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Rund um Naturwissenschaft Neue Technologien, Physik, Chemie, Neue Energien, Tesla & Co ...

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Alt 19.03.2005, 19:24   #1
Man1axX
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Registriert seit: 13.01.2005
Beiträge: 194
Standard paralleluniversen + Zeitreisen

Ich hab hier einen Text von spiegel wollte es euch hier mal reinschreiben. Es ist Lang, aber ich mach mir die mühe mal.. ma schaun was ihr davon haellt.


Spiegel: Herr Deutsch, Sie behaupten, unser Universum sei nur eines von vielen.

Deutsch: Von sehrm sehr vielen sogar. Alles, was physikalisch möglich ist, geschieht in mindenstens einem dieser Universen.

Spiegel: Das hei0t, es gibt auch ein Universum, in dem Saddam Husein glücklich mit Laura Bush verheiratet ist?

Deutsch: Wenn wir die Quantentheorie ernst nehmen, ja-wenngleich diese Ehe vermutlich nur in einer winzigen Zahl von Universen geschlossen wurde.

Spiegel: Und andernorts haben die Dinosaurier überlebt und grübeln nun an Stelle von uns über die Gesetze der Physik?

Deutsch: Ja, absolut.

Spiegel: Könnte auch in unserer Welt plötzlich ein Dino durchs Fenster gucken?

Deutsch: Theoretisch sogar das - allerdings nur mit einer astronomisch geringen Wahrscheinlichkeit.

Spiegel: Dann muessten die Dinos ja 65 Millionen jahre lang überlebt haben...

Deutsch: ...Ohne bemerkt zu werden? Nun, ein Dino könnte ja auch spontan ins Leben gerufen worden sein, plötzlich dem Boden entstiegen. Es gibt schließlich einen physikalischen Prozess, der Dinosaurier in Erde verwandelt - also muss auch die Umkehrung möglich sein. Aber das ist natürlich astronomisch unwahrscheinlich- wobei der Begriff "astronomisch" noch viel zu schwach ist, um auszudrücken, wie unwahrscheinlich es ist.

Spiegel: Aver Universen mit eckigen Atomen und durchsichtigen Planeten, die wenigstens gibt es nicht, oder?

Deutsch: Nein. Die Naturgesetzte gelten in allen Universen. Die Masse des Elektrons ist in allen Universen gleich. Auch einen Urknall gab es überall.

Spiegel: Die Vorstellung all dieser unendlich vielen Universen ist ja zweifellos faszinierend. Aber sie klingt ehr nach Science-Fiction. Sind Sie wirklich überzeugt, dass Dino-wächst-aus-dem-erdboden-Universen, diese Hussein-heiratet-Laura-Bush-Universen, dass die genauso real sind wie dasjenig, in dem wir hier sitzen und uns unterhallten?

Deutsch: Absolut. Die Physik sagt es uns.

Spiegel: Aber sehen können wir all diese Universen nicht?

Deutsch: Zumindest nicht direkt.

Spiegel: Wie können Sie dann so sicher sein, dass es sie gibt?

Deutsch: Dass wir etwas, das wir nicht sehen können, für real halten, ist ja gar nichts Ungewöhnliches. Wir können auch keine schwarzen Löcher und keine Atome und Quarts sehen, und doch sind wir überzeugt, dass es sie gibt. Das entscheidende ist: Die Multiversumstheorie ist die beste Erklährung der Welt, die wir haben.

Spiegel: Welche experimentelle Beweise gibt es denn dafür?

Deutsch: Jetzt kommen wir zudem, was ich den größten Skandal der Physik des 20, jahrhunders bezeichne. Bei der Quantentheorie verzichteten die Physiker nämlich, anders als bei den allen anderen physikalischen Theorien, völlig darauf, sie als eine wahre Beschreibung der Welt zu betrachten. Sie stellen nur die Frage nach der experimentellen Testbarkeit und reden dann von der "Interpretation" der Quantentheorie. Das ist ein fundementaler Fehler! Er hat die Physik sehr lange aufgehalten und viel Sand ins Getriebe der Wissenschaftsphilosophie gestreut.

Spiegel: Ist "Skandal" nicht trotzdem ein wenig hochgegriffen?

Deutsch: Überhaupt nicht. Die unlogische Trennung von experimenteller Testbarkeit und Erklährung ist genau das, was die Inquistion von Galileo zu erzwingen suchte: Sie wäre bereit gewesen, die praktischen Auswirkungen seines heliozentrischen Weltbildes zu akzeptieren, wenn er nur drauf verzichtet hätte zu behaupten, dass die Erde wirklich um die SOnne kreist. Wenn man derart die Verbindung zur Wirklichkeit leugnet, erfährt man auch nichts über die Wirklichkeit.

Spiegel: Wenn die Menschen die Wirklichkeit des Multiuniversums akzeptieren würden, würde das irgendetwas praktisches ändern?

Deutsch: Aber ja! Das Leugnen der physikalischen Wirklichkeit hat dern Fortschritt schwerstens behindert. Die von mir gefundene Theorie des Quantencomputers hätte 30 bis 50 Jahre früher entdeckt werden können. Außerdem halte ich es für fatal, dass die Leute inzwischen glauben, die Naturwissenschaft könnte die Wirklichkeit nicht mehr beschreiben. Es ist ehrbar geworden anzunehmen, es gebe gar keine objektive Wirklichkeit. Un die größten Physiker verleihen dieser üblen Philosophie dann auch noch die Weihen der Wissenschaft.

Spiegel: Einer davon ist der Nobelpreisträger Steven Weinberg. Der spottet, er sei "zu beschäftigt, um sich mit Kram wie der Viele-Welten-Interpretation zu befassen":

Deutsch: Das ist schon richtig, die Viele-Welten-Theorie wird von nicht mehr als etwa 10% der Physiker vertreten. Die anderen 90% sind immer noch gefangen in dieser - ja, wie soll ich es nennen? - Verleugnung der Wahrheit ihrer eigenen Theoorie?

Spiegel: Aber warum sind sie Das? Vieleicht weil sie die Vorstellung dass da so verdammt viele Kopien von ihnen in all diesen vielen Universen herumlungern, allzu abenteuerlich finden?

Deutsch: So schwer ist diese Idee doch gar nicht zu begreifen, jedenfalls viel leichter als etwa die allgemeine Relativität. Ich glaube, dass jeder intuitiv eine Vorstellung davon hat, was die Parallele-Universen-Theorie bedeutet,zumindest sehr grob. Aber was meint einer, wenn er sagt, dass die Gleichzeitigkeit relativ ist und der Raum gekrümmt - ich glaube, sehr wenige Leute können das begreifen.

Spiegel: Nun haben Sie uns aber immer noch nicht esagt, welche Experimente die Existenz eines Multiuniversums beweisen.

Deutsch: Oh, im Grunde alle Interferenzexperimente.

Spiegel: Das müssten Sie uns genauer erklärhren.

Deutsch: Also, wenn Sie Licht durch ein winziges rundes Loch werfen, dann wird auf einem Schrim dahinter ein heller Fleck erscheinen, das Abbild des Lochs. Und wenn das Licht durch zwei Löcher fällt, entstehen zwei Flecken. Wenn sie nun aber die beide Löcher immer näher aneinander heranrücken, dann werden die Abbilder der Löcher irgendwann aufhören auszusehen wie Flecken, Stattdessen erscheint ein kompliziertes geometrisches Muster, das viel komplizierter als die Form der Löcher ist.

Spiegel: Sie reden von Interferenzmustern.

Deutsch: Richtig. Sie werden verursacht, weil das Licht das durch das eine Loch fällt, das Licht, das durchs Nachbarloch fällt, beeinflusst.

Spiegel: Und was soll jetzt das Multiversum beweisen?

Deutsch: Warten Sie. Stellen Sie sich nun vor, Sie schicken das Licht aus ihrer Lichtquelle durch so viele dunkele Filter, dass am Ende nur noch ein eigenes Photon pro Minute durch die Lochblende geht. Was passiert? Eigentlich würden Sie doch erwarten, dass diese Photon, das ja jetzt nicht mehr gestört werden kann durch etwaige Nachbar-Photonen, entweder auf dem Abbild des einen oder auf dem Abbild des anderen Lochs landet.

Spiegel: Sie meinen, die Interferenz müsste verschwinden?

Deutsch: Genau. Aber das Erschaunliche ist: Sie tut es nicht. Auch wenn nur ein einziges Photon durch unsere Lochblende fliegen, landet es auf einem Pltz, der dem komplexen Interferenzmuster entspricht. Was folgt daraus?
Offensichtlich muss doch, währed unser Photon durch das eine Loch geschossen ist, irgendetwas anderes durch das andere Loch gelangt sein, um mit unserem sichtbaren Photon zu interferieren.

Spiegel: Und was ist diese Etwas?

Deutsch: Nun, experimentell lässt sich nachweisen, dass sich diese Etwas exakt so verhält wie ein Photon. Zum Beispiel können wir ihm Spiegel in den Weg stellen und Linsen, irgendwelches optisches Gerät - Das Ding, das die Bahn unseres Ssichtbaren, messbaren Photons beeinflusst, wird sich benehmen, als wäre es selbst ein Photon.

Spiegel: Und sie meinen jetzt, jenes unsichtbare Photon, das das sichtbare aus der Bahn wirft, stammt aus einem anderen Universum?

Deutsch: Sie sagen es. Und damit haben Sie ihren experimentallen Beweis für die Existenz des Multiversums.

Spiegel: Und warum interferieren die beiden Universen ausgerechnet in dem Moment, in dem Sie Ihr Interferenzexperiment machen?

Deutsch: Sie tuns die ganze Zeit, nicht nurm wenn wir Experimente machen, Deshalb sind wir auch überall umgeben von indirekten Hinweisen auf parallele Universen. Nehmen Sie die Tatsache dass Materie fest ist. Wenn die klassische Physik wahr wäre und Atome wirklich nur in einem einzigen Universum existieren und einanander anzihenen würden, dann könnte man beweisen, dass es so etwas wie feste Materie gar nicht gibt. Es gäbe dann weder Ihren Stift noch Ihr Tonband, und Sie selbst gäbe es auch nicht. Jede menge Eigenschaften der Welt sind verursacht durch Quanteninterferenz, durch das Zusammenwirken vieler paralleler Universen.

Spiegel: Sie haben vorhin gesagt, Ihre Theorie des Quantencomputers verdankten Sie letztlich der Multiversumsidee. Gibt es sonst noch praktische Folgerungen aus der Viele-Welten-Theorie?

Deutsch: Zeitreisen zum Beispiel - Wobei die eher den theoretischen als den praktischen Anwendungen zuzurechnen sind. Allerdings wendet sich die Quantentheorie nur die Frage zu, was passieren würde, wenn wir eine zeitmaschine hätten. Vielleicht lautet die für einen laien interesantere Frage: Wie machen wir eine?

Spiegel: Also, verraten Sie es uns: Wie machen wir eine?

Deutsch: Das berührt ein komplett anderes Gebiet der Physik - das gehört ins Reich der allgemeinen Relativität. Einen Pfad in die Vergangenheit können wir nur bauen, wenn wir irgendeine brutale Unterbrechung der Raumzeit nutzen, Dazu müsste ein gelingen, ein schwarzes Loch in sehr schnelle Rotation zu versetzen.

Spiegel: Und das soll möglich sein?

Deutsch: Irgendwann vermutlich schon.

Spiegel: Aber was passiert, wenn Sie dann in die Vergangenheit reisen und etwas schaffen wie das Großvater-Paradox: Sie töten Ihren Großvater, noch bevor er Ihren Vater zeugen konnte?

Deutsch: Vergessen Sie nicht: Wer aus der Zeitmaschine heraustritt, betritt ein anderes Universum. Dort können sie verursachen, was sie wollen - es wird nicht das Universum sein, aus dem Sie stammen.

Spiegel: Das heißt also, der Mord an meinem Großvater hätte nur zur Folge, dass ich in diesem anderen Universum nie geboren würde.

Deutsch: Ja, richtig. Aber ich finde diese Mordgescichten verwirren das Ganze nur. Nehen wir an, Sie töten ihn nicht; dann wird er einen Sohn zeugen, der wiederum ein Kind zeugt. Und Sie werden dieses Kind - Ihr jüngeres Selbst - treffen. Es wird zwei Kopien von Ihnen geben.

Spiegel: Und Sie könnten dann Ihrere jüngeren Kopie sagen:"Ach, hör doch auf mit deiner Theorie des Quantencomputers, das habe ich alles schon erledigt"?

Deutsch: Ja. Ich glaube, wenn wir je Zeitmaschinentechnik beherrschen sollten, werden wir sie genau zu diesem Zweck bnutzen; Zu Informationsweitergabe . und nicht, um selbst auf Reisen zu gehen.

Spiegel: Warum sollte man aufs Reisen verzichten?

Schon allein, weil niemand von einer Reise durch die Zeit zurückkehren kann. Sie würden für immer als diesem Universum verschwinden. Alle Ihre Freunde würden sie unwiderruflic verlieren - und sie wiederum Ihre Freunde. Wobei Sie jüngere Ausgaben von ihnen treffen würden, allerdings in Begleitung einer jüngeren Kopie Ihrer selbst.

Spiegel: Nun gut, wir würden also eher Informationen, Daten in die Vergangenheit schicken, Und wozu soll das gut sein?

Deutsch: Zeitmaschinen werden die Informationsverarbeitung revolutionieren - mindestens so grundlegend, wie es die Erfindung des Computers getan hat.

Spiegel: Was, glauben Sie, würde man konkret damit anfangen?

Deutsch: Wir hätten viel mer Zugang zu Informationen. Wir könnten zum Beispiel über Universen erfahren, in denen eine bestimmte Wirtschaftspolitik ausprobiert wurde, und so erausfinden, was dort ein Jahrzehnt später los was. Solche Daten können von heute aus gesehen extrem wervoll sein, Wir wären also bald angelangt in einer Ära, in der wir Dinge, die wir heute durch Versuch und Irrtum lösen müssen dann durch Informationsverarbeitung klären könnten.

Spiegel: Wann rechnen Sie mit dem ersten prototyp?

Deutsch: Na ja, wir reden hier über Science-Fiction, die vielleicht jahrmillionen in der Zukuft liegt. Ich habe so leichtin gesagt, man müsse ein schwarzes Loch in Rotation versetzen- in Wahrheit müsste es mindestens die dreiface Masse unseres Sonnensystems besitzen. Und es müsste mit der Präzsion eines Quantencomputers manipuliert werden.

Spiegel: Würden Quantencomputer oder Zeiutmaschinen es dem Menschen ermögöglichen, die Welt noch tiefer zu verstehen? Und hätten angesichts der damit verbunderen Einsichten die Quanten- und die Multiversumstheorie überhaupt noch Bestand?

Deutsch: Ich glaube nicht, dass irgendetwas in der Welt unerklährbar ist. Und ich glaube auch nicht, dass das Wachstum des Wissenschafts je zu einem Ende kommen wird. Deswegen wird die Quantentheorie auch nicht die letzte Theorie sein - es gibt keine letzt-gültige Erklärung.
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Alt 20.03.2005, 20:35   #2
camäleon
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Registriert seit: 30.08.2002
Beiträge: 451
Standard

Der antike griechische Philosoph Permenides von Elea vertritt eine ziemlich ähnliche Ansicht (schon mal von mir an anderer Stelle gepostet) natürlich nicht von der Quantentheorie her abgeleitet.

Ich finde den Denkansatz höchst interessant, muss jedoch zugeben, dass ihn nur zu verstehen mich schon fasst an die grenzen dess Wahnsinns treibt. Das lineare Zeitdenken im praktischen Lebensalltag ist eben sehr tief verwurzelt.
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