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Psychologie & Parapsychologie Remote Viewing, Präkognition, aber auch Spuk und was es da noch so alles an den Grenzen der Psychologie gibt.

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Alt 15.06.2016, 16:56   #1
basti_79
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Dieses Paper - ein Zufallsfund - ist richtig gut.

Allein der Titel hat es schon in sich: "Ich bin kein Tier: Sterblichkeitsbewusstsein, Ekel und die Leugnung der Kreatürlichkeit des Menschen".

Die grundlegende Hypothese ist, dass Menschen Kultur brauchen, und damit ein Bewußtsein von Bedeutung, Wert und Dauerhaftigkeit, um Angst vor dem Tod und das Bewußtsein für die Tatsache, dass sie Trockennasenaffen (also Tiere) sind, zu überwinden. Ekel würde dabei eine besondere Rolle spielen.

Die Umfragen sind ein bißchen klein angelegt und müssten meiner Meinung nach wiederholt werden, aber geben interessante Hinweise (Ekel ggü. "Magischem Denken" oder "Integrität des Körpers" geschwächt nach Gedanken an den eigenen Tod, per "Sex" fast unverändert, ggü. "Tiere", "Nahrung" oder "Exkremente" gestärkt).

Ich kann mich auch deutlich erinnern, dass ich früher die kulturelle Praxis des Leichenschmauses (gemeinsames Essen nach der Beerdigung eines Angehörigen) abstoßend fand. Heute ekelt mich der Gedanke nicht mehr so.

http://www.earthintransition.org/wp-...ent-theory.pdf
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 03.11.2016, 18:06   #2
basti_79
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In einer ähnlichen Richtung: Felix von Leitners "wir werden alle sterben!" ist ein guter Weg, Zuhörer zu Höchstleistungen anzutreiben. Allerdings ist die Studie von einem Basketballspiel ausgegangen.

http://arstechnica.com/science/2016/...k-for-winning/
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Alt 01.03.2017, 17:27   #3
basti_79
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Hier hat jemand, offenbar als Kommentar zu der anderen Studie, 15 Jahre später (!) eine andere Fragestellung untersucht: Ob es ekelig wäre, an seine tierische Natur erinnert zu werden.

Da kam es jetzt zu einer eigenartigen Verfärbung. Bei der ersten Studie wurde anscheinend die Frage untersucht, ob Ekel bei der Ausbreitung von "Kultur-Memen" eine wesentliche Rolle spielt. Die neuere Studie untersucht schneinbar eine ganz andere Frage. Leider habe ich keinen Zugriff auf den Volltext - unterhaltsam finde ich aber, dass diese Verschiebung ja die ursprüngliche Hypothese bestätigen würde.

http://www.tandfonline.com/doi/full/...1.2016.1221382
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Alt 04.06.2017, 09:16   #4
basti_79
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Hier noch eine Querverbindung: "Konservative" (Nazis, "Liberale", "unpolitische", "Verfechter der Meinungsfreiheit" etc.) ekeln sich schneller als Progressive.

Zitat:
So lösen vor allem Verletzungen von moralischen Prinzipien Emotionen aus, die uns zu unseren Urteilen leiten. Dieser Einfluss ist für uns schwer zu erkennen und umso schwerer zu unterdrücken.


Was würde denn passieren, wenn man den Einfluss, den Emotionen, die Verletzungen von moralischen Prinzipien hervorruft, unterdrückt, statt über die Emotionen zu reden und zu versuchen, eine sachliche Debatte herbeizuführen?

So etwas vielleicht?

(Achja, Narzissten wird häufig eine "mühsam unterdrückte Wut" zugeschrieben. Ich nehme einmal an, das ist der Grund, warum symbolischer/ritueller Nationalismus [oft narzisstisch!] und Xenophobie so stark miteinander korellieren - ich kann mich sogar erinnern, selber mal in dieser Form auf Nationalismus "hereingefallen" zu sein, und mich dann dagegen entschieden zu haben, weil das eben nur schlechtes bringt)

(Übrigens kann ich mich erinnern, dass zu der Zeit, in der ich angefangen habe, mich "für Paranormales zu interessieren", mich vor allem die Emotionen der Leute interessiert haben, genau wie bei meiner späteren distanzierten Neugier Sekten oder Spinnern gegenüber. Und wie es heute auch noch mit Träumen und Träumern ist, oder bei politischen Debatten - wären die rein sachlich, ich glaube, ich würde mich kein Stück dafür interessieren)

https://www.nzz.ch/feuilleton/politi...tiv-ld.1297970
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Alt 23.11.2017, 15:23   #5
basti_79
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Gehört hier hin - methodisch sehr viel exakter als die oben genannte Studie. Danke für den Tip, A..

http://www.jordanbpeterson.com/docs/.../23Horberg.pdf
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Alt 01.12.2017, 12:08   #6
basti_79
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Stichwörter: Xenophobie, Fremdenfeindlichkeit, transkranielle Magnetstimulation, Glauben, Religion

http://www.deutschlandfunkkultur.de/...icle_id=402025
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Alt 08.12.2017, 18:55   #7
derwestermann
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Da schau her....
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Der sicherste Beweis für Ausserirdisches Leben ist, daß noch niemand versucht hat mit uns Kontakt aufzunehmen....
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