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Alt 08.12.2017, 13:54   #7
MJ01
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Zitat von derwestermann Beitrag anzeigen
Mir missfällt dabei dieses oben-unten-Denken. Die da oben machen ohnehin was sie wollen und wir sind immer die armen Opfer.
Eine Gesellschaft stelle ich mir eher wie einen See vor, also etwas flukturierendes. Normal Null wäre darin dann der erstrebenswerte, gesellschaftliche Zustand, alle können möglichst friedlich und wohlgestandet leben, Achtsamkeit ist das höchste Gut. Nun gibt es aber Menschen, die nach Macht streben, nach Besitz, oder was weiß ich, die bringen dann andere dazu dies auch zu wollen und die spülen dann solche Leute nach oben. Dadurch bilden sich Wellentäler aus, in denen sind dann die angeschmierten.
Der Drang "mehr" zu wollen ist aber in jedem Menschen möglich und das können diese "Machthaber" dann für ihre Zwecke nutzen. Die Methode hierfür ist immer etwas glauben zu lassen, entweder Himmel, Hölle, Gott und Teufel, o.ä., oder dass man es ja auch "schaffen kann", wie im Kapitalisums. Wenn aber immer mehr Menschen achtsam werden, werden sie "denen da oben" einfach die Folgschaft verweigern und je mehr das tun, desto mehr flacht sich die Welle, auf denen die "Machthaber" sitzen ab, bis die Welle weg ist. Deswegen mag ich nicht über "die da oben" lamentieren, sondern lieber Menschen, denen ich begegne, im Rahmen meiner Möglichkeiten, Unterstützung bei der Entwicklung von Achtsamkeit, anbieten.
Das ist, meines Erachtens sinnvoller und befriedigender, als ewig auf die Misstände zu deuten.
Natürlich sind das hehre Worte und bezeichnen das, so wie es sein sollte.

Nur wenn man direkt mit/unter Politikern arbeitet, schaut die Sache ganz anders aus.
Da wird nicht gefragt, was bringen diese politischen Aktionen für das Volk, sondern was bringen sie für das Image des Politikers! Sprich wie kann ich diese Aktionen dem Volk gut "verkaufen"!
Im Grunde sind alle Politiker korrupt, egal welches Couleur sie haben. Und sind sie es nicht, werden sie es mit der Zeit. Und gehen sie nicht strikt die vorgegebene Parteilinie, dann fliegen sie einfach raus. Änderungsmöglichkeiten an diesem System? Null!

Schönes Beispiel aus der österr. Gesetzgebung.
Man stellte bei zahlreichen Politikern ein korruptes Verhalten fest. Folglich wurde ein Gesetz mit genauen Regeln geschaffen, das dieses Verhalten hintanhalten sollte. Da aber auch Beamte möglicherweise korrupt werden könnten, wurde das Gesetz auch auf die Beamtenschaft ausgedehnt. So weit so gut und richtig. Nur kurz vor dem Beschluss im Nationalrat wurden die Politiker von dieser Regelung ausgenommen,....
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