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Alt 21.11.2005, 21:36   #6
Basilios
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Es gibt Theorien, nach denen der chinesische Seefahrer Zheng He bereits im 15. Jahrhundert Australien und Neuseeland entdeckte.

Die Frage nach der Entdeckung Australiens ist fast genauso unlösbar wie die nach der Entdeckung Amerikas. Und im Grunde ist sie auch egal. Fest steht, dass James Cook Australien als erster Mensch für Europa attraktiv machte und somit einen Grundstein für den späteren britischen Kolonialismus legte.

Zitat:
*leise und einsam für die Briten applaudier* ^^
Glaub mir - Australien hätte zur damaligen Zeit kaum ein besserer Mann als James Cook entdecken können. Seine Toleranz und sein weitestgehend vorbildlicher Umgang mit den Eingeborenen war im 18. Jahrhundert absolut außergewöhnlich und ist noch heute bewundernswert. Das gilt nicht nur für die Ureinwohner Australiens, sondern auch jene von Neuseeland, Tahiti, Hawaii etc.

Cooks Kontakt mit den pazifischen Völkern ist ein großer, glücklicher Ausnahmefall in der ansonsten traurigen Geschichte der Kulturbegegnungen. Dass er trotzdem schlimme Konsequenzen für diese Menschen hatte, ist sehr schade, aber war wohl in der damaligen Zeit unvermeidlich und ist nicht allein Schuld der Briten, sondern eher des Zeitgeistes, der in den für europäischen Augen weniger zivilisierten Ureinwohnern noch immer Wilde sah. Egal, ob es nun Briten oder Amerikaner ode Chinesen oder Spanier gewesen wären - die Konsequenzen der Entdeckung einer bis dahin relativ abgeschiedenen Kultur wären wohl in jedem Fall die gleichen gewesen.
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