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Kurioses Kuriose Geschichten, urban legends...

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Alt 30.11.2009, 22:58   #1
HaraldL
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Standard Urteil - Sie sind nicht mehr berechtigt, fahrerlaubnisfreie Fahrzeuge auf öffentliche

Weil in Giessen ein Radfahrer, der wegen Trunkenheit beim Radfahren erwischt wurde und nicht zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung ging, darf er jetzt 15 Jahre(!) lang in Deutschland nicht mehr mit dem Fahrrad fahren!

Siehe: http://www.bild.de/BILD/news/2009/11...ad-fahren.html
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Alt 30.11.2009, 23:51   #2
Llewellian
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Ist aber auch verständlich...

http://dejure.org/gesetze/StGB/315c.html

Regelung zur absoluten Fahruntüchtigkeit:

BGH, Beschluß vom 28.06.1990 - 4 StR 297/90

Auto: 1.1 Promille, Fahrrad 1.6 Promille.

Der Typ hat sich mit 1.71 Promille erwischen lassen.

Er hätte dafür laut StGB bis zu 5 Jahre KNAST bekommen können (z.b falls er Widerholungstäter ist).

Ich trink ja gern was. Aber dann nehm ich gottverdammt ein Taxi oder laufe. 1.71 Promille, das nenne ich persönlich VOLLTRUNKEN (ich hab schon solche Werte mal erreicht).

Weisst du, die Hintergrundgeschichte mit dem Radler ist die, das der Richter ihm (zu Recht) die MPU aufgedrückt hat. Er hat fahrlässig den Strassenverkehr gefährdet. Was glaubst du, wie glücklich ein Autofahrer ist, wenn das Arschloch ihm im Vollsuff mit seinem Rad vor die Karre knallt...

Und er verweigert die MPU. Und die Zahlung der Strafe nach StGB 315.

Klar, das er dafür ersatzweise 15 Jahre Teilnahmsverbot am Strassenverkehr kriegt.

Und der Richter ist noch lieb zu ihm. Denn in dem Moment wo er die MPU macht und alternativ die Strafe zahlt, verfallen die 15 Jahre und er darf sofort wieder radeln.

Vielleicht seh ich das zu hart. Aber seitdem mir auf der Autobahn ein Geisterfahrer mit (rechnerisch meine Geschwindigkeit plus seine) 280 km/h übers Auto gedonnert ist (er hat das Auto vor mir in Kleinstteile zerblasen bevor er in die Luft abhob) und das ein 20 jähriger Führerscheinneuling mit 2.2 Promille war... seitdem seh ich das nicht mehr so gelassen.

Seitdem möchte ich (obwohl ich gerne selbst feiere und was trinke und bezüglich Alkohol trinken selbst kein Problem habe) jedem Arschloch das angetrunken ins Auto steigt mal mit meinen Stiefeln die Fresse polieren.
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Alt 01.12.2009, 00:50   #3
HaraldL
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Aber der Radfahrer hat in betrunkenen Zustand keinen Unfall gebaut! Und wenn man wegen Trunkenheit am Steuer ohne einen Unfall zu bauen erwischt wird, dann ist der Lappen höchstens für 3 Jahre weg! Und ein betrunkener Autofahrer kann mehr Schaden anrichten als ein betrunkener Radfahrer! Und da wäre ein Radfahr-Fahrverbot für maximal 3 Jahre eher angemessen ( sofern man nicht die Strafen für Trunkenheit am Steuer auch drastisch erhöht)

Aber was nützen strengere Strafen, wenn wenig kontrolliert wird. Autofahrer werden lieber kontrolliert als Radfahrer, weil diese dieselben Wege benutzen, die auch die Streifenpolizisten mit ihren Polizeiwagen fahren. Auch ist es für einen Polizisten aus dem Polizeiauto leichter das Fahrverhalten eines vor ihn fahrenden Fahrzeugs zu beobachten, als das von Radfahrern, die bedeutend langsamer als ein Auto sind. Radfahrer fahren zudem oft Wege, auf denen kein Auto fahren kann. Da müßte dann eine Fahrrad- oder Fußgängerstreife zum Einsatz kommen, aber diese sind an den meisten Orten selten bis gar nicht unterwegs!
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2009, 01:06   #4
Llewellian
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Ob du einen Unfall baust oder nicht, das geht höchstens "mildernd" ins Urteil ein. Der Versuch ist strafbar.

Und latürnich macht ein Radler weniger Schaden. Meistens stirbt er und nicht der Autofahrer der ihn dabei über den Haufen fährt...

Der Autofahrer ist halt zu 50% immer mitschuldig und muss sein ganzes Leben damit verbringen, das durch IHN jemand gestorben ist... auch wenn der Vollidiot den er getötet hat, schuldig war und voll betrunken...

Würde mir das passieren, ich würd den Kerl noch auf seiner Begräbnisfeier vor allen seinen Angehörigen beschimpfen wie einen Rohrspatz und gegen seinen Sarg treten das das Holz splittert... denn ICH müsste mein ganzes restliches Leben mit dem Gedanken verbringen, am Tode eines Menschen beteilligt gewesen zu sein... davon mal ab, das ICH dann vor Gericht auch noch eine Strafe dafür kriege...

Nur weil ER es nicht gebacken kriegt, ordentlich am Verkehr teilgenommen zu haben...
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Alt 01.12.2009, 03:06   #5
HaraldL
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Aber eigentlich wäre es doch sinnvoller, wenn auch schwerer durchsetzbar, der Person den Kauf und Genuss alkoholischer Getränke zu untersagen und ihn - egal was er macht, aber er hat mehr als 0,3 Promille im Blut - eine saftige Geldstrafe verpassen oder mal paar Tage einsperren. Denn auch als Fußgänger kann er andere Verkehrsteilnehmer gefährden!
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Alt 01.12.2009, 10:26   #6
Llewellian
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Das wäre ein Eingriff in seine persönliche Freiheit. Man kann sich ja auch zuhause oder in sonstigen sicheren Umgebungen auf Privatgelände betrinken...
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Alt 01.12.2009, 11:28   #7
Lawrence P. W.
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Schade, dass sie das nicht bei dem Typen gemacht haben, der besoffen bei uns in der Nähe eine Frau totgefahren hatte - mit dem Auto.
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
Nietzsche "Gott ist tot" ............................................ Gott "Nietzsche ist tot"
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Alt 01.12.2009, 13:40   #8
HaraldL
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@Llewellian: ich würde ihn ja nur bestrafen, wenn er mit über 0,3 Promille im Blut auf öffentlichem Grund erwischt würde!
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Alt 01.12.2009, 16:43   #9
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Schade, dass sie das nicht bei dem Typen gemacht haben, der besoffen bei uns in der Nähe eine Frau totgefahren hatte - mit dem Auto.
Oh, ein Nordlicht? Meinst du den hier:
http://www.ln-online.de/artikel/2690...r_Autobahn.htm


-gj
Groschenjunge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2009, 17:06   #10
Lawrence P. W.
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Richtig, das war fürchterlich, vor allem natürlich für ihre Familie und ihren Mann.
Und der Typ war ohnehin in diesem Bereich kein unbeschriebenes Blatt.
Ich bin mal gespannt, wie weiter mit ihm verfahren wird.
__________________
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