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Psychologie & Parapsychologie Remote Viewing, Präkognition, aber auch Spuk und was es da noch so alles an den Grenzen der Psychologie gibt.

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Alt 12.11.2017, 21:32   #1
BecomeWiser
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Moin!

Ich habe gerade einen interessanten Artikel von Michael Jawer auf einer Psychologie Website gefunden:

https://www.psychologytoday.com/blog...ber-past-lives

Dabei fiel mir vor Allem dieser Teil ins Auge:

Zitat:
However, the degree to which these children show heightened emotion in recounting these apparent memories is a tipoff, to me, that something truly significant is going on. A boy like James Leininger shows all the hallmarks of PTSD at age two; why should he? We can get a sense for the answer by realizing how fear – that most elemental of feelings – puts our entire being on red alert. The pupils dilate, muscles are tensed, and respiration is increased as the body prepares to fight, flee, or freeze. Meanwhile, the hypothalamic-pituitary-adrenal (HPA) axis springs into action by releasing a cascade of hormones that serve to marshal bodily energy. If we are indeed in mortal peril, our entire bodymind tenses like a spring ready to snap. Our senses are honed to a fine edge: we notice every detail that could affect our existence.

But consider what would ensue if all that energy had no outlet – if, because of a sudden accident or foul play, someone could neither fight nor flee but were trapped in freeze mode? We know that rats that are given even a mild shock somehow transfer the fear associated with the particular stimulus on to their pups, and even to their pups’ pups. Could there be a mechanism, somewhere between life and death, where memories associated with the struggling person’s circumstances are preserved? It would be akin to the echoes, preserved down the eons, of the Big Bang observable through faint but distinct background radiation. Except in the cases we are considering, the intensity of the person’s feelings – his or her life energy, self-awareness and being – might somehow be captured in a fusion of space and time. This 'imprint' might become available for another, nascent life form – not “his” or “her” memories (as in reincarnation) but a transmutation just the same.
Was haltet ihr von dieser Idee?

Das wäre eine interessante Basis, mit der man der Frage "Produziert der Mensch Bewusstsein oder wird Bewusstsein in irgendeiner Form "empfangen"?" auch näher kommen könnte.

Dazu möchte ich gerne noch ein Kommentar unter dem Artikel zitieren:

Zitat:
In your last paragraph, you speculate about these memories as being possibly a kind of imprint of someone else's emotionally charged memories onto a nascent being. You say that this imprint mechanism could explain these cases, and that it may not necessarily be reincarnation. This is very interesting thought, and it gives rise to two thoughts in me:

The first thought pertains to the cases where there are actual birthmarks which match the death in the prior life. As I'm sure you know, Ian Stevenson describes multiple cases where he measures the location, size, and shape of the child's birthmark. He then finds the autopsy record of the prior life and discovers that the death wound matches the current life birthmark in location, size, and shape. So if it is an imprint of some kind, it must somehow, sometimes at least, imprint on the physical level as well.

However, the second thought that comes to my mind is actually an issue that makes me question whether the imprint mechanism you describe is at work. The experience of memory and identity is different from the experience of images and stories appearing in the mind. Memory has a sensation associated to it that tells us we're remembering. Identity has a sensation with it that tells us "that's me I'm experiencing." In the cases I've read about in Stevenson's and Tucker's work, most of these children express strongly the feeling of memory and of identity - of having actually been someone else. They say "my family" when referring to the past life family. They do not say "I'm dreaming of..." some person, or "Why are these stories and images coming to me?" Instead, they insist that they actually were these people. In some cases there is strong emotional connection with the prior family. Some cases want to return to their other family and feel homesick. My point is that the sensations of remembering and identity are different from the sensations of having images separate from oneself or thinking stories. That's what makes me think that the more likely explanation is reincarnation and not imprinting of someone else's memories
Hier kommt auch noch eine physikalisch manifestierte "Übertragung" ins Spiel in Form von Geburtsmalen.
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Alt 13.11.2017, 19:14   #2
basti_79
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Auf diesen Beitrag kann man eigentlich nur "jein" antworten.

Erinnerungen befinden sich im Kopf eines Menschen (bzw. eines sonstigen Individuums) - im Grenzfall "Epigenetik" auch woanders. Die Ursache für Erinnerungen ist immer eine Wahrnehmung, woher auch immer die kommen mag.

Ereignisse, die von niemandem erinnert werden, geschehen offensichtlich trotzdem. Als Beispiel kann man die Neutronensternkollision nehmen, die neulich beobachtet wurde. Wenn wir annehmen, dass niemand anderes diese beobachtet hat, ergibt sich, dass niemand sich Daran erinnern kann. Die Erinnerung an dieses Ereignis hat also offenbar potentiell überlebt - in einem gewissen Sinne auch "als pure Energie", in Form der in den entsprechenden Wellen gespeicherten Energie.

Das beantwortet nicht die Frage, ob individuelle Erinnerungen (die meinetwegen Du oder ich in den Köpfen tragen) z.B. unseren Tod (oder eine Bewusstlosigkeit) überdauern würden. Wie es scheint, eher nicht. Und auch Epigenetik hat eine materielle, objektiv nachweisbare Grundlage.

Auch im Grenzfall der Aufzeichnung von Erinnerungen (meinetwegen per Schrift) erkennt man, dass der Frage ausgewichen wurde.

Die einzige Grundlage für Erinnerungen (im engeren Sinne) sind Wahrnehmungen. Diese sind von Natur aus begrenzt, auch wenn wir unsere Sinnesorgane per Technik erweitern können. Es stellt sich also, wie so oft, die Frage, welche Frage sich stellt.

Geht es um den Tod? Um Erinnerungen irgendwelcher Vorfahren?

Ergänzen würde ich die Wahrnehmung, dass es den Eindruck macht, als wären die letzten 100 Jahre der Geschichte verlorengegangen.
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Alt 13.11.2017, 21:28   #3
BecomeWiser
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Erinnerungen befinden sich im Kopf eines Menschen (bzw. eines sonstigen Individuums) - im Grenzfall "Epigenetik" auch woanders. Die Ursache für Erinnerungen ist immer eine Wahrnehmung, woher auch immer die kommen mag.
[...]

Das beantwortet nicht die Frage, ob individuelle Erinnerungen (die meinetwegen Du oder ich in den Köpfen tragen) z.B. unseren Tod (oder eine Bewusstlosigkeit) überdauern würden. Wie es scheint, eher nicht. Und auch Epigenetik hat eine materielle, objektiv nachweisbare Grundlage.
Wenn sich Erinnerungen oder anders gesagt die Information darüber, was ein Individuum über die Zeit seines Lebens (in diesem Körper) wahrgenommen hat, lediglich in unserem Kopf befindet, wie erklären sich dann bspw. der sehr bekannte Fall des Martin Martyn (auch in dem Artikel erwähnt).

Dort wurden ja Wahrnehmungen eines anderen Körpers von einem kleinen Jungen erzählt, die danach verifiziert wurden. Die Erinnerungen waren also reale Tatsachen, die aber nichts mit dem Leben des kleinen Jungen zu tun hatten und es Bestand auch keinerlei Verbindung zwischen den Beiden - außer eben die besagte Erinnerung.

Wenn du sagst "Wie es scheint, eher nicht", woran begründest du das genau?

Meine anfängliche Idee ist, dass das innerste "Selbst" den Körper überdauert. Da die meisten Kinder, die von vorigen Leben erzählen, eines plötzlichen, gewaltsamen oder in sonst einer Form extremen Todes gestorben sein wollen, wäre dies "erklärbar", indem man annimmt, dass die präsente Verbindung nur entsteht, wenn der Betroffen in einem Schockzustand starb. Das würde es aber ebenfalls wahrscheinlicher machen, dass jedes "Selbst" diesen Vorgang durchlebt, allerdings im Normalfall ein "Vergessensprozess" natürlicherweise stattfindet.
Solltest du dagegen keine großen Einwände haben:
Wie könnte ein hypothetisches System aussehen, dass diesen Prozess beschreibt?
Wie/Wozu/Woraus ist dieses System entstanden?
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Geändert von BecomeWiser (13.11.2017 um 21:38 Uhr).
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Alt 15.11.2017, 16:30   #4
basti_79
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Zitat:
Zitat von BecomeWiser Beitrag anzeigen
Dort wurden ja Wahrnehmungen eines anderen Körpers von einem kleinen Jungen erzählt, die danach verifiziert wurden. Die Erinnerungen waren also reale Tatsachen, die aber nichts mit dem Leben des kleinen Jungen zu tun hatten und es Bestand auch keinerlei Verbindung zwischen den Beiden - außer eben die besagte Erinnerung.
Ich halte es für anstößig, solche Äußerungen von Kindern zu nutzen, um Medienaufmerksamkeit zu erregen. Meiner Meinung nach ist das richtige Vorgehen folgendes:
  1. Die Äußerungen des betreffenden Kindes werden vor irgendwelchen "Nachforschungen" aufgezeichnet.
  2. Alle Interaktionen mit dem Kind werden von nun an aufgezeichnet

Sollte sich dann ergeben, dass es eine solche Erinnerung gäbe, müsste man alle Aufzeichnungen durchsuchen, ob nicht vielleicht doch Informationen weitergegeben wurden.

Ich schreibe das wohlgemerkt nicht, um einen Überwachungsstaat zu begründen, ich schreibe das, um zu erklären, was nötig wäre, damit man über jeden Zweifel hinweg zeigen könnte, dass es solche übernatürlichen Erinnerungen zu geben scheint. Vorläufig würde ich aber auch anmerken:
  1. Das Phänomen scheint nur ("zufällig") das einzige sprachbegabte Wesen der Erde zu betreffen - die Menschen. Es berichtet z.B. niemand davon, seinen (vor Jahren verstorbenen) Hund wiedergesehen zu haben.
  2. Sämtliche älteren Versuche, solche Behauptungen zu beweisen, führten (unabhängig vom Grad der Exposition, oder von dem der Glaubwürdigkeit) ins Leere, zu großen Teilen auch auf Hinweise, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt
  3. Occams Rasiermesser

Zitat:
Wenn du sagst "Wie es scheint, eher nicht", woran begründest du das genau?
Diese Behauptung brauche ich nicht zu begründen. Zum einen habe ich sie so formuliert, dass der subjektive Charakter erkennbar wird, zum anderen brauche ich meine Wahrnehmungen nicht zu begründen. Das tut die andere Seite ja auch nicht.

Zitat:
Meine anfängliche Idee ist, dass das innerste "Selbst" den Körper überdauert.
Und, was soll das heißen? Was ist "das innerste Selbst"? Worin unterscheidet es sich von... äußeren Selbsten? Und was bedeutet es, dass es "den Körper überdauert"?

Zitat:
Da die meisten Kinder, die von vorigen Leben erzählen, eines plötzlichen, gewaltsamen oder in sonst einer Form extremen Todes gestorben sein wollen, wäre dies "erklärbar", indem man annimmt, dass die präsente Verbindung nur entsteht, wenn der Betroffen[e] in einem Schockzustand starb.
Es könnte auch bedeuten, dass Kinder häufig von solchen Dingen träumen. Das scheint erklärbar: das einzige, was einen "modernen Menschen" (einen, der Angehöriger der Zivilisation ist) töten kann, ist eine überraschende Gefahr, da sich ja jeder gegen vorhersehbare Gefahren schützen kann. Das ist sozusagen der einzige "Constraint" bei der Entwicklung eines Bewusstseins. Damit würde dieser Zug evolviert, möglicherweise bis hin zur Übertreibung.

Zitat:
Das würde es aber ebenfalls wahrscheinlicher machen, dass jedes "Selbst" diesen Vorgang durchlebt, allerdings im Normalfall ein "Vergessensprozess" natürlicherweise stattfindet.
Warum diese Annahme?

Zitat:
Solltest du dagegen keine großen Einwände haben:
Wie könnte ein hypothetisches System aussehen, dass diesen Prozess beschreibt?
Wie/Wozu/Woraus ist dieses System entstanden?
Keine Ahnung. Ich weiß ja noch nicht einmal, was für ein "System" Du meinst...
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Alt 17.11.2017, 20:55   #5
HaraldL
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Wäre es irgenwie möglich, daß die verstorbenen Seelen ein Teil der dunklen Energie sind, welche die Ausdehnung des Universums beschleunigt? Ich wüßte zwar nicht, wie das in den Rahmen unseres Verständnisses vom Menschen passen würde, aber ist es nicht merkwürdig, daß die dunkle Energie in den letzten Milliarden Jahren zugenommen hat. Wenn irgendwelche Seelen verstorbener Lebewesen daran einen Beitrag hätten, wäre dies erklärbar, denn Leben konnte sich erst einige Milliarden Jahre nach dem Urknall entwickeln.
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Alt 18.11.2017, 01:14   #6
Sakslane
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Wäre es irgenwie möglich, daß die verstorbenen Seelen ein Teil der dunklen Energie sind, welche die Ausdehnung des Universums beschleunigt? Ich wüßte zwar nicht, wie das in den Rahmen unseres Verständnisses vom Menschen passen würde, aber ist es nicht merkwürdig, daß die dunkle Energie in den letzten Milliarden Jahren zugenommen hat. Wenn irgendwelche Seelen verstorbener Lebewesen daran einen Beitrag hätten, wäre dies erklärbar, denn Leben konnte sich erst einige Milliarden Jahre nach dem Urknall entwickeln.
Wenn sich zufällig ein Physiker finden sollte, der seine Theorien mit Hilfe von Kristallkugeln, Tarotkarten und Pendeln entwickelt, kann derjenige sicher eine ernsthafte Antwort auf diese Frage geben. Ich gebe den Ball an denjenigen weiter.
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Alt Gestern, 19:55   #7
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Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Wenn sich zufällig ein Physiker finden sollte, der seine Theorien mit Hilfe von Kristallkugeln, Tarotkarten und Pendeln entwickelt, kann derjenige sicher eine ernsthafte Antwort auf diese Frage geben. Ich gebe den Ball an denjenigen weiter.


In Ermangelung eines Herzchen als Smiley, das ich wohl irgendwie vergessen habe, ins Forum zu basteln
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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