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Alt 20.07.2002, 01:50   #33
Acolina
Hausdrachen
 
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Heute flatterte mir die "Sagenhafte Zeiten" (AAS) ins Haus und dort steht Folgendes zu diesen mysteriösen Karten:
Zitat:
Mehrere tausend Jahre alte 3D-Reliefkarten im Ural?

Mehrere tausend Jahre alte 3D-Reliefkarten, die Teile der Erde so exakt wiedergeben, als wären sie mit modernsten High-Tech-Geräten vermessen worden, entdeckten russische Archäologen im Ural. Dies zumindest berichtete im April die russische Zeitung Pravda. Die rund 200 3D-Karten sollen aus einem porzellanartigen Material bestehen und alle etwa 148 cm hoch, 106 cm breit und 16 cm dick sein. Bisher konnten die Wissenschaftler die Karten keiner Zivilisation zuordnen, denn keiner der Fachleute kann sich erklären, wie präzise Vermessungsdaten, wie sie uns heute dank Satelliten zur Verfügung stehen, auf jahrtausende alte Relikte gelangen.

Ein Aprilscherz? Stefan Böckler von der JAAS, Ulrich Dopatka und Giorgio Tsoukalos von der AAS RA gingen der Sache nach und entdeckten im Internet verschiedene, teils widersprüchliche Hinweise. Interessanterweise fanden sich die verschiedensten Fotos, was stutzig machte. Nach vielen Versuchen gelang es dann, direkten Kontakt mit dem Leiter der Forschungen, Professor Dr. Alexandr Chuvyrov vom Physikdepartement der Bashkir State University, herzustellen. Der Wissenschaftler erklärte in einem längeren Statement, dass die Presse leider viele falsche Angaben gemacht habe, der Fund als solcher aber der Wahrheit entspreche. Und mehr noch: Es gäbe tausende dieser Megalithen, auch solche mit Schriftzeichen, die er und sein Kollege Huan Hung einer sehr frühen, mit China in Beziehung stehenden Zivilisation zuschrieben. Daneben seien in der gleichen Gegend, auf dem Territorium von Bashkortostan in der Region von Chandar, kilometerlange und sehr breite kanalartige Strukturen gefunden worden. Ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam wird die seit 1999 andauernden Forschungen jetzt fortführen. Anfang Juni stellte sich Professor Chuvyrov zudem in den Redaktionsräumen der Pravda einer Internet-Pressekonferenz. Dennoch bleiben viele Fragezeichen. Die A.A.S. wird dieses Projekt, das sich unter dem chinesischen Namen "Gang Dao" ("lange Insel") eingebürgert hat, sicher weiterverfolgen.

Quellen:
Pravda, englische Ausgabe vom 30. April 2002
http://english.pravda.ru/chuvirov.html
[aus: Sagenhafte Zeiten, 4/2002]

Tja, besonders viel klüger macht mich das nun auch nicht. Mal abgesehen von so Kleinigkeiten wie, dass der "Kollege Huan Hung" laut Pravda Huang Hong heißt und laut Bild dort eindeutig weiblich ist - nun sind es gar "tausende" (?!) solcher Karten? Dann wäre es sicher auch sehr hilfreich gewesen, wenn man in dem Artikel der SZ mal auf die "leider vielen falschen Angaben" der Presse, die der gute Prof da bedauert, etwas näher eingegangen wäre, noch besser gleich das "längere Statement" von Dr. Chuvyrov ganz abgedruckt hätte. ...usw. usf....
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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