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Alt 03.01.2016, 16:17   #3
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Ist das bspw. in der Physik speziell in der Astrophysik nicht auch so dass Experimente bestimmten Rahmenbedingungen unterworfen sind?
Sicherlich. Also in der Astrophysik machst Du nur Beobachtungen. In der Quantenphysik nur Experimente im engeren Sinne mit darauf folgenden Beobachtungen.

Sowohl die Randbedingungen einer Diskussion (Zeit und so) als auch die von Experimenten sind innerhalb der Diskussion zu berücksichtigen. Sonst muss das Ergebnis ja erneut überprüft oder möglicherweise verworfen werden.

Da diese Randbedingungen nicht aus der Logik folgen (nach der meinetwegen B aus A folgt, und dann bei gegebenem A eben B angenommen wird), bezeichne ich sie zuerst einmal als außerlogisch. Eben als transzendental.

Zitat:
Wo soll das bitte ein Argument sein?
Wenn beide Parteien sich einig darüber sind, dass sie beim letzten Mal über einen Punkt einig waren, ist das kein Argument, sondern eine Feststellung.
Du kannst es aber doch so darstellen, wie Du siehst. Stell Dir vor, Du bist bei dieser Veranstaltung, und sagst etwas wie:

Zitat:
Moment mal, letztens waren wir uns doch noch einig, dass...
Den Widerspruch bringe ich da bewußt rein und um eine Sache deutlich zu machen: Wir würden annehmen, dass beide mit dem Enthymem "wir sind uns einig über X" in die Diskussion gehen. Das heißt, der Widerspruch sollte üblicherweise nicht erfolgen. Übrigens ist ein Enthymem auch ein transzendentales Argument, denke ich, es nimmt Rückgriff darauf, dass einer glaubt, dass der andere ebenfalls glaubt...

Zitat:
Doch halt, es ist doch ein Argument und zwar kein transzendentales, sondern ein verdammt gutes und zwar dafür, diesen Punkt abzuhaken und nicht erneut auf die Tagesordnung zu setzen.
Stimmt, damit so etwas als Argument im Sinne "Redebeitrag in einer Diskussion" erkannt wird, müsste sich jemand darüber äußern. Wir sind uns einig, dass das normalerweise nicht der Fall ist.

Zitat:
Was du mit "transzendetalen Argumenten" fälschlicherweise bezeichnest, gibt es unter anderem Namen schon:
https://de.wikipedia.org/wiki/Typen_von_Argumenten

z.b. Argumentum ad verrecundiam.
Sehr viele transzendentale Argumente sind gleichzeitig Argumentationsfehler, ja. Wie das außerordentlich beliebte Autoritätsargument.

Wie stehen diese Argumente innerhalb der Logik? Und zwar alle diese - also vom Experiment bis hin zur Beleidigung?

Meines Erachtens wirken sie wie ein Zeuge, das heißt, da taucht jemand auf und sagt etwas, was man in Zukunft verwenden kann, ohne, dass jemand einem einen Fehler vorwerfen kann. D.h. da wird eine Regel angewendet, die lautet "der Zeuge ist glaubwürdig". Man kann auch eine Autorität verwenden an dieser Stelle, und sagen: "das ist Gesetz" oder sowas.

Zitat:
Die Bezeichnung transzendentale Argumente haben sich die Philosophhen schon gesichert
Kennst Du einen Unterschied zwischen deren Gebrauch dieses Ausdrucks und meinem?

Zitat:
Wie kann für dich etwas feststehen, wenn du gar nicht weißt, was das ist?
Unabhängig davon, was ein "integrierter Nato Verband" wäre, sind wir uns anscheinend einig, dass der entscheidet, was AWACS so tun.

Zitat:
Und somit eher Befehlsnehmer als Befehlsgeber sind.
Naja, eben.

Zitat:
Ja, das glaube ich sofort, dass der Effekt atemberaubend ist.
Was spricht dagegen, das zu machen?

Zitat:
Mindestens ebenso atemberaubend finde ich es, dass ein intelligenter Mensch wie du auf so einen unsinnigen Trick reinfällt.
Also unsinnig finde ich ihn nicht. Davon rede ich doch die ganze Zeit. Es bestand kein Bedarf, mich auf diese Art und Weise anzugreifen. Apropos. Was für ein Argument stellt Dein letzter Satz dar?

Zitat:
Bei so einer Substitution kommt sicher nichts anders raus als "Effekte"
Naja, Du hast zumindest anscheinend über Militär in der NATO nachgedacht, weil ich das gemacht habe. Halte ich jetzt nicht ganz für unnütz.

Zitat:
EDIT: Auch wenn ich so ziemlich jeden Satz deines Beitrages falsch finde, bin ich mit dem Kern deiner Ausführungen einverstanden: Zu viele Pseudo- oder Nicht-Argumente in politischen und anderen Diskussionen.
Vielen Dank. Was für eine Sorte Argument ist denn ein Experiment?
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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