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Alt 11.03.2018, 06:36   #1
HaraldL
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Beiträge: 3.079
Standard Zeitpunkt der Enstehung von intelligentem Leben auf der Erde

Wie zufällig ist es, daß auf der Erde intelligentes Leben entstand als
- es mehrere Kontinente gab
- die Polkappen vereist sind?

Hätte sich auch intelligentes Leben zu einer Zeit ohne Eis an den Polen oder mit einem Superkontinent bilden können?
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Alt 11.03.2018, 10:58   #2
derwestermann
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Die Entstehung des Menschen reicht in viel frühere Zeit. Als die Hominiden anfingen, war es in Afrika erst mal tropisch, dann kam der Wechsel zu den Savannen, wo wir dann von den Bäumen herunter sind und entdeckten, wie toll Pinkeln im Stehen und Popeln beim Laufen ist. Homo erectus taucht vor bummelig zwei Millionen Jahren auf und hat mit 2 Pfund Hirn schon allerhand zu grübeln. Tatsächlich leben wir aber in der känozoischen Eiszeit, bei der die Antarktis seit cirka 20 und die Arktis seit 2,7 Millionen Jahren vergletscherte.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Anpassungsdruck in einer Eiszeit höher ist, als wenn alle es warm und kuschelig haben, was vielleicht der Grund ist, warum die Dinosaurier alles mögliche entwickelt haben, bloß nicht mehr Hirn.
__________________
Der sicherste Beweis für Ausserirdisches Leben ist, daß noch niemand versucht hat mit uns Kontakt aufzunehmen....
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Alt 11.03.2018, 12:04   #3
MJ01
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Zitat:
Zitat von derwestermann Beitrag anzeigen
Die Entstehung des Menschen reicht in viel frühere Zeit. Als die Hominiden anfingen, war es in Afrika erst mal tropisch, dann kam der Wechsel zu den Savannen, wo wir dann von den Bäumen herunter sind und entdeckten, wie toll Pinkeln im Stehen und Popeln beim Laufen ist. Homo erectus taucht vor bummelig zwei Millionen Jahren auf und hat mit 2 Pfund Hirn schon allerhand zu grübeln. Tatsächlich leben wir aber in der känozoischen Eiszeit, bei der die Antarktis seit cirka 20 und die Arktis seit 2,7 Millionen Jahren vergletscherte.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Anpassungsdruck in einer Eiszeit höher ist, als wenn alle es warm und kuschelig haben, was vielleicht der Grund ist, warum die Dinosaurier alles mögliche entwickelt haben, bloß nicht mehr Hirn.
Du hast mit diesen "Vorgaben zur Intelligenz" sicherlich recht. Nur unter einem derartigen Druck werden aber auch zahlreiche Dinosaurierarten gestanden haben. Und wir hatten zwei Millionen Jahre Zeit, um vom Baumbewohner zum Atomzeitalter zu gelangen. Dinosaurier immerhin rund 170 Millionen Jahre.
Theoretisch könnte es somit "intelligente Saurier" gegeben haben, die halt wieder ausgestorben sind. Man weiß, dass die Errungenschaften einer hochstehenden Zivilisation nach spätestens einer Million Jahre verschwunden sind (Holz, Metall,...). Es bleiben nur mehr Knochen und auch nur dann, wenn sie von anderen Mineralien aufgefüllt werden, oder sie all diese Jahre luftdicht gehalten sind. Und die theoretisch vorhanden Funde wären unter kilometerdicken Erdschichten verschwunden. Und in 170 Mill Jahren könnten sich zahlreiche neue Arten gebildet haben, von denen wir nur einen Bruchteil gefunden haben.

Was zur weiteren Frage führt, was heißt "intelligent".
Man geht davon aus, dass Saurier in etwa die Intelligenz von Hühnern hatten. Trotzdem entwickelten Raptoren eine soziale Gruppenbildung und Jagdtechniken, die die Intelligenz von Hunden voraussetzt. Greifen wir vielleicht die Anzeichen von Intelligenz etwas zu hoch? Immerhin bewegten sich "kleine Raptoren" auf zwei Füßen und hatten "Hände" um Manipulationen vorzunehmen.
Zitat:
Es gibt nach dem Vergleich zahlreicher Studien einen mäßigen Zusammenhang zwischen Gehirngröße und der intellektuellen Leistung, d. h., dass die Größe des Gehirns für Leistungen etwa bei IQ-Tests eher eine untergeordnete Rolle spielt. Entscheidend ist vielmehr die Struktur des Gehirns, also der Aufbau von Cortex, Mittelhirn, Kleinhirn usw. und dass weiße und graue Gehirnmasse optimal miteinander verbunden sind. Der schwache Zusammenhang zwischen Gehirngröße und Intelligenz lässt sich eher als Art kognitive Reserve interpretieren, denn wenn gewisse Hirnareale nur suboptimal funktionieren, kann man auf diese Reservekapazität zurückgreifen.

Zitat:
Die Gehirngröße ist beim Menschen seit der Steinzeit um gut zehn Prozent geschrumpft und liegt heute im Durchschnitt bei 1350 Kubikzentimetern. Der Cro-Magnon Mensch hatte hingegen noch ein Hirnvolumen von etwa 1500 Kubikzentimetern. (Stangl, 2018).
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Alt 11.03.2018, 17:13   #4
HaraldL
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Ich bin mir sicher, daß man von einer intelligenten Spezies noch nach Millionen Jahren Reste von im Erdboden verlegten Stromkabeln in Form langer Kupferdrähte, die von einer bernsteinartigen Substanz ( bestimmt passiert dies mit Kunststoffen in sehr langer Zeit) umgeben sind.

Eigentlich dürften doch viele unserer Kunststoffe sich nach langer Zeit in organische steinartige Mineralien umwandeln. Und wenn die dann noch Halogene enthalten, waren es früher bestimmt einmal chlorierte Kunststoffe wie PVC.
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Alt 11.03.2018, 17:28   #5
basti_79
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Eigentlich dürften doch viele unserer Kunststoffe sich nach langer Zeit in organische steinartige Mineralien umwandeln. Und wenn die dann noch Halogene enthalten, waren es früher bestimmt einmal chlorierte Kunststoffe wie PVC.
Da gehst Du jetzt ein bißchen weit. Ich würde vermuten, Kunststoffe würden in geologischen Zeiträumen erst einmal zersetzt, und dann auch gelegentlich versteinert, wie etwa alte Organismen auch. Nur dass es halt keine "organischen Steine" gibt, nicht im Sinne des Wortes. Kohlenstoffhaltige aber durchaus. Sicher aber wären die Fossilien ziemlich lang als solche erkennbar.

Du scheinst da auf einen gewissen Zweig des Paläo-Seti-Glaubens aufgesprungen zu sein, da wird oft auch (und in allen Fällen, die man untersucht hat) dergleichen behauptet.

Das mit der Intelligenz scheint daran zu kranken, dass man symbolische Kommunikation und Intelligenz verwechselt. Auch Vögel können ihr Verhalten koordinieren, sogar kurzfristig - beliebtes Beispiel: "Hassen". Dazu benötigen sie keine symbolische Kommunikation. Menschen setzen diese aber oft mit "Intelligenz" gleich. Dabei ist das ein viel weiterer Begriff.

Ich selber habe auch einmal den Fehler gemacht, mich selber für besonders intelligent zu halten, weil ich ja sprechen kann, und Tiere für entsprechend dumm. Das war aber ein Irrtum.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 11.03.2018, 17:28   #6
basti_79
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Eigentlich dürften doch viele unserer Kunststoffe sich nach langer Zeit in organische steinartige Mineralien umwandeln. Und wenn die dann noch Halogene enthalten, waren es früher bestimmt einmal chlorierte Kunststoffe wie PVC.
Da gehst Du jetzt ein bißchen weit. Ich würde vermuten, Kunststoffe würden in geologischen Zeiträumen erst einmal zersetzt, und dann auch gelegentlich versteinert, wie etwa alte Organismen auch. Nur dass es halt keine "organischen Steine" gibt, nicht im Sinne des Wortes. Kohlenstoffhaltige aber durchaus. Sicher aber wären die Fossilien ziemlich lang als solche erkennbar.

Du scheinst da auf einen gewissen Zweig des Paläo-Seti-Glaubens aufgesprungen zu sein, da wird oft auch (und in allen Fällen, die man untersucht hat) dergleichen behauptet.

Das mit der Intelligenz scheint daran zu kranken, dass man symbolische Kommunikation und Intelligenz verwechselt. Auch Vögel können ihr Verhalten koordinieren, sogar kurzfristig - beliebtes Beispiel: "Hassen". Dazu benötigen sie keine symbolische Kommunikation. Menschen setzen diese aber oft mit "Intelligenz" gleich. Dabei ist das ein viel weiterer Begriff.

Ich selber habe auch einmal den Fehler gemacht, mich selber für besonders intelligent zu halten, weil ich ja sprechen kann, und Tiere für entsprechend dumm. Das war aber ein Irrtum.
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Alt 11.03.2018, 17:40   #7
HaraldL
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Bernstein ist ein "organischer Stein".
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Alt 11.03.2018, 17:43   #8
basti_79
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Bernstein ist ein "organischer Stein".
*stöhn*

Das ist korrekt. Das heißt aber nicht unbedingt, dass Kunststoffe auf ähnliche Art und Weise fossilisieren können. Im übrigen sind Kunststoffe nicht tatsächlich ewig haltbar, auch sie verwittern. Ich würde auch denken, dass Temperatur (in der Erde ist es oft ziemlich warm) diese Verwitterung wesentlich beschleunigen würde.
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Alt 12.03.2018, 07:04   #9
Adrachin
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
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Alt 13.03.2018, 21:14   #10
derwestermann
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