich. Variante "China": nachdem dort der Kapitalismus eingeführt wurde, befindet man sich z.B. in Ostafrika auf einmal in Konkurrenz!
  5. Bildung: Andauernde Hysterie. Lehrerforderungen werden veröffentlicht, Schüler dürfen ihre eigenen Zeitungen machen, und dort davon berichten, warum alles weitergehen muss wie bisher und wie man dergleichen bejubeln würde (erinnern wir uns: keine Einmischung der Regierung! Minderheitenschutz!)
  6. strukturelle Gewalt: Nach wie vor ein Tabuthema. "Whistleblower" werden belohnt, wenn sie Produkte oder Images verbessern, nicht, wenn sie Menschen schützen. Wer erkennt, dass das System aus Konkurrenz und struktureller Gewalt besteht, darf kein Journalist sein, jedenfalls keiner, der gelesen wird.

Zitat:
Während der Flüchtlingskrise 2015 engagierte sich die Presse, gemeinsam mit vielen anderen Kräften in Deutschland, für die „Willkommenskultur“.
Das ist so hahnebüchen wie geframed. Zuerst einmal gab es nie eine "Flüchtlingskrise". Es gibt eine Nazikrise, und die gibt es seit 1949. Die Presse hat auch von Anfang an (sogar schon weit vor 2015) die Themen der Nazis durchgenudelt. Es gibt auch keine Willkommenskultur, jedenfalls nicht in Deutschland. Und im Übrigen hatte man diese Diskussion schon öfter, anscheinend jedoch, ohne dass ein bezahlter Journalist sich daran oder an das Ergebnis erinnert hätte.

Zitat:
Das war nicht verwerflich, sagten meine Gesprächspartner, aber allzu oft hätten Journalisten nicht kritisch gefragt, wie die Flüchtlingspolitik denn funktionieren werde, mit welchen Risiken sie einhergehe, worauf die Entscheidungen der Bundeskanzlerin beruhten – und auch, wie in den Medien darüber berichtet wurde.
Kein Wunder. Es konnte ja keiner ahnen, dass die Behörden von Nazis unterwandert sind, oder dass Journalisten oft denken wie Goebbels. Die Diskussion darüber, welche Risiken mit den Hetzkampagnen der Journalisten verbunden wären, muss man geradezu als vorbildlich bezeichnen.

</ironie>

Was noch dazu kommt: die Bundeskanzlerin hat in diesem Zusammenhang überhaupt nichts entschieden. Außer, dass man die Türkei beim Aufbau einer stark gesicherten Grenze nach Syrien unterstützt, und vorher, dass man Griechenland ausbeutet, so dass man ihnen jetzt den Geldhahn vollends zudrehen kann und am Elend in den Lagern rumnölen kann. Und dass man Leute im Mittelmeer ersaufen lassen sollte.

Zitat:
Und dann passierte Köln.
Ja, in den Köpfen derjenigen, die man mit Angst kontrollieren kann. Und wieder hat die Hetze dominiert. Trotz fünfsäuligem Freimarkt-Journalismus... Nachtijall, ick hör der trappsen...

Zitat:
Journalisten haben mir berichtet, dass es nach Köln ein „Umdenken“ gab [...]
Ja, sicher. Nachdem die "Gutmenschen" aus den Redaktionen vertrieben wurden, denkt man jetzt viel mehr darüber nach, wie man die Agenda der Nazis möglichst subtil verpackt, so dass die Nazis sich "in die rechte Ecke gestellt fühlen" können, wenn man anmerkt, dass es auch noch andere Probleme gibt.

Zitat:
Viele meiner Gesprächspartner waren etwa der Ansicht, dass die Hauptstadtjournalisten ein allzu enges Verhältnis zu den politischen Akteuren haben.
Da musste ich tatsächlich schmunzeln. Ist denen das selber aufgefallen, oder haben sie das irgendwo gelesen? Wie war das doch gleich mit der Staatsferne des Journalismus?

Zitat:
Journalisten haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der öffentliche Raum nicht von Links- oder Rechtextremen gekapert wird.
Klar. Wenn man sich selber anmaßt, zu definieren, was links wäre und was rechts, bzw. was man jeweils davon zu halten hätte, kann man Journalisten zu einer Art Gedankenpolizei umdeklarieren. Man kann sich auch alles hindrehen, so, dass es einem danach passt.

Ironiefrei formuliert: Gerade das ist nicht die Aufgabe von Journalisten.

Wenn sie etwas gegen die Anwesenheit von "Extremisten" haben, sollten sie dafür sorgen, dass diese sich als solche entlarven, anstatt sich Aufgaben anzumaßen, die Äußerstenfalls dem Staat zustehen. Das Argument wird übrigens äußerst gerne umgekehrt in Bezug auf die AfD geführt, wenn der Bericht vom Landesparteitag mal wieder länger wurde als nötig...

Zitat:
Überall wird es schwieriger, die Öffentlichkeit zu informieren. Das hat zahlreiche Gründe.
...und keiner davon scheint den Kern der Sache zu treffen. Außerdem wird unterstellt, nur Journalisten würden "die Öffentlichkeit informieren". Wir beobachten im Grunde, wie viele Aufgaben, die früher Journalisten übernommen hatten, inzwischen von "Internetnutzern" übernommen werden, d.h. von meistens nicht in größeren Strukturen organisierten Bürgern. An der Stelle sollte man auch neue Formen wie z.B. 4chan/Anonymous erwähnen.

So weit zu gehen, das im Sinne des Marxismus zu lesen ("Produktionsmittel in privater Hand"), traut sich übrigens kaum jemand.

Zitat:
Journalisten waren früher Gatekeeper in Sachen Berichterstattung und Information.
Ja, ich erinnere mich noch genau an diese Zeit. Als man Geld in die Hand nehmen musste, um an Informationen zu gelangen. Und als Recherche quasi unmöglich war, weil es noch keine Suchmaschinen gab. Als die Regierung jeden Scheiß erzählen konnte, und die Leute ihr glauben mussten, weil Kritik genauso streng kontrolliert wurde wie die Berichterstattung selber.

Seltsamerweise gab es damals auch schon Verschwörungstheorien, Spinnerei, Esos und Nazis in den Medien.

Zitat:
Heute sind sie nur noch eine Quelle unter vielen. Ihre Tätigkeit besteht zu einem nicht geringen Teil darin, über die Manöver herrschender Eliten zu berichten.
Ja, und? Das ist ja auch ihre Funktion.

Zitat:
Je mehr das Vertrauen in diese Eliten schwindet, desto veralteter und abgehobener erscheint diese Art des Journalismus.
Das kann man nur als Hinweis auf Inkompetenz lesen. Gute Journalisten können die Eliten kritisieren und kein bisschen veraltet und abgehoben erscheinen. Reiche Journalisten kritisieren die Eliten nicht, und wirken deswegen veraltet und abgehoben.

Zitat:
Dank sozialer Medien können Gleichgesinnte viel müheloser miteinander in Kontakt treten, Informationen austauschen und sich in ihrer Abwehr unwillkommener Fakten bestärken.
Sie können aber auch, wie wir hier im Forum, Methoden entwickeln, sich in einer "ungewissen Welt" der Wahrheit anzunähern.

Die "Tips für Journalisten" sind natürlich braun, aber inhaltlich ganz passabel.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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