:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: (http://forum.grenzwissen.de/index.php)
-   Kryptozoologie (http://forum.grenzwissen.de/forumdisplay.php?f=17)
-   -   Malaysia - Urzeittier im Tasek Bera-See ? (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=23289)

wilfriedstevens 30.08.2016 15:51

Malaysia - Urzeittier im Tasek Bera-See ?
 
Die Sage um den See Loch Ness in Schottland ist weltberühmt, eine ähnliche Sage gibt auch über einen See in Malaysia. Im südwestlichen Winkel des Bundesstaates in Malaysia, gibt es den rätselhaften Tasek Bera (tasik bera), den “See der wechselnden Farben”. Wegen der dicken Torfschicht, die zum Teil hier abgebaut wird und sich am Grunde des Sees befindet, ist das Wasser weinrot verfärbt. Dieser mysteriöse See im Dschungel ist auch Malaysias größtes Binnengewässer: 28 km lang und 5 km breit. Auf dem See schwimmen riesige Lotosblüten.

Nach einer alten Legende soll ein „Seemonster“ seit Jahrhunderten über eine versunkene Khmer-Stadt am Grunde des Sees wachen. Somit verfügt der Bundesstaat Pahang über ein eigenes „Loch-Ness-Monster“. In der Nähe des Tasek Bera gibt es noch einen intakten Primärwald, der zu den ältesten Wäldern der Welt gehören soll. Die hiesigen Eingeborenen, die Orang Semelai, die vor Jahrhunderten aus Kambodscha einwanderten, behaupten, dass das Seemonster wie eine riesige Schlange aussieht und sich an ihrem Körper Höcker befinden. Der Kopf soll Hörner haben. Wenn sie sich aus dem Wasser erhebt, stößt sie einen traurigen, trompetenartigen Schrei aus, der einem Angst einjagt.

Als britische Soldaten in den 40er und 50er Jahren, während des kommunistischen Aufstandes, die Gegend auf dem See patrouillierten, wollen sie auch das Seemonster gesehen, und aus Furcht mit Granaten beworfen haben. Hat hier vielleicht eine Art der Plesiosaurier überlebt ?

Der See ist wie der Primärwald auch heute noch fast unerforscht. Es ist nur eine Frage der zeit, wann der Forscherdrang des Menschen auch hier mit Kleinst-U-Booten und einer guten Ausrüstung, dass Rätsel des Sees und vielleicht des Waldes lüften wird. Am Ende bleibt die Angst, sollte irgendwo solch ein Tier tatsächlich überlebt haben, dass es von Wissenschaftlern oder Geschäftemachern gejagt wird und zum guten Schluss in einem Labor verschwindet.

Die Krypto-Zoologie, die Lehre von Tieren, die unbekannt sind und vielleicht aus der Urzeit stammen und im Verborgenen überlebt haben (griech: Kryptos = geheim, versteckt), versucht ebenfalls das Geheimnis zu lüften und gegebenenfalls das Tier zu schützen. Dabei ist der Krypto-Zoologie u.a. schon die Entdeckung des als Millionen Jahre ausgestorbenen Quastenflossers geglückt. Weiterhin wurden unzählige unbekannte Pflanzen- und Insektenarten in Südamerika entdeckt. Die Geschichten um das womögliche Urtier (Seemonster) werden jedenfalls solange nicht als Phantasie abgewertet, bis man das Gegenteil beweisen kann.

HaraldL 06.09.2016 00:11

Vielleicht ist es ein Salzwasserkrokodil.

Tarlanc 06.09.2016 10:27

Zitat:

Zitat von wilfriedstevens (Beitrag 213596)
Nach einer alten Legende soll ein „Seemonster“ seit Jahrhunderten über eine versunkene Khmer-Stadt am Grunde des Sees wachen.

Dieser Beitrag würde eigentlich auch ohne das Gallileo-Mystery-Narrativ auskommen. Und defnitiv ohne die falsche Erläuterung des Begriffs 'Kryptozoologie'.

Du scheinst hier zwei Dinge zu vermischen. Zum Einen gibt es in Malaysia (wie an vielen Orten der Welt) Drachenlegenden von mystischen Tieren, die einst gelebt haben oder immer noch im verborgenen leben. Diese Legenden entstehen oft in Gebieten, in denen Saurier-Fossilien nahe der Oberfläche gefunden werden können.
Zum Anderen gibt es Beschreibungen von Seeschlangen, die bisher noch kein Biologe finden identifizieren konnte. Das ist nicht eine einzelne mythologische Kreatur, sondern eine Art von grauen, ziemlich grossen Seeschlangen, die in den Seen wohnen sollen. Die sind aber nicht so gross wie Nessie.

Der grosse Drache wäre ein Forschungsobjekt der Anthropologie und Ethnologie, die sich mit der Entstehung und Geschichte von Mythen beschäftigt. Die Seeschlangen hingegen wären ein Forschungsobjekt der Zoologie.

Eine einzelne grosse Seeschlange, die heute dort im See wohnt und eine Mischung aus beobachteten Seeschlangen und mythischem Drachen ist, wäre hingegen ein Objekt der Kryptozoologie, die sich mit Kreaturen beschäftigt, die aus (teilweise absichtlich) fehlerhaften Überlieferungen stammen und nie gesehen wurden.

Der Quastenflosser, im Gegensatz dazu, war ein Forschungsobjekt der Paläontologie, so lange er als ausgestorben galt, und danach der Zoologie, als er überraschend gefunden wurde. Die Kryptozoologie hat sich damit nie befasst.

Wenn du einen Erfolg der Kryptozoologie anführen willst (den gab es tatsächlich), dann ist das die Riesenkrake, die als reine Erfindung galt, bis sie gefunden wurde.

Altfrid II. 06.09.2016 17:38

Zitat:

Zitat von wilfriedstevens (Beitrag 213596)
Hat hier vielleicht eine Art der Plesiosaurier überlebt ?

Das wohl eher nicht, da es dafür eine ganze Population braucht, die in einem solche See eher nicht unentdeckt leben könnte. Beim Quastenflosser war das anders. Da hat die Population in einer Gegend gewohnt, die Menschen lange Zeit unzugänglich war. Der besagte See hingegen scheint ja nun doch häufiger menschlichen Besuch zu bekommen ....

Zitat:

Die Geschichten um das womögliche Urtier (Seemonster) werden jedenfalls solange nicht als Phantasie abgewertet, bis man das Gegenteil beweisen kann
Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Sie sind solange Fantasie, bis die Existenz des Wesens bewiesen werden kann.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:26 Uhr.

Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2018 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.