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Alt 31.01.2005, 16:53   #1
Daos
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Gedanken zu Gut und Böse

Sehen wir einmal von den allgemeinen bekannten Mythen ab, die die Welt dem Volke näher bringen wollen.
Es gibt ein Wesen, eine Existenz, allgemein "Gott" genannt, der alles umfasst. Er ist für uns Menschen so abstrakt, dass wir das nicht mehr begreifen können. - Kann das Endliche das Unendliche erfassen? - Aus ihm kommt alles und in ihm ist alles.
Der Mensch teilt diesen abstrakten Gott in verschiedenen Aspekte auf, konkreter beginnend auf der 1. Stufe in "Gut und Böse", "Yin und Yang", "Ordnung und Chaos", ... Das ist aber noch nicht verständlich genug, also werden sowohl Ordnung und Chaos weiter aufgeteilt in Götter. Die Konkretisierungen können beliebig fortgesetzt werden, bis zu den so genannten Hilfsscharen: Engel und Dämonen.
Von der Begriffswahl ziehe ich "Ordnung und Chaos" vor. Weil es am ehesten deutlich macht, das beides lebensfeindlich ist. Ordnung lässt alles erstarren und lässt keine Bewegung, keine Veränderung zu. (Nicht zufällig bedeutet Yang das Harte, das Feste.) Das Chaos lässt keine Form, keine Manifestation zu. Alles löst sich im Chaos auf. (Yin ist das Formlose, das Weiche.) Leben ist also nur im Spannungsfeld zwischen Ordnung und Chaos (Gut und Böse) möglich.

Auf unser Leben übertragen gibt es kein Gut und Böse, oder konkreter: keine schwarze oder weiße Magie. Denn beides hat seinen Sinn im großen Plan. Ein Tsunami ist für den einzelnen, der ertrinkt, und seine Angehörigen furchtbar; im großen Plan ist es nur eine weitere Veränderung bzw. Weiterentwicklung der Erde.

Gut und Böse ist nur eine subjektive Wahrnehmung! Nehmen wir an zwei Männer M0 und M1 sind in die Frau F verliebt. F erhört M1 und verschmäht M0. Für M0 ist es die Hölle, für M1 ist es das Paradies. Der gleiche Vorgang, gesehen von zwei unterschiedlichen Beteiligten.

Zu guter Letzt ein Zen-Spruch: "Dem Universum ist es egal was du machst!"

Liebe Grüße
Daos
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Alt 31.01.2005, 19:43   #2
Elisabeth
Foren-As
 
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Registriert seit: 17.07.2004
Beiträge: 659
Standard

Die irdische Natur und im größeren Rahmen das Universum kennt ausschließlich die Notwendigkeit von gewissen Gesetzen und Mechanismen, welche den Fortbestand sämtlicher Abläufe jenseits von menschlichen Vorstellungen von Wert und Moral regelt und deren Ursache und Wirkung garantiert; mögen diese Abläufe uns Menschen nun angenehm, irrelevant oder bedrohlich-zerstörerisch erscheinen. Die Natur ist, und wir sind ein Teil von ihr; Baustein und Abfallprodukt, gleichberechtigt und unterworfen zugleich.

Die Kategorisierung in 'gut' und 'böse' ist deshalb von vornherein nicht mit Natur- oder universeller Spiritualität zu vereinbaren, weil eine dualistische Einteilung in 'positiv/gut/nutzbringend' und 'negativ/bös/schadend' nur rein Mensch-bezogen gelten kann; eben eine Wertbezeichnung des Dualismus, mit welchem vor allem monotheistische Religionen stehen oder fallen. In Natur- oder universeller Spiritualität spielt der Mensch dagegen 'nur' eine Partnerrolle in der Gesamtheit des Seins und daher haben Mensch-zentristische Begriffe kein Platz in deren Lehren und Prinzipien.

Wer die Existenz des 'Bösen' im tiefsten Innern als reelle, 'zu überwindende' Macht anerkennt, macht sich damit bereits zum Handlanger von religiösen Prinzipien und Dogmen, die eigentlich ihrerseits durch Anwendung von 'alternativer' Spiritualität überwunden werden wollten.

Blut, Schmerz, Leid, Trauer - all dies sind Bestandteile des reellen Lebens und so untrennbar mit unserem Weg verbunden, wie die höchsten Freuden dieser Existenz. Wenn ich jedoch nachts durch den Wald gehe, wenn ich zu den Sternen blicke und kein menschliches Wesen in Sicht ist, dann bin ich mir zwar bewusst, dass überall da draußen eine echte Gefahr für mein physikalisches Leben und Wohlergehen lauern mag - doch 'böses' sehe ich beim besten Willen nirgends...
__________________
Taucht ein Genie auf, verbrüdern sich die Dummköpfe.
Jonathan Swift
Elisabeth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2005, 03:12   #3
Streifi
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Registriert seit: 27.05.2005
Beiträge: 201
Standard

Gut und Böse sind rein subjektive Begriffe, wie Daos bereits erwähnte. Betrachtet man zum Beispiel eine Katze, die eine Maus fängt und frisst, ist das dann gut oder böse? Für die Katze ist es gut, sie hat sich auf natürlichem Weg ihre Nahrung erbeutet und wird satt. Aus der Sicht der Maus ist es aber böse, denn schließlich ist die Katze ihr Feind. Nicht aus moralischer oder persönlicher sondern aus natürlicher sicht. Sie versucht zu flüchten, ihr Leben zu retten, wird aber schliesslich doch erwischt und geht drauf.

Gut und Böse sind einfach subjektive Begriffe. Ein Konflikt, in dem jeder den anderen als den "Bösen" betrachtet, lässt sich zum Beispiel nicht schlichten, bis man objektiv die Sachlage analysiert und sie Anhand bestimmter Regeln zu klären versucht.

Es gibt im Prinzip kein gut und kein böse, nur unterschiedliche Standpunkte und Meinungen, einige konstruktiv, einige destruktiv, einige neutral und das war es auch schon.
Streifi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2005, 23:44   #4
Parzival
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Man kann 'gut' und 'böse' nicht in der Tierwelt erklären.
Tiere handeln ihrem tierischen Wesen entsprechend.
Sie haben keinen freien Willen.

Der Mensch besitzt diesen.
Um hier das 'gut' und 'böse' aufzugreifen, würde ich jetzt mal behaupten, dass der Wille Gott uns eine wertneutrale Energie zur Verfügung stellt, durch welche wir existieren.

Erst was der Mensch durch seinen freien Willen mit dieser Energie bewirkt, kann in die Kategorien 'gut' und 'böse' eingeteilt werden.

Fred über gut und böse gibt es auch hier
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Alt 17.07.2005, 18:54   #5
TriFieldMeter
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Registriert seit: 27.12.2004
Beiträge: 151
Standard

Zitat:
Sie haben keinen freien Willen.
Nun, einen freien Willen haben sie schon, sonst könnten sie im Prinzip ja gar nicht existieren.
Aber gelenkt wird dieser durch ihren tierischen Instinkt, wie ich das mal sagen möchte.
__________________
"Es ist nur so, dass wir in der Wissenschaft immer nach der einfachsten Erklärung suchen." Harold Ramis
TriFieldMeter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.2005, 22:01   #6
Elisabeth
Foren-As
 
Benutzerbild von Elisabeth
 
Registriert seit: 17.07.2004
Beiträge: 659
Standard

Zitat:
Aber gelenkt wird dieser durch ihren tierischen Instinkt, wie ich das mal sagen möchte.
Tiere handeln zwar überwiegend instinktgeleitet, aber nicht ausschließlich. Auch sie tun Dinge, weil es ihnen Spaß macht, weil sie jemanden lieben oder ablehnen. Neben den Instinkten haben sie durchaus auch Gefühle und vermögen nachzudenken.
__________________
Taucht ein Genie auf, verbrüdern sich die Dummköpfe.
Jonathan Swift
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