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Alt 02.11.2010, 08:39   #52
Bernhard Beier
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Lächeln

Hallo MJ01!

Also, jetzt konnte ich es mir - müde hin, müde her - doch nicht verkneifen, kurz mal hier vorbeizuschauen, um nachzusehen, was Du gepostet hast. Viel bekomme ich jetzt zwar nicht mehr auf die Reihe, aber (für heute) wenigsten schon mal so viel:

Ich glaube, Du hast eine der Haupt-Ursachen, warum ich als PR-Nostalgiker lieber die alten Hefte aus´m Schrank hole, als der aktuellen Handlung zu folgen, mit diesem Satz auf den Punkt gebracht:

Zitat:
Zitat von MJ01
Kurz, der neue Perry Rhodan ist wiedereinmal, obwohl die Romane im Jahr 5050 AC =1463 NGZ spielen, das Kind oder der Spiegel der heutigen Jetztzeit und seiner Vorstellungen.
Ich bin aber - zumindest was PR angeht - ziemlich von gestern. Irgendwie fand ich das, was in den späten 1960ern und in den 1970ern abging, weitaus lebendiger. Da war zunächst mal die Zeit des 'Kalten Krieges'. In der Lebensrealität der damaligen Zeit war das schlichtweg SCHEISSE, aber wenn bei PR eine Flotte arkonidischer oder terranischer Schlachtschiffe aus dem Hyperrraum brach (woraufhin regelmäßig die Strukturtaster der Beobachter im Zielgebiet durchbrannten ... ahhh, ich kann es fast riechen!..., und wenn sie dann anfingen, im Salventakt irgendwelche interstellaren Fieslinge zu beharken, dann fand ich das einfach herrlich! Jetzt mal ehrlich: alle wieviel hundert Hefte gibt´s heute mal so `ne richtige Raumschlacht?

Und bevor man mich jetzt für einen Space-Militaristen hält: Ich hab auch den redaktionellen Regierungs-Wechsel von 'Handgranaten-Herbert' zu William Voltz, einem Pazifisten und Menschenfreund schlechthin, begeistert mitgemacht (ich glaube, es gab nie bessere Charakter-Studien in der Serie als in seiner Ära, und gegen Action hatte er ja auch nix einzuwenden, aber da stand dann eher das individuelle Abenteuer im Vordergrund, und - auch das war wohl ein Spiegel der damaligen Zeit - Autoritäten wurden schon mal in Frage gestellt. Nur seine 'Weichzeichner'-Bearbeitung der alten Stories für die Silberbände - die hab´ ich dem lieben Willi doch etwas übel genommen, aber ansonsten war er für mich genauso ein Held, wie seine Figuren.

Das waren auch noch Zeiten, in denen ich mich mit der Technologie bei PR einigermaßen identifizieren konnte. OK, ich geb´ es zu: Wenn´s nach mir ginge, wäre man im Perry-Versum noch heute mit Transitions-Triebwerken unterwegs! Schneller als 0-Zeit geht halt nicht - und das bisschen Entzerrungsschmerz nimmt man als Fan doch gerne in Kauf, um schnell mal 1000 Lichtjahre zu überbrücken, zumal es ja nicht einem selber weh tut...

Ein bisschen mehr zu rhodanianischer Techno-Nostalgie und zu den 'gestrigen' und 'vorgestrigen' Charakteren und Autoren der Serie poste ich dann morgen oder übermorgen - jetzt fallen mir die Augen zu.

Bis bald
Bernhard
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