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Verschwörungstheorien Bilderberger, New World Order, Schattenregierungen, Weltregierung oder gar Weltdiktatur?

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Alt 20.12.2003, 18:35   #1
Selena
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Standard Libyen zerstört Massenvernichtungswaffen

Und wo ist der haken? Wieso gibt er Freiwillig seine Waffen ab.

Zitat:
20. Dezember 2003

Der Wüstenwolf frisst Kreide

Libyen zerstört Massenvernichtungswaffen

Nach monatelangen Geheimverhandlungen mit den USA und Großbritannien will Libyen alle Massenvernichtungswaffen zerstören und seine Programme zur Entwicklung dieser Waffen beenden. Dies kündigten US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair überraschend am Freitagabend in getrennten Stellungnahmen an.

In einer Erklärung des libyschen Außenministeriums heißt es nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders El Dschasira, das nordafrikanische Land habe "freiwillig" entschieden, die international geächteten Massenvernichtungswaffen zu vernichten. Der Vereinbarung seien Treffen mit britischen und amerikanischen "Experten" vorausgegangen.

Gaddafi: Eine Welt frei von allen Formen des Terrors

Der britische Sender BBC zitiert den libyschen Revolutionsführer Muammar el-Gaddafi mit der Worten, er sei bereit, eine Rolle beim Aufbau einer von allen Formen des Terrorismus freien Welt zu spielen. Blair, der in seinem Wahlkreis in Nordengland sprach, nannte die Entscheidung "mutig und historisch." Libyen nahm nach den Worten Blairs vor neun Monaten mit den USA, Großbritannien und den UN Verhandlungen über den Abbau seines Waffenprogramms auf. Dabei habe Libyen zugesagt, die Reichweite seiner Raketen auf 300 Kilometer zu begrenzen.

Programm zur Entwicklung von Atomwaffen

Der US-Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf US-Beamte, Libyen habe ein Programm zur Entwicklung von Atomwaffen einschließlich von Fabriken zur Anreicherung von Uran. Außerdem besitze das Land Chemiewaffen. Biologische Waffen könnten hergestellt werden.

Libyen sei bereit, ohne jede Vorbedingung und unverzüglich internationale Inspekteure zur Überwachung ins Land lassen, sagte Bush, der die Entscheidung der libyschen Führung als großen Fortschritt bezeichnete, der die Sicherheit der USA erhöhen werde. Der Irak-Krieg und die Bemühungen, das Nuklearprogramm von Nordkorea zu stoppen, hätten eine klare Botschaft an Länder wie Libyen gesandt, sagte Bush. Libyen habe ebenfalls zugesagt, sich dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus anzuschließen, betonte der US-Präsident.

Laut Blair wurden die Verhandlungen mit Libyen kurz nach der Beilegung des jahrelangen Streits um das Flugzeugattentat von Lockerbie aufgenommen. Libyen hatte im Frühjahr die Verantwortung für den Absturz des PanAm-Jets im Dezember 1988 über dem schottischen Ort Lockerbie übernommen und Entschädigungszahlungen für die Angehörigen der mehr als 200 Opfer vereinbart.

Bush: Libyens gute Absichten werden honoriert

Blair und Bush hoffen, dass nun auch andere Staaten wie Iran und Nordkorea dem Beispiel Libyens folgen und "freiwillig" ihre Programme zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen aufgeben würden. Dazu gehören nach Angaben von Blair im Falle Libyens auch chemische Waffen. Die USA und Großbritannien hätten el-Gaddafi beim "Prozess des Abbaus der Waffen" ihre Unterstützung zugesagt, fügte Blair hinzu. Bush betonte, Libyens gute Absichten würden honoriert werden.

Die britische Regierung hatte bei der Einigung über die Lockerbie-Opfer eine entscheidende diplomatische Rolle gespielt. Die Entscheidung el-Gaddafis wurde von britischen Kommentatoren am Abend als "gut für Blair" gewertet.

(dpa, N24.de)
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Alt 20.12.2003, 20:15   #2
Sereck
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also um das mal genauer zu erklären.
bush und blair haben lybien die massenvernichtungswaffen ausgeredet und hoffen nun das auch andere staaten dem beispiel folegn damit die usa dann irgendwann ungehindert die weltherrschaft antreten kann.
mal ehrlich.bush spielt sich im ausland auf als wenn er der erlöser der menscheit wäre,was seiner ansicht nach ja auch stimmt denn er hat ja wie wir wissen seine befehle direkt von gott.
was tut bush oder vielmehr die usa um diesen vorderungen auch gerecht zu werden.natürlich weiss jeder was sie tun nähmlich garnichts.
sie horten weiter fröhlich massenvernichtungswaffen und fangen nun auch noch an miniatombomben zu entwickeln.na klasse.was ist eigentlich der unterschied zu einen sogenanten schurkenstaat und den usa kann mir das mal jemand erklären.
ich sehe nähmlich keinen.
natürlich stellt sich hier für mich auch die frage warum lybien so plötzlich eingelenkt hat.was hat bush getan.hat er gedroht ihnen die hukke voll zu bomben oder was.
die amis sollte sich endlich mal um ihre angelegenheiten kümmern.ehrlich gesagt würde ich diesen verdammten bush(ich entschuldige mich jetzt schon) gerne mal richtig in den hintern tretten.unzwar das gesamte ovaloffice rauf und runter bis er den unterschied zwischen oval und eckig nicht mehr kennt.
natürlich kann man jetzt auch sagen das das ganze doch ein schritt in die richtige richtung ist.aber das gilt nur dann wenn die andere seite auch etwas dafür tut was hier nicht der fall ist.
im irak wird doch sowieso gerade über die verhandlung von sadam gesprochen dann können die bush doch gleich mitnehmen.nehmen sich doch sowieso beide nicht viel.
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Alt 21.12.2003, 04:13   #3
da kami
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Zitat:
Original von Selena
Und wo ist der haken? Wieso gibt er Freiwillig seine Waffen ab.
Werden jetzt einige nicht gern hören wollen, aber vielleicht hat ne "Drohkulisse" endlich mal gewirkt...Muammar musste ja nur zusehen wies Kollege Saddam erging als er die Amis nicht ernst genommen hat.


Zitat:
Original von Sereck
bush und blair haben lybien die massenvernichtungswaffen ausgeredet und hoffen nun das auch andere staaten dem beispiel folegn...

...was tut bush oder vielmehr die usa um diesen vorderungen auch gerecht zu werden...was ist eigentlich der unterschied zu einen sogenanten schurkenstaat und den usa kann mir das mal jemand erklären....

...was hat bush getan.hat er gedroht ihnen die hukke voll zu bomben oder was...

...die amis sollte sich endlich mal um ihre angelegenheiten kümmern...

natürlich kann man jetzt auch sagen das das ganze doch ein schritt in die richtige richtung ist.aber das gilt nur dann wenn die andere seite auch etwas dafür tut was hier nicht der fall ist.
hoffen wir doch alle...massenvernichtungswaffen sind böse *g* hoffst dus nicht? Wär schön wenn zum Beispiel Nordkorea dem Beispiel folgen würde.

Der Unterschied ist: In den USA und Großbritannien darf man demonstrieren, man wird nicht vergast, niemand verhungert, die USA und GB unterstützen keine Terorgruppen, noch mehr?*g

ich denke Drohungen hätten wir mitbekommen...so wie beim Irak, ich denke niemand hat überhört dass Saddam etwa 2 Jahre lang versucht wurde klarzumachen dass Bush es ernst meint...

Die Zeit als die amis sich das letzte mal nur um sich gekümmert haben nennt man historisch die Periode des Isolationismus: In dieser schönen Zeit haben die Nazis halb europa überannt bevor sich die USA ENDLICH wieder in die Weltpolitik eingemischt haben....also ich brauch sowas nicht mehr...ich danke den USA für 60 Jahre Deutschland in Frieden und Freiheit.

Der Unterschied ist: ich halte Italien für einen teil meiner Heimat, mehr oder weniger jedes Land der EU...und bei Libyen hab ichs eben für möglich gehalten dass es dereinst Italien mit chemischen Waffen angreift. Dass die USA sowas je tun werden bezweifle ich. Insofern bin ich so egoistisch dass ich sage lieber ABC-Waffen bei der NATO als bei allen anderen.
__________________
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Alt 23.12.2003, 14:17   #4
Zwirni
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Zitat:
"Wir haben gar keine Massenvernichtungswaffen"

Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi hat den Besitz von Massenvernichtungswaffen bestritten. Das Atomprogramm, auf das der arabische Staat nun verzichten will, habe lediglich friedlichen Zwecken dienen sollen.

Washington/Wien - "Wir haben diese Waffen nicht", sagte Gaddafi dem US-Sender CNN. Die internationalen Kontrollen würden ergeben, "dass wir nichts zu verstecken haben". Das Atomprogramm, zu dessen Stopp sich Libyen am vergangenen Freitag verpflichtet hatte, sollte friedlichen Zwecken dienen. "Doch nichtsdestotrotz wollten wir es loswerden", sagte Gaddafi dem Sender.

Zuvor hatte der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie- Organisation (IAEO), Mohammed al-Baradei, angekündigt, dass die Kontrollen aller libyschen Waffenprogramme bereits in der kommenden Woche beginnen könnten. Er werde "schon in der kommenden Woche" nach Libyen reisen, um sich vor Ort ein Bild über das Atomprogramm des arabischen Landes zu machen, sagte er. Unmittelbar danach sollten Inspekteure der Uno-Atombehörde alle Produktionsanlagen und Lager für Waffen kontrollieren. Um solche Inspektionen zu ermöglichen, will Libyen mit der IAEO das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag unterzeichnen.

Das Atomprogramm Libyens befindet sich nach Darstellung des IAEO- Generaldirektors noch im "Anfangsstadium". Libyen habe ihn am Wochenende darüber informiert, dass das Land in der Vergangenheit Natur-Uran und technische Ausrüstung importiert und damit gegen den Atomwaffensperrvertrag verstoßen habe, sagte er. Zugleich lobte er die Bereitschaft Libyens zur Abrüstung. Das sei "ein Schritt in die richtige Richtung".

Libyen gilt wie Nordkorea, Iran und Algerien als nukleare Schwellenmacht. Damit sind Länder gemeint, die zwar noch keine Atombombe haben, aber in absehbarer Zeit dazu in der Lage sein werden, sie zu produzieren.

Die USA kündigten an, ihre Beziehungen zu Libyen überprüfen zu wollen. Außenamtssprecher Richard Boucher sagte, Libyen scheine im Begriff, sich der internationalen Staatengemeinschaft wieder anschließen zu wollen. Daher werde das US-Außenministerium sein seit 22 Jahren bestehendes Verbot der Nutzung von US-Reisepässen für Reisen nach Libyen überprüfen. Auch "verschiedene andere Aspekte der US-Politik" würden überprüft.

Denkbar sei auch, dass Libyen zu gegebener Zeit von der US-Liste der sieben Terror unterstützenden Staaten gestrichen werde, sagte Boucher. "Wir sind bereit, diese Fragen bei geänderten Verhältnissen neu zu bewerten", sagte der Außenamtssprecher.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...279559,00.html

Zwirni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2003, 15:18   #5
Sereck
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@da kami

hm.ich weiss nicht.das ganze hat noch mehr konsequenzen.

sicherlich wäre es gut für die westliche welt und die betonung liegt auf westlicher welt das länder wie nord korea ihre atomwaffen vernichten.aber wie ich schon sagte soll die usa dann nicht einfach nur fordern sondern selbst etwas dafür tun.
und wenn die usa nur zehn prozent seines atomwaffenarsenals aufgibt wäre das für mich ein anfang und ein zeichen guten willens.so steuern wir aber darauf zu das eine nation die gesamte atomare schlagkraft besitzt.
und ehrlich gesagt möchte ich dich fragen möchtest du in einer welt leben die von den aerikanern beherscht wird.

so nun zu der sache mit den schurkenstaaten.
ich will jetzt garnicht bezweifeln das in den usa eine demokratie herscht.allerdings wie sieht die momentan aus.
momentan ist es doch so das jeder der nicht hinter dem presindenten und seiner politk steht diskriminiert wird.ist das das demokratie wenn man zu kreuze kriechen muss.
wir können uns hier wenigsten erlauben vor den bundestag oder das kanzleramt zu ziehen und offen zu sagen was wir denken ohne dafür gleich als fein des staates zu dienen.es ist doch so das seit dem 11.September mehr grunderechte der verfassung in den usa abgeschafft oder geändert wurden als in den vergangenen 100 jahren davor.allein der 11.september ist dafür keine ausrede.

so jetzt zu den drohungen.also sadam und lybien sind zwei paar schuhe.sadamm wurde durch die amerikaner ja überhaupt erst an der macht gehalten bis sie ihn zum feind erklärten.
hier könnte man sagen es handelte sich vielmehr um die beseitigung eines fehlers den die amerikaner selbst verschuldet hatten.bei lybien ist das anders.lybien hätte das potential um den usa sogar auf interkontinentalen niveau gefährlich zu werden.natürlich wird man hier nicht auf öffentliche drohunge setzen das dann hätte lybien ja aucvh noch die unterstützung anderer länder gegen die usa bekommen.was ganz sicher nicht im sinne der selben wäre.

ok gut mit der sache zweitwer weltkrieg und dem sieg über hitler hast du recht.dafür können wir ihnen dankabar sein.
allerdings seit jenen tagen tun die amis so als hob ihnen der ganze gottverdammte planet gehören würde.nirgendwo können die ihre grabelfinger rauslassen und die situation noch so banal.
und für 60 jahre frieden und freiheit in deutschland danke ich den amis jedenfalls nicht.ich bin in der ddr aufgewachsen und glaub mir wir hatten nicht besonders viel von eurem frieden und eurer freiheit.was hat der ami denn getan er hat die russen auf berlin vorrücken lassen obwohl er selbst auch schon dazu in der lage gewesen wäre.aber nein er musste ja seine vetragsbündnisse einhalten.dafür hat man deutschland verraten und verkauft.wäre die teilung nich gewesen wäre ein grossteil der heutigen schuden garnicht entstanden.
sie haben deutschland ausgenutzt.zur zeit des kalten krieges war deutschland praktisch frontliene und musste jederzeit und damit meine ich beide seiten mit einem angriff rechenen.frieden und freiheit daruntwer stell ich mir was anderes vor.
Sereck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2004, 01:28   #6
Sereck
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Standard jetzt biete auch nordkorea verzicht an!

ja habs geschafft.bin zwirni zuvor gekommen.

ich poste jetzt einfach nur mal den link.

http://www.welt.de/data/2004/01/06/219673.html
Sereck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2004, 11:17   #7
Desert Rose
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Zitat:
Libyen übergibt restliche Atomwaffentechnik an USA
Sonntag 7 Mº, 2004 10:10 CET

Crawford (Reuters) - Libyen hat US-Angaben zufolge am Samstag alle bekannten verbliebenen Bestandteile seines Atomwaffenprogramms in die USA verschifft.

Ein Schiff mit 500 Tonnen Material an Bord habe das nordafrikanische Land am Samstag verlassen und sei auf dem Weg in einen nicht genannten Hafen der USA, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Sean McCormack. Zu dem abgegeben Material gehörten Bauteile von Zentrifugen zur Anreicherung von Uran und alle Langstreckenraketen des Landes, darunter fünf Scud-Raketen, sowie dazu gehörige Abschussrampen.

"Es handelt sich um alles bekannte verbliebene Material, das in Zusammenhang mit dem libyschen Atomwaffenprogramm steht", sagte McCormack. Die USA würden nun Gespräche mit Libyen aufnehmen, wie den Waffenexperten des nordafrikanischen Landes der Übergang in andere Tätigkeitsfelder ermöglicht werden könne.

Libyen hat überraschend im Dezember einen vollständigen Stopp seiner Entwicklung von Massenvernichtungswaffen erklärt und damit seine internationale Isolation aufgebrochen. Die USA hatten daraufhin ihre Sanktionen gegen Libyen gelockert. So dürfen US-Ölfirmen Verhandlungen über ihre Rückkehr aufnehmen, und Libyen darf eine diplomatische Vertretung in Washington einrichten. Nach Angaben aus dem US-Kongress könnten die USA in den kommenden Monaten weitere Sanktionen aufheben.
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Alt 10.03.2004, 21:54   #8
Desert Rose
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Zitat:
Libyen unterzeichnet Abkommen über Atomko ntrollen

Mittwoch 10 März, 2004 18:02 CET

Wien (Reuters) - Libyen hat am Mittwoch ein Abkommen unterzeichnet, das der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unangekündigte Kontrollen seiner Atomanlagen erlaubt.

"Das ist ein Schritt Libyens, frei von Atomwaffen und Massenvernichtungswaffen zu sein", sagte der libysche Forschungsminister Maatoug Mohammed Maatoug nach der Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum Atomwaffensperrvertrag in Wien. IAEA-Chef Mohamed ElBaradei bezeichnete Libyens Entscheidung als einen ersten Schritt hin zu einem Afrika und einem Nahen Osten in Frieden und ohne Massenvernichtungswaffen.

Das IAEA-Direktorium hatte zuvor eine Resolution verabschiedet, in der er Libyen für die Aufgabe seines geheimen Atomwaffenprogrammes würdigt und dem UNO-Sicherheitsrat empfahl. Diplomaten zufolge wertete die Resolution die vergangenen Atomaktivitäten Libyens als Bruch des Atomwaffensperrvertrages, begrüßte aber die jüngsten Abrüstungsschritte des Landes. Libyen hatte im Dezember überraschend die Aufgabe seines Atomwaffenprogrammes angekündigt und der IAEA, den USA und Großbritannien seine Zusammenarbeit zugesichert.

Am Samstag hatte Libyen alle bekannten verbliebenen Bestandteile seines Atomwaffenprogrammes in die USA verschifft. Am Montag überwachte die IAEA einen Lufttransport von 80 Prozent des angereicherten Urans aus einem Reaktor bei Tripolis nach Russland. Das Uran sei nahezu rein genug gewesen, um für Atomwaffen genutzt zu werden, teilte die IAEA mit. Auf die Frage, ob es weitere Transporte von Uran oder Atom-Ausrüstung geben werde, sagte Maatoug: "Es gibt nichts mehr, das weggeschafft werden müsste."

In Anerkennung der Bemühungen Libyens hatte die US-Regierung im Februar angekündigt, sie werde US-Ölfirmen die Aufnahme von Verhandlungen mit dem nordafrikanischen Land gestatten. Dies war im Rahmen der US-Sanktionen gegen Libyen verboten gewesen.
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Alt 20.04.2004, 10:16   #9
Desert Rose
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USA wollen umfangreiche Sanktionen gegen Libyen aufheben

Dienstag 20 April, 2004 08:01 CET

Washington (Reuters) - Die USA wollen nach Angaben aus Regierungskreisen in Washington möglicherweise noch in dieser Woche umfangreiche Sanktionen gegen Libyen aufheben.

Die US-Regierung reagiere damit auf den Verzicht Libyens auf Massenvernichtungswaffen und die Übernahme der Verantwortung für den Lockerbie-Anschlag von 1988, hieß es am Montag. "US-Firmen werden libysches Öl und Waren kaufen und US-Banken und andere Finanzdiensleister sich daran beteiligen können", verlautete aus den Kreisen. So solle unter anderem ein Gesetz aufgehoben werden, mit dem die USA auch Firmen aus dem Ausland bestrafen können. Das von vielen europäischen Staaten abgelehnte Gesetz gilt für Unternehmen aus dem Ausland, die pro Jahr mehr als 20 Millionen Dollar in den Energiebereich Libyens investieren.

Den Angaben zufolge wollen die USA Libyen jedoch weiter auf ihrer Liste von Staaten führen, die nach ihrer Einschätzung den Terrorismus unterstützen. Dadurch sind US-Waffenexporte nach Libyen weiter verboten. Der Export von Waren, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können, unterliegt strikten Auflagen und die Wirtschaftshilfe ist begrenzt.

Libyen hatte im Dezember überraschend den Verzicht auf Massenvernichtungswaffen erklärt. Im August hatte das Land bereits die Verantwortung für den Bombenanschlag auf ein US-Passagierflugzeug über dem schottischen Lockerbie übernommen, bei dem 270 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Vereinten Nationen hatten daraufhin ihre Sanktionen gegen das Land aufgehoben.
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Alt 27.04.2004, 09:36   #10
Desert Rose
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Zitat:
27. April 2004

Gaddafi schwört dem Sozialismus ab

Traum vom "arabischen Utopia" ausgeträumt


Die Spruchbänder und Wandgemälde mit den Parolen aus der Ära der Revolution wirken seltsam verloren im neuen Tripolis. Zwischen Luxusgeschäften, Kaufhäusern und Straßencafés mahnen sie in Zeiten des wirtschaftlichen Umbruchs an die reinen Lehren der sozialistisch inspirierten "Dritten Universaltheorie", mit der Oberst Muammar el Gaddafi seit den 70er Jahren sein Libyen zu einem arabischen Utopia ohne Herrschaftselite und soziale Gegensätze machen wollte. Doch die Allgegenwart der Parolen kann nicht kaschieren, dass Gaddafis Theoriegebäude hohl geworden ist. Die Aufhebung der US-Wirtschaftssanktionen beschleunigt einen Prozess, der bereits vor Jahren schleichend begonnen hat: Libyen wird zur Marktwirtschaft.



Grünes Licht für die Privatisierung

In einer wirtschaftspolitischen Kehrtwende hat Libyen 360 Unternehmen zur Privatisierung freigegeben. Unter ihnen sind 54 millionenschwere Großbetriebe, die ab Juli gezielt Ausländern zum Kauf angeboten werden: Nach dem Ende des Embargos umwirbt das ölreiche Land finanzkräftige Investoren, deren Geld die ausgezehrte Wirtschaft modernisieren soll. Von "Privatisierung" mag der Direktor des zuständigen "Generalrats für Eigentumstransfer", Mahamud Ahmed el Ftise, freilich nicht sprechen. Er bezeichnet die Verkäufe verschämt als "Verbreiterung der Eigentümerbasis".

An der Substanz des Kurswechsels ändert dies nichts: Stahlraffinerien, Zementwerke, Bau- und Nahrungsmittelfirmen werden Ausländern offeriert, und die neuen Eigner können gleich die ganze Mehrheit an den Betrieben erwerben: "Wir verstehen, dass Investoren die Kontrolle ausüben wollen, wenn sie große Investitionen im Ausland tätigen", sagt Ftise. Die Regierung wolle allenfalls 25-prozentige Anteile behalten. Im Angebot sind Großbetriebe mit einem Schätzwert von 150 Millionen Dollar und mehr.
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