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Außergewöhnliche Funde Die Piri Reis Karten, die Maschine von Antikythera oder die Goldflieger aus Südamerika - letzte Zeugen einer uralten Hochzivilisation?

 
 
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Alt 28.06.2002, 16:12   #24
Acolina
Hausdrachen
 
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Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 11.219
Standard

Zitat:
Original von Lazarus
Ach ja Acolina:
"Oder Angst, man könne ihm da was kaputt machen, was verschwinden lassen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf?"

Leichte Wissenschaftler-Verschwörungs-Phobie ? :-)
Nöö, ganz und gar nicht! Das da oben war nur eine Aufzählung möglicher Motivationen für dies Verhalten des Herrn Prof, die mir dazu einfielen. Obwohl, eine "Leichte Wissenschaftler-Verschwörungs-Phobie" wäre ja manchmal angebracht ... getürkte Forschungsergebnisse etc. werden in Zeiten knapper werdender Gelder auch eher nicht seltener, und spätestens seit meinem Studium hat sich der Spruch "Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast" auch mit Leben gefüllt. Tja, ganz zu schweigen von den kleinen und großen Intrigen (um mal das vorbelastete Wort Verschwörung zu umgehen) unter den lieben Kolleginnen und Kollegen...

Zurück zu diesen seltsamen Platten.

Also, der Aussage, dass da anscheinend bisher nicht gerade sehr wissenschaftlich vorgegangen wurde, kann ich mich nur anschließen. Ist schon alles sehr suspekt. Nur diese wenigen, dazu noch unprofessionellen Bilder und anscheinend auch keinerlei Austausch mit internationalen Spezialisten hierzu, keine genaue Angaben zu Untersuchungsmethoden und Ergebnissen usw.

Was Aufbau, Schriftzug und Altersbestimmung der Platte angeht, habe ich noch diese Angaben bei Fosar / Bludorf gefunden:

Zitat:
Seltsame keramische Werkstoffe

Die unterste Schicht, ca. 14 cm dick, ist eine natürliche Steinplatte aus hartem Dolomitgestein. Darüber liegt, knapp 2 cm stark, eine Schicht aus Diopsidglas, aufgetragen mit einer Technik, die uns heute unbekannt ist. In dieser Glasschicht ist das eigentliche Relief herausgearbeitet. Darüber liegt dann noch eine knapp 2 mm starke weiße Schicht aus Calcium-Porzellan, die offenbar die empfindliche Oberfläche stoß- und schlagfest machen sollte und die dem Stein das charakteristische Aussehen verleiht. ...

Auf der Tafel wurden auch unbekannte Schriftzeichen entdeckt, und da sie vertikal angeordnet waren, vermutete man zunächst, dass es Altchinesisch sein könnte, wie es etwa bis zum 3. Jahrhundert v. Chr. noch benutzt wurde (selbst wenn dann die Frage erlaubt wäre, woher die alten Chinesen eine Millionen von Jahren alte Geländeformation kennen konnten). Doch diese Vermutung stellte sich schnell als falsch heraus. Alexander Chuvyrov erhielt die Erlaubnis, sich insgesamt 40 Minuten in der chinesischen Staatsbibliothek aufzuhalten und einige seltene historische Bücher einzusehen. Keines von ihnen zeigte auch nur ansatzweise ähnliche Schriftzeichen. Nach einer Konsultation mit chinesischen Sprachwissenschaftlern gab Chuvyrov diese Hypothese endgültig auf. Bis heute weiß man nur, dass es eine hieroglyphenähnliche Silbenschrift unbekannten Ursprungs ist, die bislang niemand entziffern konnte. ...

Eine Altersbestimmung der Tafel erwies sich als äußerst schwierig. Weder die in der Archäologie übliche Radiokarbonmethode noch das Scannen der Gesteinsschichten mit Hilfe von Uran-Chronometern erbrachte schlüssige Resultate. Während dieser Untersuchungen fand man an der Oberfläche der Tafel zwei fossile Muscheln, die offenbar absichtlich eingesetzt worden waren, um bestimmte Punkte auf der Karte zu markieren. Muscheln sind in der Paläontologie häufig wichtige Leitfossilien, um das Alter einer Gesteinsschicht zu erkennen, da diese Tiere nicht sehr langlebig sind und als Arten eine schnelle Evolution durchmachen. Die eine Muschel wurde identifiziert als Navicopsina munitus und lebte vor etwa 500 Millionen Jahren. Die andere war jüngeren Datums: Ecculiomphalus princeps ist "nur" etwa 120 Millionen Jahre alt.

Natürlich konnten die Leute, die die Karte herstellten, auch damals schon eine versteinerte, also uralte und tote Muschel als Markierung verwenden, und doch kristallisiert sich die Zahl 120 Millionen Jahre langsam als Arbeitshypothese für das vermutete Alter der Karte heraus, wie Professor Chuvyrov betont. Die Zahl stimmt nämlich überein mit einer Analyse der Ausrichtung von mikroskopischen Metallteilchen, wie sie gerade bei Porzellan- und Keramikarbeiten zur Altersbestimmung ebenfalls herangezogen werden können. Danach wurde die Beschichtung der Tafel erstellt zu einer Zeit, als der magnetische Nordpol nicht an seiner heutigen Stelle lag, sondern in der Gegend von Franz-Josef-Land, einer zu Russland gehörenden Inselgruppe östlich von Spitzbergen (. Dies war aber nach heutiger Erkenntnis vor ca. 120 Millionen Jahren letztmals der Fall!
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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