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Alt 19.12.2006, 23:03   #1
Zwirni
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Beiträge: 3.540
Standard UFO-Befürworter und die Skeptiker

Folgender Artikel beschäftigt sich mit dem Thema ob Skeptiker der UFO-Forschung gut tun oder nicht: http://www.ufos-co.de/news_artikel/h....php?storyid=8 - dabei kommt "natürlich" wieder das Wort "Skeptiker" vor, welches heute ja oft schon als Schimpfwort ausgespiehen wird.

Der Begriff "Skeptiker" ist bei diesem Thema ja noch relativ neu. Ich denke aber, dass er völlig unangebracht ist. Natürlich gibt es Menschen, die nicht an UFO-Phänomene glauben. Allerdings werden auch einfache Kritiker gleich als Skeptiker bezeichnet, wenn sie mal eine Sichtung auf Grundlage simpler Physik erklären.

Beispiel:
User A meldet sich mit einem von ihm gemachten UFO-Bild in einem Forum.
User B und C finden es total cool und denken sofort, dass es echt ist.
User D denkt, dass es eine Fälschung ist und zieht auch einige Beweise heran.
User E denkt, dass seine Vorredner eh alle falsch liegen und es auf jedenfall eine Fälschung sein muss.

Wenn man das nun unbedingt in Gruppen einteilen will wäre User E ein Skeptiker wie er in diesem Topic hier definiert wird. User D wird von Usern B und C jedoch ebenso als Skeptiker verschrien, nur weil er gegen ihre Auffassung argumentiert. Et voila: ein weiterer Skeptiker der eigentlich keiner ist wurde geboren (auch Sicht von B, C und E).

Und genau diese Art von "Gesprächskultur" in Zusammenhang mit UFO-Phänomenen ist es die mich davon abhält mich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Für mich sind hierbei alle Beteiligten Schuld (also Schuld daran, dass durch die Schaffung von "Skeptikern" das Thema uninteressant wird): User B und C weil sie meist mit wenig Argumenten nicht mal richtig diskutieren können, User D weil er zumeist ungehört spurenlos verschwindet und keine Ausdauer zeigt um seine Ansichten darzulegen und User E weil er das ganze Thema einfach gnadenlos in den Dreck fährt.

Für mich gibt es somit eigentlich keine Skeptiker - es gibt nur eine widerwärtige Gesprächskultur.
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Alt 20.12.2006, 00:20   #2
transzendenz
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Beiträge: 417
Standard

Genau - es liegt an der Gesprächskultur

und wenn noch einmal einer was gegen mein Ufo sagt - dann knall ich dem aber mal eins vor dem Latz



Ich sag immer, Skeptiker haben keine Phantasie
__________________
Lieben Gruß transzendenz
transzendenz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2006, 10:23   #3
perfidulo
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Beiträge: 9.607
Standard RE: UFO-Befürworter und die Skeptiker

Zitat:
Folgender Artikel beschäftigt sich mit dem Thema ob Skeptiker der UFO-Forschung gut tun oder nicht: http://www.ufos-co.de/news_artikel/h....php?storyid=8 - dabei kommt "natürlich" wieder das Wort "Skeptiker" vor, welches heute ja oft schon als Schimpfwort ausgespiehen wird.
Es ist ein schwer zu lesender, aber untauglicher Versuch, dem UFO-Phänomen eine physikalische Realität zuzuschreiben und die "Zeugen" als solche zu nutzen, die scheinbar und als einzige mehr über das Phänomen wissen.

Wenn es nichts gibt, kann es auch keine "Zeugen" geben, keine "Vertuschung" usw.

Alle Bemühungen die "Nichtexistenz" des Weihnachtsmannes zu beweisen, waren bislang vergeblich. Millionen huldigen einem Phantom. So ist es auch mit den UFOs.

Der Beitrag ist der übliche Rundschlag gegen Skeptiker, GWUP, Christentum und Naturwissenschaft.

Zitat:
Was veranlasst einen Menschen als UFO Skeptiker aufzutreten - als Zweifler eines Phänomens, von dem er wissen müsste, dass es existiert, wenn er sich genügend damit befasst hätte, - was wiederum Voraussetzung dafür wäre es anzweifeln zu können-, falls ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse dieses überhaupt zuließen, was ja nicht der Fall ist.
Das ist das Muster des rhetoischen Tricks, der von Gläubigen gegen Atheisten angewandt wird. "Ihr müßtet doch wissen, daß es Gott gibt, aber ihr wollt es nicht zugeben."

Zitat:
Man kann nicht dauernd das anzweifeln, was man erforschen will,
Aber natürlich. Die Null-Hypothese ist der Beginn wissenschaftlichen Arbeitens. Es kann sein, daß ich Laufe meiner Forschungen feststelle, daß es das zu untersuchende Phänomen nicht gibt. Das muß man zugeben. Alles andere ist Glaube, aber der unerschütterliche Glaube zeichnet den wackeren UFOlogen aus.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2006, 21:40   #4
basti_79
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Benutzerbild von basti_79
 
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Beiträge: 11.092
Standard

Kann mich da eigentlich nur perfidulio Anschließen.

Natürlich ist Aberglaube ("falscher Glaube" - sei hier mal im breiten Sinne verstanden, also Dinge glauben, ohne dass man einen Grund dafür hat) auch unter Skeptikern zu finden, oder unter Wissenschaftlern.

Der Witz ist folgender: Wissen und Schlussfolgerungen können relativ einfach nachgeprüft werden. Wenn z.B. jemand behauptet, das Loch im Pentagon wäre jetzt x m breit, wie man auf diesem oder jenem Foto sehen könnte, kann man das selber nachmessen und überprüfen, ob das Ergebnis stimmig ist. Dann kann man sich eine Konstruktionszeichnung des fehlenden Flugzeugs nehmen und die Breite der Strukturen des Flugzeugs mit dem Loch im Gebäude vergleichen etc.

Was auch genau der Grund ist, warum ich solche Manöver in entsprechenden Threads anrege.

Ein wichtiges Merkmal von Aberglauben ist seine oberflächliche Komplexität bei gleichzeitiger Inhaltsleere. Da Aberglauben ja in der Regel (oder gar per Definition?) unstimmig ist, muß er immer Komplexer werden, um Einwände zu berücksichtigen. Man schaue sich nur die 11.9.-VT'ler an, bei denen dann irgendwann von Raketen die Rede ist, außerirdische sich einmischen, und die Illuminaten, und am Ende findet man Geheime Botschaften auf Dollarnoten und und und... Und das alles hat nicht mal Ansatzweise die Erklärungskraft von "Terroristen haben Flugzeuge entführt und in Gebäude stürzen lassen" (was bitte erklärt eine solche Theorie?), sondern ist nur Nebel, Nebel, Nebel...

Das dumme ist jetzt halt, viele Leute haben (wie Tarlanc richtig beobachtet hat) offenbar nicht die mentalen Fähigkeiten zu Unterscheiden zwischen inhaltsleerem Gewöll und Ideen mit Erklärungskraft. Und so verteilen sie sich im wesentlichen zufällig auf das Feld zwischen "ja" und "nein", diskutieren aber (insbesondere in Internetforen) oft in erhöhter Lautstärke mit (oder andererseits: fangen Metadiskussionen an, oder betonen, dass sie bei solchen Diskussionen gar nicht erst mitmachen), so dass echte Argumente in riesigen Textmassen untergehen.

In dieser Situation kann jemand innerhalb dieses Spektrums, der nur Autoritär genug klingt, sofort eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich Versammeln. Diese Leute kommen dann durch die Natur von derartigen Auseinandersetzungen (bei denen oft eine "normale" Deutung mit einer oder mehreren "alternativen" verglichen wird) von den Polen des Spektrums.

Das heißt jetzt insbesondere nicht, dass sich am Ende des Spektrums jeweils die Spinner befinden.

Das heißt das, was ich schon immer sage: jeder ist auf seine eigene Wahrnehmung angewiesen. Wenn ihr jemandem nicht glaubt, forscht nach, wie er zu seiner Meinung kommt. Wenn das schwer ist, ist etwas faul. Gäbe es einen einfachen Grund, hätte der Urheber ihn zugänglich gemacht.

Kurz zusammengefasst: Das, was viele Leute machen, ist wie ohne Taschenlampe (Geist) in einem dunklen Zimmer (Welt) eine schwarze Katze (Wahrheit) suchen, dann bei allem was sich weich anfühlt (was irgendwie wie Wahrheit aussieht) laut schreien, sie hätten die Katze. Und dann alle anderen die schreien, erzählen, nein, sie hätten nicht die Katze. Selbst wenn davon 5 oder 6 auf einem haufen stehen und die alle ne Taschenlampe haben. Und das ist das, was mir letztlich auf den Keks geht.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2006, 13:43   #5
Moredread
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.12.2006
Beiträge: 417
Standard RE: UFO-Befürworter und die Skeptiker

Zitat:
Original von perfidulo
Es ist ein schwer zu lesender, aber untauglicher Versuch, dem UFO-Phänomen eine physikalische Realität zuzuschreiben und die "Zeugen" als solche zu nutzen, die scheinbar und als einzige mehr über das Phänomen wissen.
Sauber analysiert - als Zusatzinformation sei erwähnt, das die Autorin selber behauptet, ein Zeuge zu sein und deshalb glaubt, die Warheit™ zu kennen... das erkennt man wunderbar, wenn man es genau liest. Sauber durchschaut

ciao

JM
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