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Alt 19.09.2018, 17:57   #6
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das entsprechende Stromnetz ist aber eben auf 16 2/3 Hz eingestellt. Und das kann man nicht von heute auf morgen ändern. Überlegt doch mal: Wenn es so einfach wäre, die Netzfrequenz umzustellen, warum hat man das nicht in Frankreich schon längst gemacht?
Du bist wirklich penetrant in Deiner Unbelehrbarkeit.
Warum haben sich nicht alle europäischen Bahnen auf eine Frequenz und eine Spannung geeinigt? Weil es seit Jahrzehnten Loks gibt, die damit klarkommen!


Die Welt von Strom und Spannung bei der Bahn ist bunt
http://www.bahnstrom.de/bahnstromsysteme/weltweit.htm


Hier ist ein ausführlicher Betrag mit köstlich verquasten Formulierungen
Zitat:
Der Bahnumformer Hamburg Harburg E2 ist ein rotierender Asynchron- Synchron-Umformer mit Regelung der Drehzahl, der übertragenen Wirkleistung und der Ständerblindleistung der Asynchronmaschine. Der Ständer der Asynchronmaschine ist direkt an das 50 Hz-Drehstromnetz gekoppelt, der Läufer wird durch einen amplituden- und frequenzgeregelten Frequenzumrichter gespeist.
Damit ist eine frequenzelastische Kopplung des 50 Hz-Netzes und des 16 2/3 Hz-Bahnnetzes möglich (maximaler Frequenzunterschied Df = 4,5 %).

Der Frequenzumrichter besteht aus folgenden Hauptkomponenten:
  • Netzstromrichter (mit Thyristor-Ventilen), bestehend aus zwei, elektrisch um 30° phasenverschobenen, parallelgeschalteten Umrichtern (Netzstromrichter als B6.2- Schaltung)
  • Gleichspannungszwischenkreis
  • Maschinenstromrichter (mit GTO-Ventilen)
Darüberhinaus sind als Teile des Schutzkonzeptes ein Zwischenkreis-Kurzschließer (ZKKS) und ein Läuferkreis-Kurzschließer (LKKS) enthalten.
Der Frequenzumrichter wird auf der Drehstromseite über einen Stromrichter-Transformator (D/d0 y11) an das Netz geschaltet.
Im Gleichspannungszwischenkreis befindet sich ein Zwischenkreis-Kondensator, der für die Glättung der Spannung zuständig ist und auch eine kurzzeitige Speicherung von transienten Energieschwankungen ermöglicht. Die Zwischenkreisspannung wird nicht konstant gehalten, sondern abhängig vom Schlupf zwischen 850 V und 1500 V verändert. Dadurch ist eine Reduzierung der Verluste und damit eine Erhöhung des Wirkungsgrades des Umrichters möglich.

Der Maschinenstromrichter besteht aus drei, über Ausgangsdrosseln parallelgeschaltete GTO-Pulswechselrichter. Die parallelgeschalteten Module arbeiten im regulären Umrichterbetrieb als Pulswechselrichter mit einer Taktfrequenz von 200 Hz. Die Ausgangsspannung des Vierquadranten-Wechselrichters hat eine Frequenz zwischen 0 Hz und 2,5 Hz.
Für den Hochlaufvorgang wird der Maschinenstromrichter nicht als Pulswechselrichter mit asynchroner Taktung, sondern in Vollblocktaktung (synchron) betrieben.
Nur wer das versteht, darf mitreden!
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Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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