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Alt 17.03.2014, 18:08   #1
Acolina
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Daumen hoch EU-Parlament: Resolution fordert Gleichbehandlung nichtreligiöser Menschen

Ja, es gibt sie noch, die guten Nachrichten!

EU-Parlament: Resolution fordert Gleichbehandlung nichtreligiöser Menschen
Zitat:
Mit einer bemerkenswerten Mehrheit hat sich das Europäische Parlament in einer Resolution für die Trennung von Religion und Staat und für die Aufhebung aller „Blasphemie“-Verbote ausgesprochen. Gegen die Annahme des Forderungskatalogs zur Verwirklichung von Grundrechten stimmten vor allem Christdemokraten, Nationalkonservative und EU-Skeptiker.
(Weiterlesen unter obigem Link)

Nun geht es ans Umsetzen
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 21.03.2014, 22:01   #2
SusiNeunmalklug
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Das heisst ja, dass kirchliche Einrichtungen nun nicht mehr staatlich finanziert werden dürfen, sondern nur noch aus Eigenmitteln.
Toll!
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Alt 21.03.2014, 22:25   #3
Acolina
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Und wovon träumst du nachts?
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 21.03.2014, 22:27   #4
SusiNeunmalklug
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Hey, der Glaube dran kann Wunder bewirken!
Die Zeiten ändern sich.
Glaub mir
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Alt 22.03.2014, 09:11   #5
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von SusiNeunmalklug Beitrag anzeigen
Hey, der Glaube dran kann Wunder bewirken!
und EURO-Berge versetzen -gj
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 22.03.2014, 10:10   #6
SusiNeunmalklug
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Zumindest wäre das eine logische Schlussfolgerung aus der Resolution.
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Alt 22.03.2014, 10:39   #7
perfidulo
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Standard EU Parlament nicht ganz nutzlos

Es ist gut, daß das EU-Parlament gerade vor den Wahlen im Mai mit Nachrichten kommt, die zeigen, daß es nicht (nur) die kostentreibende Schwatzbude ist.

Der Spitzenkandidat der Sozen ist lauf Aco ein bekennender Laizist.

Und Sven Giegold (Grüne) hat gestern im Deutschlandfunk erzählt, daß man dem Finanzkapital Zügel angelegt habe. Er sagte "Wir können als EP sogar Schäuble morgens um halb fünf aus dem Bett holen"

Schade, daß sie das nicht mit dem Bischof von Rom machen können.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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Alt 25.03.2014, 05:24   #8
Torsten Migge
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Schade, daß sie das nicht mit dem Bischof von Rom machen können.
Ja, die Vatikanstadt gehört offiziell nicht zur EU - war mir bisher gar nicht bewusst, hab das aber gerade mal gegoogelt

Na wenigstens ein definitives Motiv, sich an der Europawahl zu beteiligen


Saludos!
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Frank Zappa
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Alt 25.03.2014, 08:22   #9
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Ja, es gibt sie noch, die guten Nachrichten!

EU-Parlament: Resolution fordert Gleichbehandlung nichtreligiöser Menschen

(Weiterlesen unter obigem Link)

Nun geht es ans Umsetzen
Also das finde ich auch, dass nichtreligiöse endlich gleichbehandelt werden sollen.
Das was sie an Kirchensteuer einsparen, könnten sie als Sozial/Kultursteuer absetzungsfähig für z.B. Kulturfonds, Förderungen und für viele soziale Zwecke in die Gemeinschaft einbringen.
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
Nietzsche "Gott ist tot" ............................................ Gott "Nietzsche ist tot"
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Alt 25.03.2014, 08:36   #10
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
...
Wo landet eigentlich die Kirchensteuer?
-gj

Nachsatz:
aus http://www.kirchensteuer.de/node/71
Zitat:
8. Bekommen die Kirchen auch Geld von Nichtmitgliedern?

Antwort: Ja, denn die Kirchensteuer macht nur einen Teil der Einnahmen der beiden großen Kirchen aus. Daneben erhalten sie sog. Staatsleistungen und zahlreiche andere Zuschüsse, die aus dem allgemeinen Steuertopf genommen werden. Allein an Baulasten und Zuschüssen für Kirchenpersonal zahlen die Bundesländer über 500 Millionen Euro jährlich an die Kirchen. So wird das Gehalt zahlreicher Bischöfe aus Steuermitteln entrichtet. Hohe Summen fließen auch für die Gehälter und die Ausbildung von Religionslehrern. Selbst Kirchentage und die Auslandsarbeit bezuschusst der Staat in hohem Maße. Auf diese Weise finanzieren auch Konfessionslose und Andersgläubige rein innerkirchliche Belange.
und
Zitat:
15. Wofür wird die Kirchensteuer verwendet?

Antwort: Die Kirchensteuer wird fast ausschließlich für kircheninterne Zwecke verwendet. Etwa 60-70% der Kirchensteuereinnahmen benötigen die Kirchen für die Bezahlung des eigenen Personals. Weitere größere Posten sind Verwaltung und Kirchenbauten. Lediglich einen Bruchteil der Kirchensteuereinnahmen gibt die Kirche für öffentliche soziale Zwecke aus.
und
Zitat:
16. Werden Krankenhäuser und Kindergärten aus der Kirchensteuer finanziert?

Antwort: Die Krankenhäuser in kirchlicher Trägerschaft werden – wie die Einrichtungen anderer Träger auch – durch die Krankenkassen, die Sozialversicherungsträger, die Kranken selbst mit ihren Eigenbeiträgen und den Staat in Form von Investitionen finanziert. Somit fließt kein Euro Kirchensteuer in die Krankenhäuser.
Anders sieht dies bei Kindergärten aus. In die Erziehung der Kinder im kirchlichen Sinne investiert die Kirche tatsächlich Mittel aus der Kirchensteuer, jedoch mit stark abnehmender Tendenz. Waren in den 1990er Jahren noch ca. 20% kirchliche Eigenleistungen vorgesehen (die Zahlen schwanken von Bundesland zu Bundesland), ging dieser Anteil in den letzten Jahren auf ca. 10% zurück. Viele kirchliche Kindergärten werden jedoch schon auf Druck der Kirchen völlig durch die öffentliche Hand finanziert. Die Kirchen drohen den Kommunen damit, ihre Kindergärten zu schließen, wenn keine zusätzlichen Zuschüsse über den gesetzlich festgelegten Anteil der öffentlichen Hand hinaus gewährt werden.
und auch aus http://www.kirchensteuer.de/node/83
Zitat:
Carsten Frerk verweist in seinem Buch Caritas und Diakonie in Deutschland (2005) darauf, dass die Kirchen nach seinen Berechnungen für die Kosten von Caritas und Diakonie jährlich etwa 830 Mio. Euro aufbringen. Bei Gesamtkosten von rund 45 Milliarden Euro sind das rund zwei Prozent. Der Großteil dieser Zahlungen geht zudem in nur drei Bereiche: 1. Die Kindertageseinrichtungen (376 Mio. Euro), in denen die künftigen Kirchensteuerzahler erzogen werden; 2. in die Verbandsarbeit (300 Mio. Euro), d.h. die Bürokratie von Caritas und Diakonie, die nicht nur aus den staatlichen Zuwendungen finanziert werden kann; und 3. in die Beratungsstellen (146 Mio. Euro), die Ratsuchende in die dahinter liegenden öffentlich finanzierten Krankenhäuser, Suchtkliniken, Familienerholungsstätten usw. von Caritas und Diakonie vermitteln.

Die Behauptung, dass die Kirchen eine Leistung für die Allgemeinheit erbringen, ist also fragwürdig. Denn Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft werden in derselben Weise finanziert, wie Einrichtungen anderer freier Träger auch. In den wenigen Fällen, in denen sog. „arme Träger“ höhere staatliche Zuschüsse erhalten (z.B. in Nordrhein-Westfalen für Kindergärten), haben die Kirchen in den letzten Jahren ihre Bemühungen intensiviert, mit diesen gleichgestellt zu werden. Dabei sind sie durchaus erfolgreich. Mussten sie in NRW 1990 noch ein gutes Drittel der Kosten für einen Kindergarten selbst aufbringen, liegt der Eigenanteil mittlerweile nur noch bei 12%.
__________________
"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert

Geändert von Groschenjunge (25.03.2014 um 08:41 Uhr). Grund: Nachsatz eingefügt
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