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Diverses Alles rund um Grenzwissenschaften, was nirgendwo anders so recht rein passt....

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Alt 01.02.2018, 16:33   #31
Lupo
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Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
"Sozialwissenschaftler" erfüllen häufig einzig die Funktion eines Erklärbärs. Ein Soziologe kann genau erklären, wie es kommt, dass es ein 50-Hz-Stromnetz gibt und warum die Leute daran festhalten. Wie man es jetzt aber meinetwegen umstellen könnte auf 60 Hz, d.h. wie man die gesellschaftlichen Voraussetzungen schafft, die den Schritt für alle Beteiligten sinnvoll erscheinen lassen, kann er nicht erklären.
Ist auch - glaube ich - nicht Teil seiner Stellenbeschreibung.
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 01.02.2018, 17:16   #32
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Ist auch - glaube ich - nicht Teil seiner Stellenbeschreibung.
Das war aber auch nicht die Frage.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
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Alt 01.02.2018, 17:50   #33
HaraldL
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Was ist an der Funkrundsteuerung so schlecht? Wer keinen Zugang zur Sendeanlage hat ( und die ist gut gesichert) kann da nichts manipulieren! Bei Online-Technologien sieht das ganz anders aus...

Warum soll eine Technologie, nur weil sie älteren Datums ist, gleich schlecht sein?
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Alt 01.02.2018, 20:50   #34
perfidulo
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Da habt Ihr den ideologischen Background für Eure Konzeption

https://www.tichyseinblick.de/gastbe...dlicher-bluff/
Zitat:
In den Wirtschaftswissenschaften wurde der Innovationsbegriff maßgeblich durch den Ökonomen Joseph Schumpeter zu Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt. Schumpeter stellte einen kausalen Zusammenhang her zwischen Produkt- und Prozessinnovationen und den daraus resultierenden Produktivitätssteigerungen. Die Produktivitätssteigerungen bewirken, dass immer weniger menschliche Arbeit zur Herstellung einer Ware oder Dienstleitung benötigt wird. Diese wird dadurch günstiger und der allgemeine Wohlstand steigt. Die bessere Produktionsweise setzt sich durch und führt zu einer schöpferischen Zerstörung der nicht innovativen Unternehmen und mitunter ganzer Wirtschaftsbereiche. Aufgrund dieses Zusammenhangs ist zu erwarten, dass eine innovative Wirtschaft mehr oder weniger starke Fortschritte bei der Erhöhung der Arbeitsproduktivität macht.
Daran ist so ziemlich alles falsch. Nur wollen es die Wirtschaftswissenschaftler nicht wahrhaben. Aber sie hängen ja vielen irrigen Theorien nach. Nur leider hat das Auswirkungen auf die Wirklichkeit.
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Alt 02.02.2018, 09:02   #35
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Daran ist so ziemlich alles falsch.
Bedauere, aber im engeren Sinne "falsch" (nicht den Tatsachen entsprechend) finde ich da nichts. Das sagt nichts über die politische Deutung des geschriebenen.

Zitat:
Nur wollen es die Wirtschaftswissenschaftler nicht wahrhaben. Aber sie hängen ja vielen irrigen Theorien nach. Nur leider hat das Auswirkungen auf die Wirklichkeit.
Was genau wollen die Wirtschaftswissenschaftler denn nicht wahrhaben? Und wo und wie irren sie?

Und warum haben diese Irrtümer Auswirkungen auf die Wirklichkeit? Ist das eine Besonderheit der Ökonomie?
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Alt 02.02.2018, 09:15   #36
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das war aber auch nicht die Frage.
Doch natürlich, genau DAS war meine Frage.
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Alt 02.02.2018, 09:17   #37
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Doch natürlich, genau DAS war meine Frage.
Hmm ok, da hatte ich Dich falsch verstanden. Also, bevor man "Soziologen" (oder meinetwegen auch Juristen oder Pädagogen) kritisiert, muss man erst einmal nachgucken, was die genau unterschrieben haben, da man nicht davon ausgehen kann, dass die auch nur einen Zentimeter weiterdenken? Habe ich Dich da richtig verstanden?
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Alt 02.02.2018, 09:17   #38
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Daran ist so ziemlich alles falsch.
Nöö, das, was daran falsch ist, ist der Glaube "der allgemeine Wohlstand steigt" würde bedeuten, dass es weniger Menschen gibt, denen es dreckig geht.
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Alt 02.02.2018, 09:22   #39
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Nöö, das, was daran falsch ist, ist der Glaube "der allgemeine Wohlstand steigt" würde bedeuten, dass es weniger Menschen gibt, denen es dreckig geht.
Kann man denn unterstellen, dass diese Definition von "allgemeiner Wohlstand" zugrundegelegt wurde? Falls nicht, wäre das dann "falsch"?
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Alt 02.02.2018, 09:33   #40
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Bedauere, aber im engeren Sinne "falsch" (nicht den Tatsachen entsprechend) finde ich da nichts.
Echt nicht? Dabei versuche ich Euch gerade beizubiegen, das der Fetsch von der vermeintlich effizienteren Technologie, die die ineffizienten von der Platte putzt, ein lange gepflegter Mythos ist.

Die Segelschiffe erreichten ihre höchste Vollkommenheit in der Epoche des Dampfschiffs, nicht etwa davor und wurden dann vom "besseren" verdrängt.

Die meisten Kanäle (Binnen) wurden gebaut, als die Eisenbahn als vermeintlich effizientere Transportmittel galt.

Die Therorie basiert auf der Fiktion einer "linearen" Technik. Das hat Anfangs des 20. Jahrhunderts für die Stahlindustie gegolten, die dewegen auch als Referenz bemüht wird.

Vom Berg- bis zum Walzwerk lassen sich leicht Beispiele finden, wo das tatsächlich so funktioniert hat. Thomasschlacke und Gichtgasnutzung sind nur Randerscheinungen aus dieser Sicht und werden in der Literatur auch so behandelt.

In den meisten anderen Branchen ist es vieeeel komplizierter, weil man es immer mit Koppelproduktion zu tun hat. Es gibt eben zwei oder mehr untrennbar (naturwissenschaftlich) miteinander verbundene Produkte und für beide müssen die Technologie passen und es muss einen Markt geben.

Leuchtgasindustrie mit dem Teer, Ölindustrie mit Dutzenden Produkten, ebenso die Holzverschwelung. Die meisten Erzaubereitungssysteme haben es mit mehreren Metallen zu tun. Das wird von Wirtschaftswissenschaftlern ungern untersucht. Es ist doch viel übersichtlicher, wenn man nur ein Produkt betrachten muss.

Das waren eben in der metallverarbeitenden Industrie nach der Reduktion der Erze der Fall, in der Lebensmittelindustrie nach der Schlachtung, in der Papierindustrie nach dem Zellstoffwerk usw. Es hat lange gedauert, bis man es wenigstens ansatzweise begriffen hat, dass es komplizierter ist und es Querverbindungen gibt.

Der Zwang zu Umweltbilanzen (Ökobilanzen) war heilsam. Heute kann man, was früher mit Stift und Papier schwierig war, die Zusammenhänge mit elektronischer Rechentechnik modellieren.

Leider wollen die Wirtschaftwissenschaftler am Ende wieder alles auf "Kennzahlen" eindampfen, wie den "Carbon Footprint", dier alles auf Kohlendioxid normiert. Damit kann man dann wieder fein Politik machen. Oder beim Autoverkehr auf Feinstaub. Leider machen unsere Grünen Freunde alles begeistert mit.
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Geändert von perfidulo (02.02.2018 um 09:40 Uhr).
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