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Torsten Migge 21.05.2002 17:45

Das Philadelphia Experiment - Der Mythos
 
Das Philadelphia Experiment

E in Mann Namens Carlos Miguel Allende (alias Carl Meredith Allen) behauptete 1956 in Briefen an den amerikanischen UFO-Forscher Morris K. Jessup, detaillierte Kenntnisse von einem von der US-Marine im Jahre 1943 im Hafen von Philadelphia durchgeführten Experiment mit einem Schiff - der USS Eldridge (Zerstörer DE 173) - zu haben. Er war zum entsprechendem Zeitpunkt an Ort und Stelle, denn er war Matrose und lag mit seinem Schiff, der S. S. Andrew Furuseth, - eines Schiffes der Matson Lines Liberty -, in der Marinewerft von Philadelphia vis-á-vis der Eldridge. Die Eldridge soll im Verlauf des Experimentes nach Norfolk teleportiert worden sein, wo sie tatsächlich gesehen wurde, um dann nach relativ kurzer Zeit wieder in Philadelphia an der Pier zu liegen, wo sie dann ebenfalls tatsächlich gesehen wurde.

S inn und Zweck dieses Experimentes soll der Versuch gewesen sein, ein Schiff mittels gewaltiger Magnetfelder Radarunsichtbar zu machen. Dazu wurden angeblich auf dem Schiff riesige Generatoren aufgebaut, die entsprechendes Kraftfeld erzeugten. Zur Verblüffung selbst der Militärs soll dann das Schiff gänzlich unsichtbar gewesen sein und im Verlauf des Experimentes nach Norfolk teleportiert worden sein.
Angeblich soll sich dabei Materie quasi aufgelöst haben, und bei Beendigung des Experimentes sollen menschliche Körper und andere Gegenstände mit dem Schiffsrumpf verschmolzen gewesen sein. Viele der Besatzungsmitglieder waren tot oder Wahnsinnig, andere verschwanden völlig.
Beteiligt am Experiment sollen unter anderen auch Albert Einstein und Nikola Tesla gewesen sein.



H andelt es sich hier nun um eine reale Begebenheit, oder hat hier eine von Allende frei erfundene Geschichte ihr Eigenleben entwickelt? Was ist an dem Mythos Philadelphia Experiment drann, der seit Jahren nicht nur UFO-Forscher und Verschwörungstheoretiker fasziniert?
Dieses Thema halte ich hier auf einer sachlichen und möglichst faktenreiche Basis für diskutierenswert.


Die historisch nachweislichen Fakten zum Mythos

E rstmals berichtet wurde über das Philadelphia Experiment in Briefen von Carlos Allende (alias Carl Allen) an den UFO-Forscher und Astronom Morris Ketchum Jessup. Den ersten dieser Briefe schrieb Allende am 12. Januar 1956. Fünf weitere Briefe folgten im gleichem Jahr.
In einem von Jessup verfassten UFO-Buch schrieb Allende nachträglich mit Bleistift technisch höchst interessante und äußerst brisante Randbemerkungen, unter anderem erwähnte er dort auch das Philadelphia Experiment.
Jessup kontaktierte daraufhin die US-Marine, die sich auffällig dafür interessierte. In Eigenregie verlegte die Marine Jessups Buch mit den Randbemerkungen Allendes in kleiner Stückzahl.
Am 20. April 1959 starb Jessup durch Selbstmord.

1967 kontaktierte Allende den UFO-Forscher Jaques F. Vallee.
1968 erschien ein Artikel zum Thema von J. Clerk in dem Buch "The Allende Letters" von Steiger & Whritenour.
1969 (Juni) erschien Allende im Büro der Hauptverwaltung der APRO (Aerial Phenomena Research Organization) in Tucson (Arizona) - der ältesten und einflussreichsten UFO-Forschungs-Organisation - , um seine Geschichte zu widerrufen, um später wiederum den Widerruf zu widerrufen.

Das erste umfangreiche Buch über den Mythos Philadelphia Experiment stammt von Charles Berlitz und William L. Moore, es erschien 1979 im Paul Zsolnay Verlag! In den Jahren zuvor wurde das Experiment in anderen Büchern erwähnt, z.B. in "Uninvited Visitors" von Ivan Sanderson (© 1967).

Der Film "Das Philadelphia Experiment" stammt aus dem Jahre 1984, Stewart Raffill führte Regie.

DarkSunshine 22.05.2002 16:01

davon habe ich auch schon oft gehört...Hört sich wirklich zioemlich fantastisch an.Wäre es denn rein wissentschaftlich möglich ein ganzes Schiff verschwinden zu lassen mithilfe der Einstein-Theorie?
Was ist tatsächlich dran an der Mär vom Philadelphia Experiment und seinen schlimmen Folgen?
Entweder haben der Augenzeuge Carl Allen und der Großteil der Conspiracy-Fans recht. Das Experiment hat statt gefunden. Lief aber furchtbar schief. Die USS Eldridge verschwand tatsächlich im St. Elmos-Fire (grüner Nebel) vor der Küste von Philadelphia und tauchte zeitgleich an einem Hafendock in Norfolk, Virginia auf. Dann materialisierte sie sich wieder in Philadelphia. Allerdings leicht verändert. Die Matrosen an Bord steckten teilweise in der Schiffsverkleidung, weil sie falsch zurückmaterialisiert wurden. Einige Seemänner brannten lichterloh und einer verschwand für immer in der Zwischendimension. Der körperlich unbeschädigte Teil der Besatzung hat den Dimensionssprung geistig nicht verkraftet - die Männer wurden verrückt.

Eine andere Möglichkeit wäre: das Experiment hat tatsächlich stattgefunden. Aber mit "Unsichtbarkeit" war die ausschließliche Unsichtbarkeit für feindliche Radaranlagen und Magnetminen gemeint. Hafenarbeiter haben Gespräche des Projektpersonals mitgehört und in der Folge falsch interpretiert - die Geschichte wurde weitererzählt und aus einer Mücke wurde allmählich ein Elefant

Oder: das Experiment fand statt. Allerdings war es ein Fehlschlag. Ein Rückschlag für die Navy-Forschung, der - besonders inmitten des zweiten Weltkriegs - vertuscht werden musste. Also begann die Disinformations-Mühle der US-Regierung zu mahlen. Cover-Stories wurden erfunden. Am Projekt direkt oder indirekt beteiligte Personen in Misskredit gestellt und lächerlich gemacht.

Last but not least: das Philadelphia-Experiment fand nie statt. Dies ist die offizielle Version der Navy. Alle Fakten, Versuchsanordnungen etc...wurden erfunden. Der Augenzeuge Allen ist ein Schwindler der einfach mit einer guten Geschichte Kohle machen wollte.
:shocked: (Q:http://www.loq12.at/conspiracy/09_ph...on_links.ihtml)

Dragonhoard 22.05.2002 16:31

Zitat:

Original von DarkSunshine
Wäre es denn rein wissentschaftlich möglich ein ganzes Schiff verschwinden zu lassen mithilfe der Einstein-Theorie?
Theoretisch schon. Soweit ich weiß wurde mit stark wechselnden überlagerten hochfrequenten elektromagnetischen Feldern experimentiert. Dabei soll eine so hohe Raumkrümmung entstanden sein, dass Licht quasi um das Schiff herum geführt werden kann (und damit jede andere elektromagnetische Welle). Es wird für die Umgebung also unsichtbar.

Soweit zur Raumkrümmung nach Einstein. Für den eigentlichen Effekt bietet sich eher der Herr Tesla an. Er ist berühmt für seine Experimente mit hochfrequenten Feldern und wird auch gerne für die Erklärung der sogenannten "Freien Energie" hergenommen.

Erstaunlicherweise findet sich in den gängigen Physikbüchern nichts über den genialen Physiker, nur als Einheit für die magnetische Feldstärke wird er erwähnt. Aber solch tolle Sachen wie Tesla-Trafo (das ist z.B. die Glaskugel die "stehende Blitze" zur Glasoberfläche hat, die jeweils verstärkt werden wenn man mit der Hand hinfährt) werden nirgendwo beschrieben.

Überhaupt Erwähnung findet er in älteren europäischen Büchern, in amerikanischen fehlt er überhaupt ganz.

RolandHorn 22.05.2002 18:52

[quote]Original von DarkSunshine

Eine andere Möglichkeit wäre: das Experiment hat tatsächlich stattgefunden. Aber mit "Unsichtbarkeit" war die ausschließliche Unsichtbarkeit für feindliche Radaranlagen und Magnetminen gemeint. Hafenarbeiter haben Gespräche des Projektpersonals mitgehört und in der Folge falsch interpretiert - die Geschichte wurde weitererzählt und aus einer Mücke wurde allmählich ein Elefant

:shocked: (Q:[url]

Hallo,

für diese These gibt es eine Reihe an Hinweisen. Genaueres habe ich in meinem Buch "Gelöste und Ungelöste Mysterien dieser Welt" ausführt. Für mich gehört das "Philadelphia-Experiment" zu den gelösten Rätseln.

Gruß
Roland M. Horn

Torsten Migge 23.05.2002 05:59

Zitat:

Orginal: DarkSunshine
Eine andere Möglichkeit wäre: das Experiment hat tatsächlich stattgefunden. Aber mit "Unsichtbarkeit" war die ausschließliche Unsichtbarkeit für feindliche Radaranlagen und Magnetminen gemeint
Inwiefern ist da Unsichtbarkeit für Magnetminen (technisch) zu verstehen? Deutsche E-Torpedos zündeten übringens nach dem gleichem Prinzip, wie die Minen. Und da liegt auch der Haase im Pfeffer begraben... Aber diese meine Überlegungen halte ich hier noch zurück :gg:
Allerdings um es vorweg zu nehmen: ich halte diese Geschichte (Mythos) für frei erfunden! Eine reine Verdrehung und Umdichtung geschichtlich realer und verifizierbarer Fakten (hab' ja nicht umsonst Geschichte studiert)! Aber auch hier beware ich zunächst Schweigen :ja:

Zitat:

Orginal: DarkSunshine
Die USS Eldridge verschwand tatsächlich im St. Elmos-Fire (grüner Nebel) vor der Küste von Philadelphia und tauchte zeitgleich an einem Hafendock in Norfolk, Virginia auf
Also das mit dem Zeitgleich ist nicht korrekt. Es gibt lediglich Zeugen, die die Eldridge in Norfolk gesehen haben wollen. Zitierte Website ist da sehr oberflächlich.
Warum wurde die USS Eldrigde eigendlich gerade in Norfolk gesehen? Zufall?
Nein, sage ich, es gibt einen bestimmten Grund, warum die Eldridge in Norfolk war (aber: zunächst Stillschweigen meinerseits!).

Zitat:

Orginal: Dragonhoard
Für den eigentlichen Effekt bietet sich eher der Herr Tesla an. Er ist berühmt für seine Experimente mit hochfrequenten Feldern und wird auch gerne für die Erklärung der sogenannten "Freien Energie" hergenommen.
Ja, und es gibt die Verschwörungs-Spekulation, dass Herr Tesla, nachdem er vom Experiment der unbekannten Folgen wegen abriet, plötzlich nachweislich verschwand, - für Tod erklärt wurde. In Wirklichkeit jedoch einkassiert wurde (laut Theorie!).

Zitat:

Orginal: RolandHorn
für diese These gibt es eine Reihe an Hinweisen. Genaueres habe ich in meinem Buch "Gelöste und Ungelöste Mysterien dieser Welt" ausführt. Für mich gehört das "Philadelphia-Experiment" zu den gelösten Rätseln.
Und? Muss ich jetzt erst Dein Buch lesen, um's zu erfahren (Dein Resultat)? Soll nicht negativ gemeint sein, Du weißt: Dein Atlantis-Buch fand ich super Arbeit! Und mit Sicherheit werd' ich auch dieses lesen (wann???: keine Zeit :heul: ).
Aber würd' mich hier schon brennend interessieren!

Acolina 28.05.2002 01:50

puuuh, Torsten, du machst es aber sehr spannend! ;) :grrr:

"...halte ich hier noch zurück .... bewahre ich zunächst Schweigen ... zunächst Stillschweigen meinerseits! ..." das ist ja fuuuurchtbar, was du da mit uns treibst!! :ja:

Mephisto 12.09.2002 23:02

Spannend!
 
Das ist ja verdammt spannend.Wenn dasd möglich wäre, genial!! ABer gibt es denn da keine Möglichkeit von anderer Seite dagegen vorzugehen, also das wieder zu reaktivieren???
Gruß MEPHISTO

Mephisto 12.09.2002 23:06

Spannend!
 
Hmmmm, da fällt mir doch gerade noch was ein! Da gabe s doch auch mal son Film, wo ein SChiff jedoch nicht unsichtbar gemacht wurde sondern in einen Sturm reingefahren ist und vierzig Jahre vorher in der Geschichte ankam, mitten im zweiten Weltkrieg. Ist zwar jetzt nicht ganz genau das, ist aber auch ganz interessant, so nach dem Motto: das Bermuda Dreieck läßt grüßen! Aber das ist ja auch mittlerweile bekannt, wie es funktioniert!!!
Gruß MEPHISTO

Torsten Migge 13.09.2002 05:17

Du meinst sicher "Der letzte Countdown" mit Kirk Douglas und Martin Sheen:
Am 6. Dezember 1980 verschwindet der atomgetriebene Flugzeugträger USS Nimitz mit 6.000 Mann Besatzung 200 Meilen vor Pearl Harbor. Das Schiff gerät in einen mächtigen Sturm und taucht am 6. Dezember 1941 wieder auf... sechzehn Stunden vor dem japanischen Überfall auf die amerikanische Marinebasis.

Mephisto 13.09.2002 13:51

Film zum Thema
 
Ja, das kann gut sein, an den genauen Titel des Filmes erinnere ich mich nicht mehr!! War aber ein guter Film, habe ihn aber seither nicht mehr in der Fernsehzeitung gesehen, sonst hätte ich ihn aufgenommen!
Gruß MEPHISTO


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