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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 19.09.2018, 11:08   #1
RolandHorn
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Frage Ist ein Leben nach dem Tod erstrebenswert?

Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
(...) Wir werden alle sterben!
Hallo Aco und andere, dieser Gedanke ist an sich tröstlich. Stell Dir mal vor, es ginge anstelle des Todes oder nach diesem Leben noch weiter - der ganze Zirkus setzte sich fort. Und erst die Reinkarnationslehre: Die Geburt, die Hilflosigkeit als Baby, die Schule, die Lehre, das Leben ohne erkennbaren Sinn bis ans Lebensende - immer und immer wieder - bis man endlich ins Nirvana kommt, das hoffentlich das endgültige Verlöschen bedeutet. Das könnte man doch auch direkt nach diesem Leben haben. Ich fürche mich vor dem Augenblick, an dem ich tot über meinem Körper schwebe und meine Angehörigen weinen sehe - das könnte ich nicht ertragen. Andererseits: Wenn meine Frau oder eines meiner Kinder vor mir stürben, würde ich mir wünschen, es gäbe irgendwann ein Wiedersehen. In einem Vorgängerpost hast Du von "Verlorener Lebenszeit" gesprochen. Gemessen am Alter des Universums ist die Lebenszeit eines Menschen ein Fliegenschiss. Diesen Vergleich konnte ich mir nicht verkneifen, Aco. Dafür nähme ich gerne auch 'ne Verwarnung in Kauf. Alles Liebe Roland
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Alt 19.09.2018, 16:03   #2
Acolina
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Obiger Beitrag wurde von hier kopiert, da dort OT.
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 19.09.2018, 16:09   #3
basti_79
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Zitat:
Zitat von RolandHorn Beitrag anzeigen
Hallo Aco und andere, dieser Gedanke ist an sich tröstlich.
Und... sonst so?

Zitat:
Ich fürche mich vor dem Augenblick, an dem ich tot über meinem Körper schwebe und meine Angehörigen weinen sehe - das könnte ich nicht ertragen.
Das wird nicht passieren, keine Sorge. Also das "tot über Deinem Körper schweben". Das ist nur eine religiöse oder pseudoreligiöse Vorstellung, die manche Menschen verwenden wollen, um Dich zu manipulieren.

Zitat:
Andererseits: Wenn meine Frau oder eines meiner Kinder vor mir stürben, würde ich mir wünschen, es gäbe irgendwann ein Wiedersehen.
Wie egoistisch ist das denn? Die würden doch dann (in einem "Zwischenreich" wie dem von Dir beschriebenen) auch entsprechend leiden. Und wenn sich an das "Zwischenreich" dann ein "Leben nach dem Tod" anschließt, wärst Du Dir ja sicher, dass Du sie irgendwann wiedersehen würdest.

Zitat:
In einem Vorgängerpost hast Du von "Verlorener Lebenszeit" gesprochen.
Ich gehe mal davon aus, dass damit gemeint war, sich pseudoreligiöses Geblubber anzuhören.

Ich strebe kein Leben nach dem Tod an. Ich denke, wenn mehr Menschen es so halten würden, wäre die Welt ein besserer Ort. Und ich denke auch, Beschäftigung mit "dem Jenseits" findet statt, weil das Leben auf der Erde auf irgendeiner Ebene nicht als erstrebenswert betrachtet wird. Was ich für einen reichlich beknackten Gedanken halte, dem es auch nicht an einem gewissen Narzissmus mangelt.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 19.09.2018, 16:35   #4
Acolina
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Zitat:
Zitat von RolandHorn Beitrag anzeigen
Hallo Aco und andere, dieser Gedanke ist an sich tröstlich.
Sehe ich auch so.

Zitat:
Zitat von RolandHorn Beitrag anzeigen
Stell Dir mal vor, es ginge anstelle des Todes oder nach diesem Leben noch weiter - der ganze Zirkus setzte sich fort. Und erst die Reinkarnationslehre: Die Geburt, die Hilflosigkeit als Baby, die Schule, die Lehre, das Leben ohne erkennbaren Sinn bis ans Lebensende - immer und immer wieder - bis man endlich ins Nirvana kommt, das hoffentlich das endgültige Verlöschen bedeutet. Das könnte man doch auch direkt nach diesem Leben haben.
Ja! Auf den ganzen Scheiß ständig von vorn hätte ich jetzt auch keine Lust. Zumal einem ja auch die notwendige Erinnerung fehlt, etwaige Fehler auszumerzen

Zitat:
Zitat von RolandHorn Beitrag anzeigen
Ich fürche mich vor dem Augenblick, an dem ich tot über meinem Körper schwebe und meine Angehörigen weinen sehe - das könnte ich nicht ertragen.
Und es gäbe auch keinen Ausweg, außer es zu ertragen. Wirklich keine schöne Vorstellung! Folter.

Zitat:
Zitat von RolandHorn Beitrag anzeigen
Andererseits: Wenn meine Frau oder eines meiner Kinder vor mir stürben, würde ich mir wünschen, es gäbe irgendwann ein Wiedersehen.
Ein sehr verständlicher Wunsch. Aber stell dir mal vor, du siehst nicht nur deine Lieben, sondern auch alle Arschlöcher wieder Dann wird es für mich leichter, niemand wiederzusehen, zumal ich irgendwann ja auch nichts mehr vermisse, da es mich auch nicht mehr gibt

Im Ernst, ich denke, Verluste (Leid etc.) gehören nun mal zum Leben dazu. (Über manche freut man sich sogar ) Es ist, wie es ist. Man kann sich die restliche Zeit mit der Trauer darüber grausam gestalten oder man akzeptiert es irgendwann, freut sich und ist dankbar für die schönen Dinge und die gemeinsame Zeit und schaut nach vorn, sieht all die vielen anderen schönen Dinge, die das Leben noch zu bieten hat und macht somit das Beste aus der verbliebenen Zeit und seinem Leben.

Ich denke, man hat nur ein Leben und wie du hier an anderer Stelle ganz richtig angemerkt hast, es ist ein Fliegenschiss, verdammt kurz! Deshalb sollte man sich gut überlegen, wie man es verbringen möchte. Ob wirklich damit, sich über Sachen zu grämen, die man einfach nicht ändern kann oder eben aus jeder Situation das Beste rauszuholen. Und meine Erfahrung besagt: Irgendetwas Positives findet sich selbst in der schlimmsten Situation. Und sei es nur, dass nichts ewig währt

Und last but not least:
Zitat:
What doesn't kill you gives you a lot of unhealthy coping mechanisms and a really dark sense of humor.


P.S. Aber mein "Wir werden alle sterben!" im Originalthread war eigentlich humorvoll hinsichtlich des herrschenden Alarmismus und der allgemeinen Panik in diversen Kreisen gemeint
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Alt 19.09.2018, 17:12   #5
RolandHorn
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
(..) P.S. Aber mein "Wir werden alle sterben!" im Originalthread war eigentlich humorvoll hinsichtlich des herrschenden Alarmismus und der allgemeinen Panik in diversen Kreisen gemeint

Hab' ich schon verstanden. Aber ich wollte die Chance halt nicht ungenutzt lassen. ;-)
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Alt 19.09.2018, 17:22   #6
Acolina
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Zitat:
Zitat von RolandHorn Beitrag anzeigen
Hab' ich schon verstanden. Aber ich wollte die Chance halt nicht ungenutzt lassen. ;-)
Das soll man auch niemals tun! Man weiß nie, ob es eine Weitere gibt

Btw, die grausamste Vorstellung für mich ist ein ewiges Leben in ewiger Glückseligkeit. Das ist echt Folter pur, dem ziehe ich dann die Hölle wirklich vor!
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Alt 19.09.2018, 18:07   #7
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Ich denke, man hat nur ein Leben und wie du hier an anderer Stelle ganz richtig angemerkt hast, es ist ein Fliegenschiss, verdammt kurz! Deshalb sollte man sich gut überlegen, wie man es verbringen möchte. Ob wirklich damit, sich über Sachen zu grämen, die man einfach nicht ändern kann oder eben aus jeder Situation das Beste rauszuholen. Und meine Erfahrung besagt: Irgendetwas Positives findet sich selbst in der schlimmsten Situation. Und sei es nur, dass nichts ewig währt
Sehr schöne und weise Worte.
Leider verliert man dass im Alltagsstress schnell mal aus den Augen, und regt sich dann eben doch über Dinge auf, die einem das Leben schwer machen. Letztendlich mündet alles bei jedem in die "Zielgerade", und es ist ein Segen das man nicht weiß, wann das sein wird (im Normalfall).

Es gab/gibt mal einen sehr schönen Song (mMn), der den Denkanstoß gegeben hat, was denn wäre wenn man nur noch einen Tag zu leben hätte.

Basis - "Wenn Ich Nur Noch Einen Tag Zu Leben Hätte"
https://www.youtube.com/watch?v=OG3mC_6q_XM
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"Es ist eine ewige Erfahrung, daß jeder Mensch, der Macht in Händen hat, geneigt ist, sie zu mißbrauchen. Er geht soweit, bis er Schranken findet."
- Charles Baron de Montesquieu -
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Alt 19.09.2018, 18:12   #8
basti_79
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Viel schlimmer finde ich es, wenn Leute (absehbar) noch Jahre zu leben haben, und die ihnen verbleibende Zeit einzig dazu nutzen, andere Leute zu quälen.
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Alt 19.09.2018, 18:22   #9
Venkman
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Viel schlimmer finde ich es, wenn Leute (absehbar) noch Jahre zu leben haben...
Wie soll das funktionieren? Das Leben ist (mMn) nicht vorherseh bzw. absehbar...

Ein "falscher Schritt im Berufsverkehr" und --------------------- (als Beispiel)
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Alt 19.09.2018, 19:23   #10
Lupo
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen

Btw, die grausamste Vorstellung für mich ist ein ewiges Leben in ewiger Glückseligkeit.
Echt?

Hätte ich kein Problem mit.

Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Wie soll das funktionieren? [/i]
Es gibt eine durchschnittliche Lebenserwartung und wenn jemand noch fern von dieser Zahl ist und ansonsten gesund, dann lebt er absehbar noch einige Jahre.
Natürlich kann er krank werden oder einen Unfall haben, aber das ist eben nicht absehbar.
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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