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Alt 22.09.2002, 00:31   #13
Torsten Migge
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Zitat:
Orginal: Lazarus
U.S.S. Eldridge:
In Dienststellung: 27.8.1943 - New York Navy Yard
Laut offiziellen Unterlagen des Marineministeriums war der Stapellauf der Eldridge am 25. Juli 1943, die in Dienststellung am 27. Juli.
Nach dem Krieg wurde die DE 173 - U.S.S. Eldridge 1951 an Griechenland verkauft.
Und jetzt das seltsame: Laut den Papieren der Griechen, die sie beim Kauf des Schiffes von den Amerikanern erhielten, war der Stapellauf bereits am 25. Juni 1943, also volle 4 Wochen früher!
Aussagen damaliger hoher Marineangestellter zur Folge wäre es nur möglich, ein Kriegsschiff für etwaige Versuche oder Experimente zu erhalten, indem man es für den Zeitpunkt zwischen Stapellauf und offizieller in Diensstellung abzweigt.
Nach Recherchen verschiedener Forscher kann das Philadelphia Experiment - sofern es denn tatsächlich in irgendeiner Form statt fand - lediglich in den letzten drei Juli Wochen stattgefunden haben, - würde sich also mit den Angaben in den griechischen Papieren decken.

Laut diesen griechischen Papieren hatte die Eldridge eine Standartverdrängung von 1.240 Tonnen und eine Ladeverdrängung von 1.900 Tonnen.
Amerikanische Papiere weisen aber dagegen eine Ladeverdrängung von 1.520 Tonnen aus - das sind 380 Tonnen Unterschied.
Die einzige Möglichkeit, so Marineangehörige, wie ein Schiff 380 Tonnen an Auftrieb dazugewinnen kann, ist, dass etwas mit diesem Gewicht aus dem Schiff entfernt wurde. Elektronische Geräte beispielsweise?

Zitat:
Orginal: Lazarus
...dass die U.S.S. Eldridge laut der Logbücher zu keinem Zeitpunkt in den Naval Yards Philadelphia war. Richtig ist, dass sie sich in Norfolk befand, damit sie dort Munition aufnehmen konnte.
Es ist richtig, dass sich in Norfolk das Marine-Munitionslager befand. Dort wurden alle Schiffe mit Munition beladen. Die Marine belud rund um die Uhr. Für einen Zerstörer der Eldridge-Grösse brauchten sie nicht mal vier Stunden.
In der Marinewerft von Philadelphia hingegen gab es eine sogen. Entmagnetisierungsschleifer, wo alle Schiffe entmagnetisiert wurden, um deutschen U-Boot-Torpedos zu entgehen. Mitunter wurde auch auf See entmagnetisiert, war aber sehr kompliziert, u.a. wurden dicke Kabel um das Schiff gelegt...
Für die Verbindung Philadelphia - Norfolk benutzte die Marine einen besonderen Inlandkanal, den Chesapeake-Delaware-Kanal, der damals der Marine vorbehalten war. Dieser Weg war deutlich schneller, als über See.
DAS erklärt auch, warum die Eldridge in Norfolk und in relativ kurzer Zeit in Philadelphia gesehen worden sein könnte.

Ürigens: Meine Homepage beinhaltet nicht nur Themen der Grenzwissenschaften, sondern auch Themen zur Geschichte, und hier insbesondere der Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Unter der "Geschichte der deutschen Kriegsmarine" gibt es eine Untersite über die deutschen Torpedos: Funktionsweise der deutschen Torpedos.
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